Electronic Arts wurde für 55 Milliarden Dollar von Saudi-Arabiens Public Investment Fund, der Private-Equity-Firma Silver Lake und Jared Kushners Affinity Partners übernommen. Offiziell spricht EA-CEO Andrew Wilson von einer „neuen Ära der Chancen“, versichert, dass die Mission und Werte von EA unverändert bleiben.
Für Spieler und Fans bedeutet dies jedoch Unsicherheit: Werden die kreativen Studios weiterhin die Freiheit haben, Geschichten abseits der Masse zu erzählen, oder steht ein starker Fokus auf sicheren Cashcows bevor?
Ex-BioWare-Autor schlägt Alarm
Trick Weekes, ehemaliger Autor bei BioWare, äußert deutliche Bedenken. In einem Beitrag auf Bluesky warnte er, dass BioWare unter den neuen Eigentümern stark unter Druck geraten könnte. Weekes befürchtet, dass queere Inhalte und politische Themen künftig kaum noch Platz haben werden. Stattdessen sollen Shooter, Sportspiele und Franchises im Vordergrund stehen.
Buyers: So your games… guns and football, yes?EA: Mmhmm, mmhmm, mostly guns and football, yep.Buyers: No gay stuff? No politics we're not going to like?EA: Haha, definitely not! Hey, could you give me one sec? I just need to shut down a studio real quick.kotaku.com/report-saudi…
— Trick Weekes (@trickweekes.bsky.social) 2025-09-26T19:55:56.852Z
Ein Studio in der Zwickmühle
BioWare kämpft ohnehin schon mit gemischtem Feedback: Mass Effect Andromeda, Anthem und zuletzt Dragon Age: The Veilguard konnten nicht alle Fans überzeugen. Dass nun auch die Ausrichtung auf queere Inhalte als problematisch gesehen wird, verschärft die Unsicherheit. Obwohl ein neues Mass Effect in Arbeit ist, dürfte es noch Jahre dauern, bis es erscheint, und die Frage bleibt, wie viel kreative Freiheit BioWare bis dahin tatsächlich noch haben wird.
Die EA-Übernahme markiert einen potenziell radikalen Einschnitt für BioWare. Weekes’ Warnungen zeigen, dass die Prioritäten unter den neuen Eigentümern klar gesetzt werden könnten: sichere Spiele mit hohen Gewinnen statt riskanter, innovativer RPGs. Spieler sollten genau hinschauen, welche Geschichten BioWare künftig erzählen darf, und welche wohl endgültig der Rendite geopfert werden.

Alles dreht sich nur noch darum.
Dragon Age habe ich kurz gespielt und dann wieder deinstalliert. Ja, die Entwickler haben mein Geld erhalten. Das war’s für mich aber auch. Chance ordentlich vergeigt. Werde keine Spiele mehr von denen kaufen. Wenn man der Meinung, dass man einen Großteil der Spieler für eine Minderheit vernachlässigt, dann Bitteschön.
Wow welch Schufte….die neuen Eigentümer wollen Gewinn machen und geisteskranken/kunden-verschreckenden Inhalt unterbinden……Ich bete dafür, dass der kulturelle Wandel in der Spieleindustrie Einzug hält.
Steam hat reagiert. Ich habe beim aktuellen Sale tatsächlich fast nur relevante Titel angezeigt bekommen, anstatt die übliche Flut an diletantischen Seltsamkeiten mit „Message“.
Ich hoffe aber, dass es dann nicht in die andere Richtung kippt und man anfängt Außenseiter zu bekämpfen. Es reicht wenn man Kultur, Medien und Politik nicht zum konpletten Irrenhaus macht und gesunde Grenzen setzt.
Während bei anderen Spielen man die große und die Form der Brust verändert kann bspw. Conan Exiles, so wird es in zukünftigen BioWare spielen möglich sein die Stufe der Verhüllung beim weiblichen Hauptprotagonisten zu verändern. Von moderat bis nur noch kaum die Augen sichtbar sind. Und es wird einen Regler geben ob die Frau frei reden kann oder nur mit Erlaubnis des Mannes. Und falls sich diese Frau im Laufe der Geschichte in eine andere Frau verlieben sollte so kann man das epische Ende der Geschichte samt Steinigung miterleben.
Dieses Szenario ist ( hoffentlich) überspitzt dargestellt, aber es wird sehr wahrscheinlich in diese Richtung gehen.
Dass queere Inhalte aus Bioware-Spielen verschwinden wäre tatsächlich eine gute Sache! Wir brauchen kein hen Bürgermeistere ^^
In den 90er bestanden „queere Inhalte“ zumeist aus empathischen Filmen, die zwischenmenschliche Geschichten erzählten.
Heute weiß ich gar nicht mehr was mit „queer“ eigentlich gemeint sein soll. Ein pokultureller Trend? Eine Geheim-Religion? Nihilismus in Regenbogen-Farben?
Insofern kann diese Art von „queer“ – die niedlich verpackte Boshaftigkeit, der glorifizierte Diletantismus, der Hang zur Verzerrung und Enstellung, der zähnefletschende Aktivismus, der subversive Kulturkampf, die institutionalisierte Pseudo-Gegenkultur – gerne weg.
Und wenn ich das richtig beobachte, wäre das durchaus auch im Sinne von Menschen mit alternativen Lebensentwürfen, denen dieser Zirkus irgendwann eh mehr geschadet als genutzt hat.
Super dann wird das Nächste Mass Effect ja hoffentlich ein Hit bin gespannt.
Klasse, dann kann endlich wieder ein gutes Dragon Age kommen.
Da freu ich mich drauf.
Dragon Age Origins hatte bereits queere Themen, tut mir leid dir das sagen zu müssen.
Ja hatte es. Aber es wurde einem nicht ständig belehrend ins Gesicht gedrückt.
„Queere Themen“. Es waren bisexuelle Charaktere. Das war nicht das Zentrum des Spiels, so wie das über alle Maßen unangenehne Gespräch mit Taash und seiner Mutter. Durch die Übernahme besteht wieder Hoffnung auf Gute Spiele.