2021 Corona-bedingt mit weniger Spielen

Das aktuelle Jahr muss wohl mit weniger neuen Spielen auskommen, als bisher gewohnt. So hat die anhaltende Corona-Pandemie für teils erhebliche Verschiebungen gesorgt.

Zu dieser Einschätzung kommt der Bloomberg-Editor Jason Schreier, der empfiehlt, statt auf neue Spiele zu warten, seinen Backlog aufzuholen, also Spiele, die man immer mal spielen wollte, aber nie die Zeit dazu gefunden hat.

Zwar hat Schreier damit recht, dass es Spiele-technisch etwas dünner aussieht, ob nun alleine die Corona-Pandemie daran schuld ist, sei mal dahingestellt. So hatten viele Entwickler auch schon erklärt, dass man trotzdem im Zeitplan bei vielen Projekten sei.

Hardwaremangel spielt eine Rolle

Vielmehr dürfte es auch der Mangel an Hardware wie der PS5 und Xbox Series X sein, der indirekt zu Verschiebungen führt. So nützt es den wenigsten Publishern einen großen Next-Gen Blockbuster zu veröffentlichen, wenn ihn dann nur ein Bruchteil spielen kann. Intern dürften daher viele Projekte schon nach hinten oder zurückgestellt worden sein. Das zeigt sich unter anderem auch daran, dass viele Publisher eher noch auf Cross-Gen Releases anstatt Only Next-Gen setzen, da es schlichtweg an genügend Next-Gen Hardware und kommerziellem Erfolg fehlt.

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Insgesamt sind weniger Spiele aber auch nichts schlechtes, da man sich so auch mal mehr Zeit für nur ein Spiel nehmen kann, anstatt diese wie am Fließband abzuarbeiten. Masse statt Klasse war vor allem in den vergangenen Jahren ein zunehmendes Problem, das nun etwas und glücklicherweise ausgebremst wird.