Embark Studios rollt mit Update 1.26 die maschinelle Bildrekonstruktion PSSR2 für die PS5 Pro in „ARC Raiders“ aus. Während die Basis-Konsole stagniert, soll KI-Upscaling die technischen Defizite bei Bewegungsschärfe und Partikeleffekten kaschieren.
Der Patch implementiert eine aktualisierte Version von PlayStation Spectral Super Resolution (PSSR 2) exklusiv für die PS5 Pro. Diese Technologie nutzt maschinelles Lernen, um das Bild Pixel für Pixel zu analysieren und Artefakte sowie Bildrauschen zu minimieren, die bei herkömmlichen Upscaling-Verfahren unweigerlich entstehen.
Besitzer der PS5 Pro erhalten eine stabilere Darstellung bei höherer effektiver Bildschärfe. Ghosting-Effekte bei komplexen Partikelsystemen wie Regen oder bei schnellen Objekten wie Drohnen werden durch die KI-gestützte Rekonstruktion massiv reduziert.
Die Standard-PS5 von „ARC Raiders“ bleibt technisch auf dem Stand der Veröffentlichung und nutzt weiterhin das herkömmliche Temporal Super Resolution (TSR). Laut Technical Art Director Mikael Linderholm auf dem PlayStation Blog sorgt das Upgrade vor allem in detailreichen Szenarien für visuelle Ruhe, ohne die Performance zu drücken.
Effizienz schlägt Handarbeit
Die Integration der neuen PSSR-Version erforderte laut Studio-Angaben kaum manuelle Eingriffe in die bestehenden Assets. Das System greift tief in die Rendering-Pipeline ein, um Geometrie in Bewegung präziser abzubilden als klassische Algorithmen. Während das Regensystem bisher oft mit Schmiereffekten zu kämpfen hatte, soll die KI nun klare Strukturen schaffen, wo die Bewegungsdarstellung allein versagt.
„Das neue, verbesserte PSSR sorgt für deutliche Verbesserungen der Bildqualität, besonders in anspruchsvollen Szenarien mit vielen kleinen Details in Bewegung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie gut es bei der großen Vielfalt an komplexen Szenen funktioniert, die wir in ARC Raiders haben.“ Robert Kihl, Engine Lead, Embark Studios.
Für das Studio ist dieser Schritt eine reine Effizienzentscheidung. Engine Lead Robert Kihl betont die Vielseitigkeit der Technologie in komplexen Außenarealen und intensiven Feuergefechten. Die Rechenlast wird auf die spezialisierte Hardware der PS5 Pro ausgelagert, was den Entwicklern den Spielraum gibt, die visuelle Wiedergabetreue zu erhöhen, ohne das gesamte Beleuchtungsmodell umbauen zu müssen. Es ist die Kapitulation vor der rohen Hardware-Gewalt zugunsten intelligenter Algorithmen.
Wer nicht die teure Premium-Hardware im Wohnzimmer stehen hat, darf weiterhin zusehen, wie feine Details im Bewegtbild-Matsch des Standard-Upscalers das Nachsehen haben.