Anno 117 Pax Romana – Review-Check: Das beste Anno seit 1800?

Anno 117: Pax Romana überzeugt Kritiker mit Tiefe, Atmosphäre und Freiheit – doch kleine Schwächen im Interface und Kampagnendesign verhindern die Perfektion.

Mark Tomson
Mark ist Managing Director von PlayFront.de und berichtet täglich über PlayStation, Gaming-Hardware und Videospiele. Sein Fokus liegt auf Sony-Konsolen, technischen Analysen und kritischen Reviews. Neben News...

Ubisoft Mainz wagt sich mit Anno 117: Pax Romana in eine Epoche, die Fans lange gefordert, aber niemand wirklich erwartet hat: das Römische Reich. Nach dem enormen Erfolg von Anno 1800 stand die Serie vor einer kniffligen Aufgabe – mehr Tiefe bieten, ohne die vertraute Formel zu überfrachten.

Auf Metacritic steht das Spiel aktuell bei 87 Punkten, basierend auf zehn Reviews, allesamt positiv. Das allein ist bemerkenswert, denn bislang gibt es keinen einzigen Ausreißer nach unten, keine „Mixed“-Bewertung. Die Fachpresse ist sich weitgehend einig, dass Anno 117: Pax Romana das Serienniveau nicht nur hält, sondern punktuell sogar übertrifft.

Was die Kritiker feiern

Die größten Lobeshymnen betonen, dass Anno 117: Pax Romana das klassische Anno-Gefühl nicht nur bewahrt, sondern sinnvoll vertieft. Neue Systeme wie Forschung, Götterverehrung und kulturelle Entwicklung erweitern den Spielraum, ohne zu überfordern. Die Freiheit im Sandbox-Modus, gepaart mit dem historischen Setting, sorgt laut Gameliner für „eine der atmosphärischsten und tiefsten Anno-Erfahrungen überhaupt“.

Anno 117: Pax Romana sei demnach nicht nur das schönste, sondern auch das inhaltlich dichteste Spiel der Reihe. Besonders hervorgehoben wird, wie Ubisoft Mainz die Lektionen aus Anno 1800 genutzt und die Mechaniken gezielt verfeinert hat.

Lob mit leisen Nebentönen

Trotz der Begeisterung bleibt nicht alles unkritisch. GameWatcher (75) und GRYOnline.pl (75) bemängeln vor allem das etwas umständliche Interface und eine zu kurz geratene Kampagne. Auch die neuen Land- und Seeschlachten überzeugen nur bedingt – „zu flach, zu wenig Belohnung für den Aufwand“, heißt es bei GameWatcher.

GamesRadar+ (80) sieht das ähnlich: Zwar sei Anno 117: Pax Romana kein Revolutionär, aber ein „komplexer, wunderschöner City Builder, der Zeit und Geduld mit unvergleichlicher Tiefe belohnt“. Mit anderen Worten: Die Kritik betrifft eher Detailfragen, niemand zweifelt daran, dass das Spiel im Kern überzeugt. Bei Play-Experience kommt man zu dem Fazit: „ANNO 117: Pax Romana ist ein Paradebeispiel dafür, wie viel Leidenschaft, Liebe zum Detail und Innovationsgeist in deutscher Spieleentwicklung steckt. Es vereint Bildung, Unterhaltung und Emotion in perfekter Balance – und bietet unzählige Stunden an strategischer Tiefe und kreativer Freiheit.“

Anno 117: Pax Romana ist kein radikaler Neustart, sondern eine verfeinerte Evolution,q und das zahlt sich aus. Die Fachpresse lobt Atmosphäre, Spieltiefe und Präsentation nahezu einstimmig. Kritik gibt’s vor allem an der Kampagne und dem etwas sperrigen Interface – beides Dinge, die sich mit Updates noch verbessern lassen.

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