Fast zwei Jahrzehnte und noch lange nicht müde. Assassin’s Creed zeigt, dass nicht jede langjährige Spielreihe in Routine erstarren muss. Alex Hutchinson, Director von Assassin’s Creed 3, sieht die IP als nahezu unerschöpflich. Jeder neue Teil bringt seiner Ansicht nach einen neuen Helden, einen neuen Ort und eine neue Geschichte. Mit diesem Konzept sei Ubisoft praktisch frei, die Serie immer wieder neu zu erfinden.
Ein Franchise ohne Grenzen
Assassin’s Creed startete 2007 als lineares Action-Abenteuer. Heute ist die Reihe ein vollwertiges RPG, das sich deutlich von den ersten Teilen unterscheidet. Hutchinson hebt im Interview mit FRVR hervor, dass genau diese Flexibilität die Marke einzigartig macht. Während andere Serien in festen Formeln gefangen bleiben, erlaubt Ubisoft Assassin’s Creed, ständig neue Wege zu gehen, sei es in Setting, Gameplay oder Storystruktur.
Von einem mittelalterlichen Europa über die Karibik bis zum aktuellen Japan-Setting hat Ubisoft bewiesen, dass fast jede Epoche interessant genug ist, um ein Spiel zu tragen. Der Wechsel von klassischen Action-Passagen zu RPG-Elementen war ein Risiko, das sich gelohnt hat. Hutchinson betont, dass Kreativität und das Vertrauen in die Entwickler entscheidend waren, um die Serie am Leben zu halten.
Neues Genre, neue Möglichkeiten
Die jüngsten Titel wie Assassin’s Creed Mirage in Bagdad oder das japanische Abenteuer zeigen, dass Ubisoft die Marke flexibel interpretiert. Statt sich auf bekannte Mechaniken zu verlassen, wagt man Neues, inklusive unterschiedlicher Kampfstile, offene Welten und personalisierte Progression.
Hutchinson sieht darin das Rezept für eine „Forever-Brand“: ein Franchise, das theoretisch ewig weitergeführt werden könnte, allerdings nur, solange Ubisoft die Zügel in der Hand behält. Das wird sich allerdings erst noch zeigen, nachdem die Marke in ein Tochterunternehmen ausgelagert wurde und Außenstehende nun ein Mitspracherecht haben.
Assassin’s Creed hat somit alle Voraussetzungen, um noch viele Jahre relevant zu bleiben. Neue Charaktere, wechselnde Settings und mutige Genrewechsel halten die Serie frisch. Gleichzeitig darf man nicht vergessen, dass Qualität entscheidend bleibt. Nur weil Ubisoft unendlich Geschichten erzählen könnte, heißt das nicht automatisch, dass jede Geschichte spannend wird. Für Fans bleibt es dennoch aufregend, solange die Ideen stimmen.



