TEST: Resident Evil 6 – Zombie-Action, die keine Zeit zum Luft holen lässt

Wenn mächtige Konzerne mit Biowaffen experimentieren und dann auch noch niedere Gründe dahinter stehen, ist es meist um die Welt Geschehen. Nach vier Jahren kehrt nun „Resident Evil“ zurück und präsentiert sich bereits in seinem sechsten großen Ableger und actionreicher als jemals zuvor.

Diesmal möchte man bei Capcom wirklich alles geben und es Fans so recht wie möglich machen. So erwartet einen diesmal ein ganzes Aufgebot an legendären Resident Evil-Charakteren, die auf der gesamten Welt operieren und gegen den C-Virus kämpfen. Los geht es mit einem interaktiven Intro, in dem ihr als Leon S. Kennedy und Helena Harper ins pure Chaos geworfen werdet und natürlich erst einmal vor den Zombies flüchten müsst. Nach ersten Auseinandersetzungen, heftigen Schusswechseln, Explosionen und einem Helikoptercrash bekommt ihr bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf, was euch die nächsten 25 bis 30 Stunden erwartet.

Vor Beginn des eigentlichen Spiels kann man frei wählen, welche der drei Hauptkampagnen man spielen möchte. Die Leon S. Kennedy und Helena Harper Kampagne orientiert sich etwas mehr am traditionellen Survival-Horror, weshalb wir uns zuerst auch für diese entschieden haben. Dem Spieler bleibt jeweils die Wahl, wie schwer das Spiel sein soll; ob man im KoOp spielt, ob ‚Friendly Fire‘ aktiviert ist oder unendlich Munition zur Verfügung steht, was in einigen Passagen gar nicht mal so verkehrt ist. Andererseits kann man es sich so auch zu einfach machen, worunter letztendlich die Spielerfahrung leidet, also sollte man zumindest auf unendlich Munition verzichten.

Mit der Leon und Helena Kampagne gelangt ihr zum ersten Schauplatz, der Ivy University in der kleinen Gemeinde Tall Oaks, die Opfer eines bioterroristischen Anschlags geworden ist. Über insgesamt fünf Kapitel dieser Kampagne geht es durch die Universität, über einen Friedhof und einer Kathedrale, sowie müsst ihr ein unglaublich beeindruckendes Unterwasserhöhlen-Level bestreiten, wo euch das wahre Grauen aus der Tiefe erwartet. Nach und nach deckt ihr dabei eine Verschwörung innerhalb der Regierung auf, die euch zum Sündenbock für den Tod des Präsidenten machen will. Um die wirklich Schuldigen aufzuspüren, verfolgt ihr den Drahtzieher dahinter bis nach China, wo sich die drei Hauptkampagnen auch das erste Mal miteinander überschneiden und ihr auf Jake Muller, Chris Redfield und Sherry Birkin trefft. Nichtsahnend, dass hier eine noch weitaus größere Katastrophe auf euch wartet. Lassen sich mit dem Schauplatz der Ivy University anfangs noch Ansätze einer Survival-Horror Erfahrung erkennen, was Rätsel lösen und das Durchstreifen beängstigender Katakomben beinhaltet, entwickelt es sich zum Ende hin doch wieder mehr in Richtung Action-Shooter. Capcom hat vorab mehrfach erklärt, dass das nun mal die Entwicklung der Serie sei, was nicht nur aus Sicht von Capcom besser zu dem Spiel passt, sondern auch unserer Meinung nach. Ganz auf Horror-Elemente verzichtet die Kampagne dennoch nicht und sorgt hin und wieder für echte Gruseleffekte und Shockmomente.

Die zweite Kampagne mit Chris Redfield und Piers Nivans führt euch nach China, an einem Punkt, wo Chris schon relativ am Ende ist und sich in irgendeiner Bar dem Alkohol ergibt. Ihn plagt die Schuld sein BSAA Team in den Tod getrieben zu haben. Von seinem Partner Piers neu motiviert, macht ihr es euch zur Aufgabe, die Verantwortliche für das Ganze – Ada Wong – aufzuspüren und zur Strecke zu bringen. Hier setzt man von der ersten Minute an voll und ganz auf ein actionreiches Third-Person-Shooter Konzept und die Kugeln fliegen euch nur so um die Ohren. Fans die ein klassisches Resident Evil erwarten, werden mit der Chris und Pears Kampagne wohl nicht zufriedenzustellen sein. Shooter-Fans hingegen kommen voll auf ihre Kosten und dürfen sich auf Non-Stop Action freuen, mit allem was dazu gehört. Neben einer wilden Verfolgungsjagd darf man hier sogar später einen Düsenjet steuern und besucht eine imposante Unterwasserbasis. Eines unserer Lieblingslevels im gesamtem Spiel, das vor allem durch eine atemberaubende Optik besticht.

