Trotz Bugs, Balance-Diskussionen und reichlich Community-Kritik seit dem Launch ist Battlefield 6 für Electronic Arts ein finanzieller Volltreffer. Wie aus vorläufigen Geschäftszahlen für das Quartal bis zum 31. Dezember 2025 hervorgeht, legte der Publisher im Jahresvergleich um satte 38 Prozent zu. Die vorläufigen Verkäufe beliefen sich auf rund 3 Milliarden US-Dollar, der Umsatz auf 1,9 Milliarden.
Diese Zahlen meldete EA laut Variety und sie zeigen, dass Battlefield 6 den Löwenanteil der sogenannten Net Bookings trägt. Zwar konnten auch Apex Legends und EA Sports FC zulegen, doch der Shooter ist klar der Haupttreiber.
Battlefield 6 als Umsatzanker, nicht als Problemfall
EA Sports FC wuchs laut Publisher im hohen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr, getrieben durch Ultimate Team und FC Mobile. Apex Legends wiederum verzeichnete ein zweistelliges Plus, das EA auf „innovative neue Features und Events“ zurückführt, eine Formulierung, die man aus Redwood Shores bekanntlich gern verwendet, wenn der Battle Pass wieder etwas glänzender ausfällt als zuvor.
Der eigentliche Star bleibt aber Battlefield 6. Mehr als sieben Millionen verkaufte Einheiten innerhalb von drei Tagen reichten, um den Titel zum meistverkauften Shooter des vergangenen Jahres zu machen. Noch beeindruckender ist dies aus Publishersicht. Die Spielerbindung erreichte laut EA neue Höchststände.
Dass diese Zahlen trotz technischer Startprobleme erzielt wurden, spricht weniger für einen perfekten Zustand des Spiels als für die anhaltende Strahlkraft der Marke, und für eine Community, die offensichtlich bereit ist, auch unfertige Produkte erst einmal mitzunehmen.
Erfolg mit Fußnoten
Ganz ohne Einordnung geht das nicht: Der starke Start von Battlefield 6 ändert nichts daran, dass EA nach wie vor mit dem Vertrauensverlust vieler Core-Spieler kämpft. Monetarisierung, Live-Service-Abhängigkeit und Balance-Patches im Wochenrhythmus sind kein Qualitätsmerkmal, sondern inzwischen Branchenstandard. Der finanzielle Erfolg ist real, die langfristige Stabilität der Spielerbasis muss sich erst noch beweisen.
Spannend wird es auch abseits der Verkaufszahlen. Nach der angekündigten Übernahme von EA durch Affinity Partners, den saudischen Public Investment Fund und Silver Lake wird es keine klassische Quartalskonferenz geben. Der EA-Vorstand hat dem 55-Milliarden-Dollar-Deal bereits zugestimmt, der zwischen April und Juni abgeschlossen werden soll.
Allerdings haben US-Kongressabgeordnete die Federal Trade Commission gebeten, die Übernahme zu prüfen. Ob das den Deal verzögert oder ernsthaft gefährdet, ist offen. Battlefield 6 liefert EA aktuell Rückenwind – politisch und regulatorisch könnte der Gegenwind noch folgen.


Kann mich gerade nicht an einen holprigen start erinnern.
Ich habe es seit release und das lief von Anfang an auf der PS5 sehr gut.
Es hatte nur lange gedauert bis der season pass freigeschaltet war.