Die Wartezeit auf ein neues BioShock fühlt sich inzwischen fast wie ein eigener dystopischer Zustand an. Mehr als zehn Jahre nach dem letzten Serienteil ist die Faszination ungebrochen, und genau deshalb sorgt jedes noch so kleine Signal aus der Entwicklung für Aufsehen. Jetzt deutet ein Interview darauf hin, dass BioShock 4 zumindest zeitweise eine weibliche Protagonistin hatte.
Ein Projekt voller Richtungswechsel
Dass BioShock seit 2019 bei Cloud Chamber entsteht, ist bekannt. Doch wirklich greifbare Informationen fehlen bis heute: kein Trailer, kein offizieller Titel, nicht einmal ein Teaser-Bild. Stattdessen hört man hinter den Kulissen immer wieder von strukturellen Änderungen und Verzögerungen, zuletzt sogar von einer Verschiebung in Richtung 2027 oder später. Für ein Projekt dieser Größe sind Iterationen normal, aber offenbar gab es deutlich mehr Umbauten, als Fans erwartet hätten.
Zu diesen Umbauten passt eine Aussage der Schauspielerin Adriyan Rae, die in einem Interview beiläufig erwähnte, an einem Spiel mit Telekinesekräften gearbeitet zu haben. Ihr damaliger Arbeitgeber lag in San Francisco, direkt in der Nähe von Cloud Chamber. Auf Nachfrage konnte oder wollte sie nicht bestätigen, dass es wirklich BioShock 4 war – NDAs lassen an dieser Stelle wenig Spielraum. Dennoch decken sich ihre Beschreibungen mit dem, was die Reihe seit jeher auszeichnet: übernatürliche Fähigkeiten, physische Interaktion mit der Umgebung und ein klarer erzählerischer Fokus.
Eine weibliche Hauptfigur – Möglichkeit oder Missverständnis?
Rae deutete an, dass ihre Rolle eventuell die Hauptfigur gewesen sein könnte. Sollte das stimmen, hätte BioShock erstmals eine weibliche Protagonistin, abgesehen von der spielbaren Elizabeth im Burial-at-Sea-DLC. Möglich ist allerdings auch ein späterer Kurswechsel, etwa durch Umschreiben des Plots oder einen internen Neustart des Projekts.
Es wäre nicht untypisch, dass eine Figur im frühen Stadium neu besetzt oder gestrichen wird, bevor ein Spiel ein stabiles Konzept erreicht. Gerade bei einem Franchise wie BioShock, das sich stark über Atmosphäre, Identität und thematische Schwerpunkte definiert, können solche Entscheidungen enorme Auswirkungen auf das gesamte Projekt haben.
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Wann erfahren wir mehr?
Doch die Tatsache, dass Schauspieler offenbar schon vor Jahren an Rollen für das Projekt gearbeitet haben, zeigt: Der nächste Schritt der Reihe nimmt konkrete Formen an, auch wenn vieles wieder verworfen wurde. Die zentrale Frage lautet nun: Setzt BioShock 4 auf eine frische Perspektive – vielleicht sogar weiblich – oder orientiert es sich stärker an den bisherigen Strukturen?
Mit Blick auf die langen Entwicklungsphasen wirkt ein Reveal in naher Zukunft unwahrscheinlich. Trotzdem: Wenn ein Franchise auch nach über einem Jahrzehnt ohne neues Spiel so viel Gesprächsstoff liefert, ist das ein gutes Zeichen für seine Strahlkraft.


als wäre es ein wunder, wenn man in einem neuen modernen spiel heutzutage miteinmal einen weiblichen hauptcharakter hat und als wäre es ein wunder, wenn dieser charakter dann wieder mehr männliche merkmale als weibliche besitzt.
ist doch immer das selbe. ich war schon positiv überrascht, wie hübsch lara croft im neuen tom raider (remake) aussieht. das kennt man ja gar nicht mehr
Klar, warum sollte man auf Bewährtes setzen, um die Fans glücklich zu machen? O Mann…