In der dritten Kampagne verschlägt es euch mit Sherry Birkin und Jake Muller nach Eudonia in Osteuropa. Muller ist der Sohn von Albert Wesker, der immun gegen das C-Virus ist und als Hoffnung beim Kampf gegen den Bioterrorismus gilt. Agentin Birkin hat somit den Auftrag, Muller sicher zurückzuholen, in der Hoffnung durch ihn ein Gegenmittel zu finden. Dabei durchstreift ihr ein unheimliche und eingeschneite Waldlandschaft sowie kreuzen sich in China wieder die Wege mit den anderen. In dieser Kampagne erwartet euch ebenfalls eine gute Mischung aus Action und beängstigenden Passagen.

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Mit dem Konzept der drei Kampagnen verfolgt man in „Resident Evil 6“ eine interessante Strategie, in der man die Storys miteinander verbindet und erst so die Wahrheit hinter den Ereignissen des Spiels offenbart. Besonders gelungen sind die Passagen, wo sich die einzelnen Kampagnen überschneiden. So zum Beispiel in der Leon Kampagne, wo Leon, Helena, Chris und Piers zum ersten Mal aufeinander treffen. Exakt den gleichen Part findet ihr dann auch in der Chris Kampagne, jedoch verfolgen beide ab diesem Punkt unterschiedliche Ziele. Somit steht eine Kampagne nicht immer nur für sich alleine, sondern ergänzt die andere in gewisser Weise. Gleichzeitig hat man es dadurch geschafft, die Story so interessant zu halten, dass man unbedingt weiterspielen möchte, um zu erfahren was als nächstes passiert. Leider bremst sich das Spiel in seiner Erzählung nur allzu oft von alleine aus. Ist es nämlich gerade richtig spannend, kommt nicht selten ein Ladebildschirm in die Quere, wo man sich fragt: „Was hat dieser jetzt hier zu suchen?“. Genauso steht man des Öfteren auch einfach nur tatenlos herum und muss warten. Hier hat man sich zu sehr auf die Macht von Scripts verlassen, die das Spiel von alleine vorwärts bringen. So kann man zum Beispiel so viele Gegner umnieten wie man möchte, bringen tut es euch aber rein gar nichts, da man einfach nur durchhalten muss, bis es von alleine weiter geht. Zum Glück kommt diese Erkenntnis aber auch erst dann, wenn man es geschafft hat.

In Sachen Grafik und Visuals dürfte „Resident Evil 6“ neue Maßstäbe in dieser Generation setzen und die Japaner beweisen erneut ihr Geschick im Umgang mit der Hardware. Während die ersten Level noch mit einer überdurchschnittlichen und schönen Optik bestechen, werden die richtig großen Geschütze in den späteren Level aufgefahren. Laufen dann noch die ersten Zwischensequenzen übers Bild, sind kaum noch Unterschiede zu aufwendigen Animationsfilmen zu finden. Selten hat man bei den Charakteren solch authentische und glaubwürdige Gesichter und Animationen gesehen. Aber auch das drum herum, die Kleidung, die gesamten Animationen und die Augen sind absolut fantastisch anzusehen . Lobende Worte haben wir auch für das Level-Design, das nicht nur abwechslungsreich ist, sondern ebenfalls bis ins kleinste Details ausgestaltet wurde. Sei es das Universitätsgelände, das nicht originalgetreuer hätte wiedergegeben werden können, die phänomenale Unterwasserbasis in China, wo das pure Grauen auf euch wartet, oder der typische Flair einer chinesischen Millionenmetropole mit all den bunten Anzeigetafeln und Lichtern über der Stadt, die ein traumhaftes Panoramabild aus der Luft ergeben. Einfallsreichtum beweist man auch wieder bei den vielen verschiedenen Gegnertypen. Man kann sagen, dass Zombies nie „hässlicher“ ausgesehen haben und ihrem Kult mehr als Gerecht werden. Dabei ist wieder die ganze Palette von halbzerfetzen und kriechenden Arten, bis hin zu super aggressiven Mutationen vertreten. Trefft ihr dann noch auf die riesigen Endbosse, fällt einem regelrecht die Kinnlade auf den Boden. Wie sich ein normaler Mensch, der vom C-Virus infiziert ist, in ein riesiges Gottesanbeterin-ähnliches Monster verwandelt oder die hübsche Schwester von Helena zu einer Engelsgleichen Zombieversion mit mächtigen Tentakeln auf dem Rücken, beeindruckten genauso, wie der Zombie T-Rex . Das unglaubliche Maß an Detailreichtum, die authentische Nachbildung und die Kreativität lassen hier jedes Spielerherz sofort höher schlagen. „Resident Evil 6“ zeigt nicht nur, was die aktuelle Generation noch leisten kann, sondern lässt auch das Verlangen nach neuer Hardware etwas verblassen. So müssen Spiele einfach aussehen!

