Die indonesische Prüfstelle IGRS hat durch ein Datenleck Gameplay-Material zu unveröffentlichten Titeln wie „007: First Light“ und „Echoes of Aincrad“ offengelegt. Da unter den Leaks das komplette Ende des neuen James-Bond-Abenteuers kursiert, sollten Fans beim Scrollen durch soziale Medien ab sofort extreme Vorsicht walten lassen.
Die Sicherheitspanne beim Indonesian Game Rating System (IGRS) sorgt aktuell für massive Unruhe in der Branche, da über eine Stunde Videomaterial zu IO Interactives kommendem Bond-Titel „007: First Light“ an die Öffentlichkeit gelangt ist.
Das Ausmaß des IGRS-Leaks
Eigentlich dienen die Einreichungen bei Altersprüfstellen dazu, gewalthaltige oder sexuelle Inhalte für die Einstufung zu bewerten. Durch eine Sicherheitslücke im System wurden diese internen Links jedoch öffentlich zugänglich.
- 007: First Light: Über 60 Minuten Material, inklusive der finalen Spielszenen.
- Echoes of Aincrad: Bandai Namcos RPG ist ebenfalls betroffen; Story-relevante Cutscenes machen bereits die Runde.
- Weitere Titel: Auch zu Assassin’s Creed: Black Flag (Remake) und Castlevania: Belmont’s Curse wurden Daten gefunden, Videomaterial ist hier bisher aber noch nicht aufgetaucht.
- Entwickler-Daten: Neben Gameplay wurden tausende E-Mails von Branchenmitarbeitern geleakt.
Für IO Interactive ist dieser Vorfall ein Albtraum. Das Studio setzt bei „007: First Light“ auf eine Origin-Story mit Patrick Gibson als jungem James Bond. Da das Spiel erst am 27. Mai erscheint, sind die Story-Spoiler über sechs Wochen vor Release im Umlauf. Das zerstört nicht nur den geplanten Spannungsaufbau des Marketings, sondern entwertet für viele Spieler die narrative Erfahrung des „00-Werdens“.
Erhöhte Wachsamkeit statt Vorfreude
Dass die Leaks ausgerechnet über eine staatliche Behörde passieren, wirft ein schlechtes Licht auf die dortigen Sicherheitsprotokolle. Branchen-Insider wie Nic McConnell (Riot Games) berichten, dass das IGRS-Team schlicht unterbesetzt sei und manuell mit Google-Drive-Links arbeite – ein Prozess, der für menschliche Fehler oder technische Lücken extrem anfällig ist.
Der Leak ist eine Katastrophe für die Narrative der betroffenen Spiele. Während die Qualität der Titel selbst (Gameplay-Mechaniken, Grafik) durch die Spoiler nicht sinkt, ist der „Impact“ der Story-Wendung für Erstspieler massiv gefährdet. Wer auf Bond-Atmosphäre und Agenten-Feeling setzt, sollte den Kopf einziehen, bis der Staub sich gelegt hat.