„Es wird erscheinen.“ Mit diesen drei Worten will Take-Two-CEO Strauss Zelnick die Zweifel an BioShock 4 zerstreuen. Zweifel, die sich nach fast zehn Jahren Entwicklungszeit und mehreren Neustarts fast schon eingebrannt haben. Doch während Zelnick Zuversicht ausstrahlt, bleibt die Frage: Wie lange müssen wir wirklich noch warten?
Zwischen Hoffnung und Baustelle
BioShock 4 hat eine bewegte Vergangenheit. Seit dem letzten Teil, BioShock Infinite (2013), wechseln Studios, Kreativdirektoren und angeblich auch komplette Story-Ansätze. Das aktuelle Entwicklerteam Cloud Chamber steht dabei unter besonderem Druck. Es muss nicht nur die DNA eines der einflussreichsten Shooter-Franchises bewahren, sondern zugleich den Sprung ins Heute schaffen, ohne Ken Levine, den kreativen Kopf der ersten Teile.
Laut Berichten wurden zuletzt Teile der Handlung überarbeitet, nachdem interne Tests nicht den Erwartungen entsprachen. Hinzu kommt eine Neuausrichtung der Arbeitsweise, die bei Mitarbeitern Sorgen vor möglichen Entlassungen auslöst. Für Fans heißt das vor allem eines: Weiter abwarten.
Zelnick macht keinen Hehl daraus, dass BioShock 4 alles andere als glatt durch die Entwicklung segelt. Gleichzeitig stellt er klar, warum Take-Two nicht einfach „irgendwas“ veröffentlicht: „Gut ist das neue schlecht, großartig ist das neue großartig. Unser Ziel ist es, alles außergewöhnlich zu machen.“
Er betont, dass lange Entwicklungszeiten nicht zwangsläufig ein schlechtes Zeichen sind. Vielmehr spiegele sich darin die gestiegenen Ansprüche der Spieler, und das Risiko, dass mittelmäßige Titel heute schneller scheitern. Beispiele wie Sonys Concord oder Microsofts gestrichenes Everwild zeigen, wie riskant langwierige Projekte sein können, wenn sie nicht zünden.
Wann wird es wirklich soweit sein?
Einen offiziellen Zeitplan gibt es nicht. Zelnicks Zusicherung, dass BioShock 4 definitiv erscheinen wird, ist für Fans immerhin ein Lichtblick – wenn auch ohne Datum. Die Tatsache, dass die Story noch in Überarbeitung ist, deutet darauf hin, dass wir eher in Jahren als in Monaten denken müssen. Geduld und Hoffnung sind derzeit alles, woran sich Fans klammern können – und die Hoffnung, dass diese Zeit genutzt wird, um das nächste BioShock nicht nur würdig, sondern wegweisend zu machen.
Frage an euch: Lieber noch länger warten und dafür ein Meisterwerk bekommen oder sollte Take-Two langsam liefern, bevor die Marke an Relevanz verliert?