Das Gameplay von „Resident Evil 6“ ist ebenso ausgereift wie der optische Aspekt. Und man hat auch gleich viele Neuerungen mitgebracht. Die willkommenste Neuerung diesmal dürfte wohl sein, dass man sich nun auch beim Zielen weiter bewegen kann und nicht starr auf einer Stelle klebt. Des Weiteren hat man die Nahkampfpalette weiter ausgebaut, so dass jeder der Protagnisten über ziemlich coole Moves verfügt, die im günstigsten Fall sofort den Tod für euren Gegner bedeuten. Das reicht vom Bodyslam aus dem Anlauf heraus, bis zum Kehle durchschneiden aus dem Hinterhalt. Steht ihr gerade günstig, könnt ihr auch die Umgebung direkt mit einbeziehen, eure Gegner von Geländern kicken oder mit voller Wucht mit dem Kopf gegen Wand befördern. Besonders der Mix aus Feuergefechten und Nahkämpfen inmitten mehrerer Gegner sorgt dafür, dass man nie wirklich oder unfair unterlegen ist. Anspruchsvollere Auseinandersetzungen findet man dann meist in den epischen Boss-Kämpfen am Ende jeder Kampagne, die sich zum einen über mehrere Stufen hinweg ziehen und oft auch ziemlich knifflig zu lösen sind. Wer Third-Person-Shooter regelmäßig spielt, wird in „Resident Evil 6“ definitiv schnell zurecht kommen, da man hier auf die wesentlichen Standards setzt. Einzig ein vernünftiges Cover-System haben wir vermisst, da dies nur von alleine um Ecken herum zum Einsatz kommt und Zielen und Nachladen hier ein ziemliches Problem darstellen. Rätselfans kommen ebenfalls auf ihre Kosten, zumindest in der Leon Kampagne. Allerdings wird es einem hier auch schon wieder zu einfach gemacht, diese lösen.

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Zuletzt gibt es natürlich auch wieder einen KoOp-Modus für zwei Spieler. Dieser kann entweder online oder via Split-Screen gespielt werden. Entweder lädt man Freunde direkt dazu ein, wartet bis sich ein Netzwerkspieler mit einklingt oder springt selbst mit in die Kampagne eines anderen Spielers hinein. Sobald der nächste Checkpoint erreicht wurde, stößt der andere Spieler zu euch oder umgekehrt. Der KoOp-Modus steigert den Spielspaß natürlich ungemein und sorgt für einen hohen Wiederspielwert, da jedes Kapitel später nach Leistung bewertet wird und besondere Extras winken. Wer schießt da nicht gerne um die Wette, wenn´s zu zweit auch noch doppelt so viel Spaß machen kann? Wem das noch nicht reicht, darf sich auf den Hunt-Modus freuen, bei dem ihr als Mutant in die Spielsessions anderer hinein springen könnt, um dort die Agenten zu jagen.

Soundtechnisch konnte uns Resident Evil 6 ebenfalls mehr wie überzeugen und ergänzt die Story fast bis zur Perfektion. Je nachdem, in welchen Setting ihr euch gerade aufhaltet, wird passende Musik eingespielt. Beängstigende Klänge in den tiefen Katakomben oder adrenalinsteigernde Musikuntermalung in den epischen Boss-Fights und Rennpassagen. Es passt einfach alles von Anfang bis Ende und erinnert an große Filmproduktionen a la Hollywood. Bei den Synchronstimmen, die diesmal auch komplett in Deutsch aufgenommen wurden, kann man bis auf bei einigen Nebendarstellern ebenfalls nichts aussetzen. Die Hauptcharaktere warten allesamt mit hochkarätigen und bekannten Stimmen auf, die man zum Teil schon aus anderen Spielen her kennt, darunter Lauren aus Heavy Rain und Nathan Drake aus Uncharted.

