Ubisoft hat die Karten auf den Tisch gelegt und die Zukunft von Assassin’s Creed für das Jahr 2026 skizziert. Während Assassin’s Creed Shadows in den Wartungsmodus wechselt, rücken düstere Hexenprozesse und Multiplayer-Experimente in den Fokus.
Ein Jahr nach dem Launch von Assassin’s Creed Shadows zieht Ubisoft einen Schlussstrich. Die Entwickler bestätigen, dass der Support für den Japan-Ableger nun in die finale Phase übergeht. Die Updates werden seltener und kleiner ausfallen.
Wer auf massive Content-Erweiterungen gehofft hat, wird enttäuscht. Das Spiel ist fertig. Damit bündelt das Studio in Montreal die Ressourcen für das nächste große Ding: Codename Hexe. Jean Guesdon übernimmt hier höchstpersönlich als Creative Director das Ruder. Das Team verspricht eine düstere, narrative Erfahrung für Spieler, die nach den riesigen Open-World-Spielplätzen Lust auf eine fokussierte, beklemmende Atmosphäre haben.
Multiplayer-Experimente ohne Hype-Garantie
Interessanter wird es bei Codename Invictus. Hier arbeiten Veteranen von For Honor an einer reinen PvP-Erfahrung. Ubisoft betont ausdrücklich, dass das Projekt nicht den aktuellen Gerüchten entspricht. Es ist ein neuer Ansatz für die Serie.
Die Entwickler setzen auf ein „Test and Learn“-Prinzip und möchten die Community früher einbinden. Das klingt nach kontrolliertem Risikomanagement. Zusätzlich wurde bestätigt, dass auch Koop-Elemente in der Franchise-Zukunft wieder eine Rolle spielen sollen. Ein deutliches Signal an die Fans von Assassin’s Creed Unity. Die Rufe wurden gehört. Endlich.
Technik-Spritze für den Sorgenkaiser
Apropos Assassin’s Creed Unity: Morgen erscheint vollkommen überraschend ein kostenloser 60-FPS-Patch für Xbox Series X|S und PlayStation 5. Elf Jahre nach dem ursprünglichen Release bekommt der technisch damals katastrophale Paris-Trip die Bildrate, die er für das komplexe Parkour-System immer gebraucht hätte. Ein weiterer Schritt zur Imagepflege. Wer keine PS5 besitzt, kann Assassin’s Creed Unity sowie weitere Teile vom 2. bis zum 6. April im Rahmen der Xbox Free Play Days kostenlos testen.
Ubisoft gibt außerdem zu, ein frühes Projekt eingestellt zu haben, um die Qualität der verbleibenden Titel zu sichern. Neben Hexe und Invictus bleibt Assassin’s Creed Jade weiterhin in Arbeit, während die Netflix-Serie kurz vor der Enthüllung des Casts steht. Dass Jean Guesdon zurückkehrt und direkt zwei Schlüsselrollen übernimmt, zeigt, wie ernst es Ubisoft mit der Kern-DNA der Serie meint.
Der Fahrplan für 2026 steht und Ubisoft kauft sich Zeit. Der 60-FPS-Patch für Assassin’s Creed Unity ist ein nettes Geschenk, kaschiert aber kaum die Wartezeit auf handfestes Gameplay zu Assassin’s Creed Hexe. Für uns bedeutet das: Assassin’s Creed Shadows ist abgehakt. Wer den Titel noch nicht gespielt hat, kann jetzt bedenkenlos zugreifen, da keine großen Mechanik-Änderungen mehr folgen.
Die Zukunft der Serie hängt nun am seidenen Faden der kommenden Testphasen für Invictus. Ubisoft muss beweisen, dass sie Multiplayer noch können, ohne die Identität der Meuchelmörder zu opfern.
