BioShock 4 lebt, aber der Weg dorthin bleibt steinig

BioShock 4 ist laut Take-Two weiter in Entwicklung. Trotz Studio-Turbulenzen bleibt das Projekt am Leben – ein Hoffnungsschimmer für Fans der Reihe.

Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Es gibt endlich wieder ein Lebenszeichen von BioShock 4, und das ist zugleich erfreulich und ernüchternd. Take-Two hat in seinem aktuellen Finanzbericht bestätigt, dass das nächste Spiel der legendären Reihe weiterhin aktiv in Entwicklung ist. Nach Monaten voller Unklarheiten, Studio-Umbauten und Entlassungen ist das immerhin ein klares Signal, dass BioShock noch nicht tot ist.

Doch wer sich jetzt auf baldige Infos oder gar einen Release freut, sollte die Erwartungen bremsen. Zwischen ambitionierten Zielen und realistischen Fortschritten liegt beim Studio Cloud Chamber aktuell ein tiefer Graben.

Zwischen Hoffnung und Chaos

Im August dieses Jahres hatte es beim Entwickler massive Umstrukturierungen und Entlassungen gegeben. Sogar der frühere Diablo-Verantwortliche übernahm daraufhin die Leitung, ein ungewöhnlicher Schritt, der zeigt, wie ernst es um die interne Stabilität stand. Gleichzeitig wurde das geplante Remake von BioShock 1 komplett gestrichen, angeblich wegen Ressourcenproblemen und Führungschaos.

Für Fans sah das nach einem Totalschaden aus. Und offen gesagt, viel spricht dafür, dass BioShock 4 intern deutlich länger in der Schwebe hing, als man öffentlich zugeben will. Immerhin kursierten schon Gerüchte, dass das Projekt stillschweigend beerdigt wurde.

Take-Two hat diese Spekulationen nun zwar entkräftet, aber man muss kein Brancheninsider sein, um zu erkennen: Hier läuft nicht alles rund.

Unreal Engine 5 und Next-Gen-Zukunft

Offiziell ist nur, dass BioShock 4 auf Basis der Unreal Engine 5 entsteht und noch Jahre entfernt sein wird. Im aktuellen Veröffentlichungsplan von Take-Two taucht das Spiel vor 2029 nicht auf, was stark darauf hindeutet, dass es als Next-Gen-Titel für PS6 und Xbox Next geplant ist.

Bis dahin bleibt unklar, wie viel vom ursprünglichen Konzept überhaupt noch übrig ist. Wird das Spiel wieder in einer Unterwasserwelt wie Rapture spielen? Oder wagt man den Schritt in eine völlig neue Richtung? Nichts davon ist bestätigt, und Cloud Chamber hält sich seit Jahren mit konkreten Details zurück.

Dass BioShock 4 noch lebt, ist ohne Frage eine gute Nachricht. Aber von „gesund“ kann keine Rede sein. Das Projekt hat bereits mehr Wechsel, Rückschläge und Kurskorrekturen hinter sich als die meisten Serien in ihrer gesamten Laufzeit.

Take-Two mag das Feuer am Lodern halten, doch bis daraus wieder eine echte Flamme wird, dürfte es noch lange dauern. Wer also auf die Rückkehr dieser ikonischen Reihe hofft, braucht vor allem eines: Geduld – und ein bisschen Vertrauen, dass Cloud Chamber irgendwann wieder Stabilität findet.

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