Fazit

„Man sollte sich wohl so langsam damit abfinden, dass Resident Evil kein klassisches Survival-Horror Spiel mehr ist. Mit dem sechsten Ableger beweist man erneut, dass ein Action-Genre deutlich besser zu der Serie passt. Anders wäre diese fantastische Inszenierung von „Resident Evil 6“ wohl auch gar nicht möglich gewesen, die fast durchgehend neue Wow-Effekte hervor ruft. Die filmische Erzählung aller Kampagnen bietet Action am laufenden Band und ist im Stil eines großen Hollwoodfilms umgesetzt worden. Dabei hat man versucht, es dennoch verschiedenen Geschmäckern recht zu machen und lässt zumindest in der Leon und Jake Kampagne noch etwas Survival-Horror mit einfließen. Wunderbar funktionieren auch die ineinander verwobenen und spannend erzählten Kampagnen, die euch identische Ereignisse aus verschiedenen Sichtweisen präsentieren und einen immer neugierig auf die andere Kampagne machen. Lediglich etwas mehr Dynamik in und zwischen einigen Szenen hätten wir uns gewünscht, die teilweise doch sehr gescripted sind und einen etwas aus dem Spiel reißen. Grafisch und Soundtechnisch bleiben ebenfalls keine Wünsche offen und euch erwartet einen bombastische Gesamtpräsentation, mit der „Resident Evil 6“ die Messlatte weiter nach oben schraubt. Der KoOP-Modus, jede Menge Bonusmaterial wie eine zusätzlich Kampagne mit Ada Wong, runden das Paket letztendlich ab und macht das Spiel zum derzeit heißesten Anwärter zum „Spiel des Jahres.“

Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Release: 02. Oktober 2012
Offizielle Homepage: www.residentevil.com

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Kommentare zu “TEST: Resident Evil 6 – Zombie-Action, die keine Zeit zum Luft holen lässt

  1. Typhoon sagt:

    DANKE für diesen Artikel. Endlich jemand der verstanden hat, dass Resident Evil sich verändert hat und man es nicht mit RE1 vergleichen kann!

    Den Müll auf anderen Webseiten kann ich so langsam nicht mehr sehen.

    Also, nochmals Danke dafür! :)

  2. starwarsforever sagt:

    Stimme dir zu

  3. Chris sagt:

    Ähm es gibt ein Cover system =)

    Wenn man an einem objekt steht in schussposition geht mit L1 und dann X drückt, geht man in deckung, man kann wie bei jedem anderen cover based shooter über das objekt drüber schiessen oder seitlich daran vorbei, nur blind feuern geht nicht =)

  4. Trooper_D5X sagt:

    Na das ist aber kein richtiges Cover-System, sondern ausweichen …

  5. Blokki sagt:

    Ich kann ja verstehen, dass sich Resident Evil verändert und schon bei RE 5 war dies der Fall. Jedoch haben wir es hier wirklich mit einem Action-Einheitsbrei sondergleichen zu tun. Das ist einfach nur Anspruchsloser Videospiel-Einheitsbrei von der Stange! Meine Güte 9.5/10? Ich meine, man kann ja geteilter Meinung sein, aber um herauszufinden, dass das Spiel im allerbesten Fall 7.5 Punkte verdient hat, braucht man ja hoffentlich noch keinen professionellen Videospieltester.
    Auch muss man erwähnen, dass das Spiel (mal abgesehen davon, dass die Entwickler das “Back-to-the-Roots” Versprechen nicht eingehalten haben) an so unglaublich vielen spielerischen Schwächen leidet, dass eine solch hohe Wertung einfach nur ein Armutszeugnis ist!

    Anmerkung: Beleidigungen gelöscht!

  6. starwarsforever sagt:

    Blokki
    Hater sind unbeliebt

  7. chris sagt:

    Doch es gibt ein cover system in dem Spiel.

    Wenn du im stand mit L1 auf die waffe ausrichtest und dann mit X + Richtung, dann rollt man sich links, rechts, vorne oder schhmeisst sich nach hinten auf den rücken.

    Aber wenn du an nem Objekt dran bist, ner kiste oder so, dann Zielst und DANN X drückst, geht deine Spielfigur dahinter in deckung, wenn du dann L1 hälst kannst du mit dem Analog stick drüberweg zielen, oder rechts/links rum zielen.

