Die Dreharbeiten zur Live-Action-Serie von Assassin’s Creed haben offiziell begonnen. Ubisoft und Netflix siedeln die Handlung im antiken Rom des Jahres 64 n. Chr. an und setzen damit auf ein Szenario, das Fans der Spielereihe bisher nur in Ansätzen (etwa in Assassin’s Creed Origins) zu sehen bekamen.
Nachdem Netflix das Projekt im Juli 2025 grünes Licht gegeben hat, übernimmt mit Roberto Patino (Westworld) und David Wiener (Halo) ein Duo die Leitung, das Erfahrung mit komplexen World-Building-Stoffen mitbringt.
Die Wahl des Jahres 64 n. Chr. ist kein Zufall: Es markiert das Jahr des Großen Brandes von Rom unter Kaiser Nero. Historisch bietet dieser Zeitraum die ideale Bühne für den zentralen Konflikt zwischen Assassinen und Templern, bzw. deren Vorläufern, den Verborgenen und dem Orden der Ältesten.
Das Ensemble: Cast und Charakter-Fokus
Ubisoft hat zeitgleich mit dem Drehstart die Besetzungsliste veröffentlicht. Während konkrete Rollenzuweisungen noch unter Verschluss gehalten werden, stehen die Hauptdarsteller fest:
- Toby Wallace (Babyteeth)
- Lola Petticrew (Say Nothing)
- Claes Bang (The Northman)
- Noomi Rapace (Prometheus)
- Sean Harris (Mission: Impossible)
Die Verpflichtung von Charakterdarstellern wie Claes Bang und Noomi Rapace deutet darauf hin, dass die Serie weniger auf Hochglanz-Action und mehr auf eine düstere, charaktergetriebene Erzählweise setzt. Die Produzenten beschreiben das Projekt als „High-Octane-Thriller“, der sich auf den geheimen Krieg zweier Fraktionen konzentriert, aber auch Themen wie Identität, Glauben und Machtmissbrauch thematisiert.

Warum Rom?
Die Entscheidung für das antike Rom ist kein Zufall. Es ist eines der am stärksten nachgefragten Settings der Community. Technisch gesehen erlaubt dieses Setting den Machern, die für die Serie typischen Parkour-Elemente in einer vertikalen, historisch dichten Umgebung umzusetzen, ohne auf die Limitierungen des ersten Kinofilms von 2016 zurückgreifen zu müssen. Die Serie wird verschiedene Charaktere durch entscheidende historische Ereignisse begleiten, was den episodischen Aufbau von Netflix unterstützt.
Die Wahl der Showrunner, speziell David Wiener, der bereits die Halo-Serie verantwortete, ist nicht ganz unumstritten. Die Produktionsqualität wird hoch sein, aber Puristen sollten mit Abweichungen vom Kanon rechnen. Für Spieler ist entscheidend, dass Ubisoft hier offenbar die Transmedia-Strategie forciert.
Ein Release der Serie ist frühestens 2027 zu erwarten und könnte mit einem neuen Spiel-Ableger oder dem Ausbau der Infinity-Plattform korrespondieren. Das antike Rom als Schauplatz ist zudem ein starkes Indiz dafür, dass Ubisoft die „RPG-Ära“ der Spiele visuell und atmosphärisch als Referenz für die Serie nutzt.