Ballistic Moon ist offiziell Geschichte – Until Dawn-Entwickler wurde abgewickelt

Offizielle Dokumente bestätigen: Das Studio Ballistic Moon wurde aufgelöst. Nach dem Until Dawn Remake folgt das bittere Aus für die Horror-Entwickler.

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Lukas Neumann
Als leidenschaftlicher Gamer und Padawan von Niklas begleitet Lukas Neumann die Entwicklung der PlayStation-Ökosystems bei PlayFront.de. Sein journalistischer Fokus liegt auf der Aufbereitung aktueller Branchenthemen und...

Die Gerüchte der letzten Monate haben sich bewahrheitet. Das Studio hinter dem „Until Dawn Remake“ wurde endgültig aufgelöst. Offizielle Dokumente der britischen Regierung bestätigen jetzt das Aus für die ehemaligen Supermassive-Entwickler.

Ohne große Pressemitteilung oder Abschiedsworte ist es nun amtlich: Die am 3. Februar eingereichten Papiere besiegeln das Schicksal von Ballistic Moon. Was als vielversprechender Neustart für das cineastische Horror-Genre begann, endet in der kompletten Auflösung des Unternehmens. Dass weder die Studioleitung noch der Publisher des Spiels, in dem Fall Sony, ein Sterbenswort darüber verlieren, hinterlässt bei uns in der Community einen bitteren Beigeschmack.

Die Quittung für ein Remake, das niemand rief?

Man muss ehrlich sein: Die Vorzeichen standen von Anfang an schlecht. Das Remake von „Until Dawn“ kämpfte mit einer Identitätskrise. Während die technische Aufwertung der Frostbite-Engine zwar schicke Lichteffekte lieferte, zerstörte die neue Third-Person-Kamera für viele das beklemmende Gefühl der festen Kameraperspektiven aus dem Original. Hinzu kamen technische Stolpersteine zum Launch und ein Preisschild von knapp 60 Euro, das viele von uns abgeschreckt hat.

Der Niedergang kam nicht über Nacht. Schon 2025 häuften sich die Meldungen über massive Entlassungswellen, bei denen erst 40 und dann weitere 20 Mitarbeiter ihre Schreibtische räumen mussten. Dass die Spielerzahlen zeitweise sogar unter denen des gescheiterten Shooters Concord lagen, war das finale Todesurteil. Es ist extrem schade um das Potenzial der ehemaligen Supermassive-Veteranen, die eigentlich genau wissen, wie man Grusel und Butterfly-Effect-Mechaniken verzahnt.

Die Hoffnung auf eine direkte Fortsetzung oder weitere Remaster-Projekte in diesem Stil aus diesem Hause ist vermutlich gestorben. Das Until Dawn-Franchise lebt zwar durch den Kinofilm weiter, aber auf der Konsole hinterlässt die Schließung von Ballistic Moon ein Vakuum im Bereich des High-End-Horrors. Ein Remake allein reicht eben nicht, wenn der Mehrwert für die Spieler nicht klar erkennbar ist.

Glaubt ihr, dass das Until Dawn Remake von Anfang an zum Scheitern verurteilt war, oder lag es schlicht am unglücklichen Release-Zeitpunkt und dem Preis?

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omnigamer
9. März 2026 16:36

Ich fand das Orginal damals nicht so prickelnd (lag eher an mir, als an dem Spiel. Sagen wir mal. War das falsche Spiel zu der Zeit). Habe das vor paar Monaten das REMAKE in PS+ probiert, fand das so geil, dass ich diesem **Genre** verbunden wurde und daraufhin the quarry, Dark Pictures Anthology etc gekauft habe.

Das die zugemacht haben, ist doch unsere Schuld, wir haben es einfach zu wenig gekauft & supportet. Nicht immer ist der böse Publisher Schuld. Aber an der Schliessung von Bluepoint ist Sony hart Schuld und das der H…..S… Hulst nicht gefeuert wurde

Crydog
9. März 2026 18:05
Reply to  omnigamer

Wir sind schuld? Also sorry warum soll ich schuld sein wenn ich mir das spiel nicht gekauft habe weil es meinen ansprüchen nicht gerecht wird. Besseres games Entwicklen dann werden sie auch gekauft

Crydog
10. März 2026 08:55
Reply to  Crydog

Ergänzung:

Wenn es wie Resident Evil wäre, dann wäre das Spiel auch etwas für mich. Aber einfach irgendwo rumlaufen und Entscheidungen treffen und dann einen Film angucken? Was ich damit sagen will, ist, dass das Spiel kaum Interaktionsmöglichkeiten bietet und sehr storylastig ist. Solche Spiele funktionieren nur höchstens ein- bis zweimal. Warum soll ich es noch mal spielen, um eine andere Entscheidung zu treffen? Bei Witcher 3 habe ich zum Beispiel immer wieder dieselbe Entscheidung getroffen, weil diese für mich moralisch richtig war. Wenn man das kombiniert mit kaum Gameplay und in Relation setzt, dass die Entwicklung teuer gewesen sein muss, und dann auch noch ein Remake von einem Spiel, das keine zehn Jahre alt war, dann war das absehbar, dass es floppt, und natürlich der hohe Preis.

Last edited 1 Monat zuvor by Crydog
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