    Das Selbe geht auch an Wänden, da kannste um die Ecke bzw. in den Gang hinein zielen.

  8. Blokki sagt:

    Ich würde mich nicht als Hater bezeichnen… zur Anmerkung: ich kann mich auch nicht daran erinnern, Beleidigungen ausgesprochen zu haben.

    Ich habe das Spiel gespielt und war masslos enttäuscht. Jeder hat seine eigenen Vorzüge. Auch wenn ich es schade finde, dass jetzt auch RE zur riesigen Masse an hirnlosen shootern gehört, von denen es weiss Gott schon genügend gibt, kann ich verstehen, dass es Leute gibt, die so etwas lieber haben. Was ich aber nicht verstehen kann, ist dass das Spiel so unglaublich viele anderen Dinge falsch macht und sich die Redaktion in diesem Test mit 9.5 Punkten einfach nur diskreditiert.
    Ich kann es einfach nicht fassen, wie man einem Spiel mit so vielen Schwächen die zweitbeste von zwanzig möglichen Wertungen geben kann. Das zeugt für mich von äusserster Unprofessionalität und mangelhafter Erfahrung…
    Was ich damit meine, ist dass die Action meist auf banalstem und “hirnlosestem” Niveau gehalten wird, man muss nichts überlegen und einfach nur durchballern, die Story hat keinerlei Anspruch, die KI der Zombies und der Partner ist teilweise unterirdisch schlecht und die Tatsache dass wir mit Racoon City bereits einen solchen Shooter bekommen haben…

    Ich sage nicht, das Spiel ist schlecht und ich sage auch nicht, dass es Zocker gibt, die daran Freude haben können, aber 9.5 Punkte ist blanker Irrsinn, absolut inakzeptabel und eine Zumutung für jeden, der sich einige Jahre mit Videospielen auseinandergesetzt hat…

  9. Trooper_D5X sagt:

    Dann ist das Deine Meinung, aber die musst ja hier nicht ums Verrecken über alle anderen stellen. Einige Dinge haben sie vielleicht auch nur aus Deiner Sicht falsch gemacht, aber es klingt fast danach, als ob da ein weiterer vom fehlenden Horror-Faktor angepisst ist. Tja, das ist Resident Evil nun einmal nicht mehr .. na und! Und was Shooter von der Stange angeht, darüber braucht man ja wohl nicht diskutieren. Wenn es danach geht, hat kein Shooter eine gute Wertung verdient. Und wenn dir diese hier nicht passt, zwingt dich keiner sich daran zu halten.

    Siehe auch hier: http://playfront.de/resident-evil-6-capcom-kommentiert-schlechte-kritik/

    Wenn du ein Resident Evil 1 mit dem technischen Standard von Resident Evil 6 haben will, darauf wirst du wohl lange warten können.

  10. Simson sagt:

    Ich schliesse mich Blokki absolut an. Egal ob man nun einen Shooter will oder ein survival-horror Spiel, muss man einfach zugeben, dass dieses Spiel definitiv keine 9.5 verdient! Um es anders auszudrücken: 6 bis höchstens 8 Punkte wären ja noch okay für einen durchschnitts-shooter mit grossem Namen, aber mehr als einen durchschnittlichen Shooter erhält man mit RE6 wirklich nicht und 9.5 ist somit einfach nur lachhaft…

  11. chris sagt:

    Also ich hatte Resident Evil 6 schon am Freitag und habe es ausgiebig gespielt und durchgespielt.

    Ich bin Fan der ersten Stunde und ich finde trotz allem, dass es ein gelungenes Spiel ist, was eine hohe Wertung verdient.

    Das man es mit den alten Teilen nicht vergleichen kann, dass sollten die Leute langsam mal begriffen haben. Man sollte auch alles ab Teil 4 nicht an die ersten 3 und Code Veronica messen; das wäre als würde man Terminator 2 mit Wall-E vergleichen.

    Seit Resident Evil 4 geht die Serie in die deutlich actionreichere Richtung, richtigen Horror hatte man auch da schon nichtmehr, lediglich manch düstere Umgebung.
    Teil 5 war im Grunde ein Koop Action Spiel mit großem Albert Wesker Bonus.

    Und nun da der Hauptbösewicht tot ist und somit die letzten Verbindungen (ausser die Hauptcharaktere) zur alten Serie gesprengt sind, regen sich alle auf.

