Ubisoft streicht laut aktuellen Leaks übernatürliche Gameplay-Elemente wie die Katzen-Steuerung aus „Assassin’s Creed Hexe“. Nach dem Führungswechsel hin zu Jean Guesdon soll das Projekt gestrafft werden, um den Release-Zeitraum einzuhalten und eine bodenständigere Richtung einzuschlagen.
Die Neuausrichtung von „Assassin’s Creed Hexe“ unter der Leitung von Jean Guesdon führt offenbar zu massiven Änderungen an den Spielmechaniken. Während das düstere Setting im Deutschland des 16. Jahrhunderts bestehen bleibt, fliegen wohl die „magischen“ Experimente aus dem Code. Prominentestes Opfer: die Fähigkeit, eine Katze direkt zu steuern – ein Feature, das unter dem ehemaligen Director Benoit Richer wohl eine zentrale Rolle spielen sollte.
Dass Richer das Studio zeitgleich mit diesen Streichungen verlässt, spricht Bände über die kreativen Differenzen hinter den Kulissen. Guesdon, der als Veteran der Reihe (Black Flag, Origins) für einen klassischeren, narrativ starken Ansatz steht, scheint das Ruder hart herumzureißen.
Effizienz vor Experimenten
Der Leak von Insider j0nathan legt nahe, dass die Katzen-Mechanik technisch noch weit von der Marktreife entfernt war. Die Entscheidung, solche komplexen, aber für die Kern-Story eventuell zweitrangigen Systeme zu entfernen, hat zwei Seiten:
- Entwicklungs-Speed: Die Teams können sich auf das Polishing der Grundmechaniken konzentrieren.
- Identitätsfrage: Hexe wurde ursprünglich als der „andersartigste“ Teil der Reihe angeteasert. Wenn nun die okkulten Gameplay-Elemente verschwinden, stellt sich die Frage, wie viel von dieser Einzigartigkeit am Ende übrig bleibt.
Si vous voulez une petite info sur les coulisses du jeu (qui pourrait être lié à ce départ), c'est que depuis que Jean Guesdon a été mis à la tête de la franchise Assassin's Creed en février, il a décidé de virer tout ce qui était "magique" dans Hexe. Par exemple, on devait… https://t.co/s9BcALY8aB
— j0nathan (@xj0nathan) April 24, 2026
Wer auf eine spielerische Evolution gehofft hat, die über das klassische Meucheln hinausgeht, muss jetzt tapfer sein. Die Streichung der Tiersteuerung deutet darauf hin, dass wir uns wieder mehr auf Social Stealth und direkte Konfrontationen verlassen müssen, statt magische Gimmicks für die Infiltration zu nutzen. Das „Einzigartige, Dunklere“, das Guesdon verspricht, wird sich also vermutlich eher durch die Atmosphäre und die Erzählweise definieren als durch übernatürliche Tools.
Die Nachricht dämpft den Hype für alle, die sich auf ein echtes „Witchcraft“-Gameplay gefreut haben. Dass Ubisoft nach dem internen Umbau Prioritäten setzt, ist vernünftig, um ein zweites Desaster wie bei vergangenen verschobenen Titeln zu vermeiden. Aber: Wenn Hexe am Ende nur ein „klassisches AC mit dunklen Filtern“ wird, verliert es seinen Status als Hoffnungsträger für echte Innovation innerhalb der Franchise.
Braucht ein Assassin’s Creed im Hexen-Setting überhaupt übernatürliche Mechaniken wie Tiersteuerung, oder wollt ihr lieber knallharten, historischen Realismus ohne Magie-Schnickschnack?