Am 25. Februar öffnen sich in Arc Raiders erneut die Anmeldungen zur nächsten Expedition, der eigentliche Startschuss fällt am 1. März. Entwickler Embark Studios schickt damit die zweite Welle an Raiders durch die Tunnel von Speranza hinaus in die Rust Belt, inklusive Neustart-Option, Buffs und langfristiger Progression.
Die wichtigste Anpassung zuerst: Das Stash-Limit für maximale Belohnungen wurde gesenkt. Statt einer deutlich höheren Schwelle reichen nun 3 Millionen Coins, was 600.000 Coins pro Skill Point entspricht. Wer das Ziel erreicht, erhält weiterhin fünf Skill Points. Ein klassischer Fall von „Feedback gehört, Zahlen angepasst“ – keine Revolution, aber ein notwendiger Schritt.
Catch-up-System: Aufholen statt Abgehängtwerden
Neu ist ein Skill-Point-Catch-up-System für alle, die in der ersten Expedition nicht das Maximum erreicht haben. Fehlende Skill Points können nachträglich freigeschaltet werden – zu einem stark reduzierten Coin-Preis. Konkret heißt dies 300.000 Coins pro fehlendem Skill Point aus Expedition 1.
Coins fließen zunächst in die Skill Points der aktuellen Expedition, erst danach in das Nachholen alter Punkte. Wer also früh effizient spielt, profitiert zuerst selbst – Nachzügler holen später auf. Das System verhindert dauerhaftes Zurückfallen, ohne frühe Spieler komplett zu entwerten. Branchenüblich, aber sauber umgesetzt.
Mehr Platz, mehr Punkte, mehr Buffs
Neueinsteiger erhalten rückwirkend die Belohnungen der ersten Expedition. Wer erneut aufbricht, bekommt zusätzliche Stash-Plätze, Skill Points und kosmetische Extras. Permanenter Fortschritt bleibt erhalten, auch wenn man eine Expedition aussetzt – konsekutive Buffs hingegen nicht.
Permanent:
- Stash-Plätze: 12 → 24
- Skill Points: bis zu +5, mit Catch-up sogar 85 insgesamt
- Neue und erweiterte Outfits (Patchwork, Scrappy)
- Verbesserter Expeditions-Indikator
Konsekutiv (nur bei Teilnahme ohne Pause):
- XP-Bonus: 5 % → 10 %
- Scrappy-Materialien: 6 % → 12 %
- Repair-Value: 60 % → 70 %
Unberührt bleiben unter anderem Cosmetics, Raider Decks, freigeschaltete Regionen, Leaderboards und Codex-Einträge – ein klarer Schnitt zwischen Progression und Prestige.

Fairer Neustart mit Kalkül?
Embark verkauft das Ganze als Motivation für neue und alte Spieler – de facto ist es aber ein klassisches Seasonsystem mit Soft-Reset, wie man es aus anderen Service-Games kennt. Die gesenkten Hürden und das Catch-up sind weniger Großzügigkeit als Schadensbegrenzung. Ohne sie würde sich die Spielerschaft schnell in „früh dabei“ und „dauerhaft hinten“ aufspalten.
Die zweite Expedition zeigt hauptsächlich, dass Arc Raiders justiert nachjustiert. Ob das langfristig trägt, hängt weniger von Buff-Prozenten ab, sondern davon, wie viele Spieler am 1. März tatsächlich wieder in die Tunnel steigen.