    Was die Leute aber nicht sehen ist, was Teil 6 alles gut macht.
    Die Grafik ist top, der Sound ist gut, der Umfang ist gewaltig, es hat einen sehr hohen Wiederspielwert, da die Partner der Hauptfiguren andere Waffen haben und teilweise andere Wege gehen etc., man schaltet nach den 3 Haupt- noch die Ada-Kampagne frei, den Agent Hunt Mode und den Mercenaries Mode.

    Man hat bei RE6 weniger Munition als bei Resident Evil 5, wo man mit nem leichten schema so gut wie jeden gegner besiegen konnte (kopfschuss, knieschuss, etc. stun -> Melee oder instant kill mit manchen charakteren). Die Fans wollten weniger Munition, Sie haben sie bekommen, aber als Ausgleich ein gutes nahkampfsystem, mit dem man einiges an schaden machen kann, was aber einem bei überbenutzung in eine missliche Lage bringen kann..also muss man schiessen und melee ausgewogen benutzen, was sehr gut ist.

    Die Fans wollten Zombies, die Fans kriegen Zombies..sogar in einem Raccoon City inspirierten Szenario mit Level, das ist schon gewaltiger Fanservice.

    Man beschwerte sich über die modernen Waypoints, man kann sie ausschalten. Man kann eh ne ganze menge konfigurieren, was ich persönlich klasse finde.

    Und selbst wenn man chris spielt und das ganze richtig shooter züge annimmt, ist es nie ein richtiger shooter. Die munition bleibt knapp, Deckung bringt vielleicht am Anfang noch was, aber spätestens wenn die Javo richtig mutieren biste mehr am rennen als am in deckung gehen, weil sie dich sonst mit ihrem langen arm darüber hinwegheben oder dich sonst wie linken. Es sind shooter mechaniken drin aber man hebelt diese auch gleich aus und macht absolut klar : hey, dass hier ist kein richtiger vollblut shooter, es steckt immer noch munitionsmangel drin und man kann sich nicht wirklich sicher fühlen, auch hinter deckung nicht.

    Für all das was Re6 ist, auch wenn nichtmehr viel von der Grundidee oder der Grund-Essenz vorhanden ist, ist es dennoch ein Spiel, was aufgrund seines Umfangs, seiner grafik, Sound, wiederspielwert, inszenierung (wenn auch teilweise zu hollywoodreich und krass) etc. eine hohe wertung verdient.

    Ich teile zwar nicht die Meinung, dass RE besser ins Action-Genre passt als in das des Survival Horrors (es hat da seinen ursprung, eigentlich müsste es da bleiben), aber es macht nicht desto trotz eine gute Figur als Actionspiel

  12. Shallowain sagt:

    Ich schließe mich hier auch mal den Leuten an, denen Resident Evil 6 gefällt. Habe das Spiel seit Freitag und habe es mittlerweile durch, sowie die Leon Kampagne mit beiden Charas beendet.
    Ich finde es toll, das man nun auch im Laufen Schießen kann, das die Story wesentlich länger ist als in Teil 5, das man in 6-7 Stunden beendet hatte… und das es einige dunkle Passagen hat, die etwas Horro aufkommen lassen (U-Bahn im Leon Szenario Genial gemacht)
    Leider sind sie wirklich sehr weit vom Horror weggegangen, aber jede Serie ändert sich. Da gibt es dann die Leute, die die alten Teile lieber mochten und die, die die neuen Teile lieber haben. Das ist nun mal so.
    Ich persönlich spiele lieber Teil 3 anstatt Teil 4 aber teil 6 lieber als 3 und Teil 5 naja eher selten, das fand ich persönlich ganz schwach, abgesehen von Wesker.
    Alles in allem hat jedes Spiel schwächen, jede Serie ändert sich und man muss sich fragen: Mag man die alten Zeiten wirklich lieber? Oder will man einfach keine Änderung annehmen? Wenn dem so wäre, gäbe es kaum neue Spiele, es sollten ja alle so bleiben wie sie sind. CoD im zweiten Weltkrieg, Resi Horror und MGS Schleichspiel (Ok da bin ich auch noch etwas skeptisch ob das was wird, aber ich hoffe die Story wird wieder eins A wie in 1-4)
    Aber viele Entwickler ändern langsam ihr Spiel. Und ich finde es gut so. Ich will nicht 100 Teile spielen, die genauso sind wie die davor.
    So meine Meinung wäre damit gesagt. Ich finde Resi 6 toll, auch wenn es anders ist als bisher. Aber jedem seine Meinung :)

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