Filmvorschau: Resident Evil Retribution – Zombies zurück im Kino

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Mit Resident Evil: Retribution startet in dieser Woche bereits der fünfte Kinofilm basierend auf dem Resident Evil-Franchise und lockt so wieder viele Spieler vor die Großleinwände.

Wir haben uns den Streifen, der erneut von Paul W.S. Anderson inszeniert wurde, bereits anschauen können und verraten euch, ob es sich lohnt, hier in ein Kinoticket zu investieren.

Zur Story:

„Die letzte und einzige Hoffnung der Menschheit heißt Alice (Milla Jovovich). Ohne einen sicheren Rückzugsort jagt die unerschrockene Heldin diejenigen, die für den Ausbruch der Seuche verantwortlich sind und sucht in der streng geheimen Umbrella-Schaltzentrale nach einer Lösung. Doch je tiefer Alice in das Gebäude und seine Geheimnisse eindringt, desto mehr offenbart sich ihr ihre eigene mysteriöse Vergangenheit. Ihre Jagd führt sie von Tokio über New York und Washington D.C. bis nach Moskau und gipfelt schließlich in einer erschreckenden Enthüllung, die sie zwingt, all das, was sie bisher als die Wahrheit angesehen hat, neu zu überdenken. Mit der Hilfe ihrer Freunde und neuen Verbündeten muss Alice ums nackte Überleben kämpfen. Die Welt steht am Abgrund und die Zeit läuft langsam ab…“

Ursprünglich als Filmserie basierend auf dem Resident Evil-Franchise gestartet, in dem man nur die Zombies irgendwie mit dem Spiel verbinden konnte, nähert man sich mit ‚Retribution‘ ein weiteres Stück der Vorlage an und verschmelzt diese immer mehr miteinander. Nachdem bereits in ‚Afterlife‘ immer mehr Charaktere auftauchten, die direkt aus dem Spiel stammen, darunter Albert Wesker oder Chris Redfield, stoßen in ‚Retribution‘ mit Leon S. Kennedy und Ada Wong zwei weitere bekannte Spielhelden dazu. Erneut mit dabei sind diesmal natürlich auch wieder Alice, gespielt von Milla Jovovich, Albert Wesker und Jill Valentine, die immer noch unter der Kontrolle von Umbrella steht.

In Resident Evil: Retribution dreht sich erneut alles um den T-Virus, der inzwischen die ganze Welt infiziert hat, sowie eine kleine Gruppe von überlebenden Menschen, die versuchen das Ganze aufzuhalten. Die Fäden im Hintergrund werden weiterhin von der Umbrella Corporation gezogen, die inzwischen einzig und alleine von der ‚Red Queen‘, einem Supercomputer gesteuert wird. Dessen Ziel ist die Vernichtung von Alice, die wie bereits bekannt, eine Art Symbiose mit dem T-Virus eingegangen ist und somit zur ultimativen Kampfmaschine wurde. Ihr Ziel ist es erneut, die Umbrella Corporation aufzuhalten und geht dazu diesmal sogar Bündnisse mit einstigen Feinden ein. Ihnen gegenüber stehen diverse Bösewichter, die unter dem Einfluss der ‚Red Queen‘ stehen und nichts unversucht lassen, auch die letzten Widerstandskämpfer zu vernichten.

Lohnt sich der Streifen?

Wer auf coole Actionfilme steht, für den ist Resident Evil: Retribution definitiv etwas, jedoch sollte man auch die vorherigen Filme der Serie kennen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Euch erwarten erneut stylische Kampfeinlagen, Schusswechsel am laufenden Band und grandios in Szene gesetzte Kameraeinstellungen sowie 3D-Effekte. Der Versuch, den Film immer mehr mit dem Spiel zu verschmelzen mag für Fans vielleicht willkommen sein, aber den Mainstream wird man damit definitiv nicht erreichen. Ein Grund, warum Resident Evil wohl auch nie einen Oscar erhalten wird. Erstaunlicherweise gibt es diesmal verhältnismäßig wenig Zombies zu sehen, dafür setzt man auf riesige und vom Virus mutierte Monster, wie man sie ebenfalls aus den Spielen her kennt. Letztendlich hat man sogar einige witzige Szenen eingebaut, wie Alice in einem „Sado Maso“-Outfit und prüder Sekretärinnen Brille auf der Nase oder „Warum ist hier alles auf Russisch?“, entlockten den Zuschauern doch den ein oder anderen Lacher bei der Vorstellung. Teilweise völlig misslungen sind die deutschen Dialoge, die bei einem schon ein leichtes Fremdschämen hervorrufen, selbst wenn man sich mit dieser Materie voll identifizieren kann. Fans werden ohnehin nicht um den Film herum kommen, aber der gewöhnliche Kinogänger, der so gar nichts mit Resident Evil anfangen kann, wird wohl eher enttäuscht sein. Im Vergleich zum Vorgänger ‘Afterlife’ hat der Film aus unserer Sicht etwas nachgelassen. Persönlich freuen wir uns auf den Blu-ray Release, um das 3D dann auch in HD genießen zu können. Hier hängen die deutschen Kinos ja weiterhin mehr als hinterher.

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