Black Friday: PlayStation Portal wird zum Geheimtipp, aber nicht wegen des Rabatts

Niklas Bender
Niklas Bender ist Editor-in-Chief bei PlayFront.de und Spezialist für kritische Spieleanalysen und Meinungsformate. Seit 2023 prägt er die redaktionelle Kante des Magazins mit pointierten Kommentaren und...

PlayStation Portal bekommt pünktlich zum Black Friday einen Preisnachlass von etwa 20 Euro – nett, aber nicht der eigentliche Grund, warum der Handheld plötzlich überall wieder auftaucht. Entscheidend ist das jüngste Firmware-Update 6.0.0, das echtes Cloud-Gaming für deine eigenen PS5-Titel freischaltet. Damit wird aus dem lange belächelten Remote-Play-Gerät ein fast unverzichtbares Gaming-Gadget für PlayStation-Fans.

Cloud-Streaming: Das Feature, das Portal immer gebraucht hat

Mit dem Update taucht in der Startansicht ein neuer Menüpunkt für Cloud-Streaming auf. Dort können Spieler ihre digitale Bibliothek durchsuchen und PS5-Titel ohne aktive Konsole starten, vorausgesetzt, ein PlayStation-Plus-Premium-Abo ist vorhanden.

In unseren Eindrücken liefen aktuelle Titel überwiegend stabil: 1080p-Streaming mit rund 20–35 ms Latenz, kein Paketverlust, schnelle Menüreaktionen. Für Story-Spiele reicht das vollkommen, kompetitive Multiplayer-Titel bleiben weiter auf Konsolen- oder PC-Niveau besser aufgehoben.

Technisch ist das noch einmal ein deutlicher Sprung gegenüber der Beta-Version. Das Interface reagiert schneller, die Serversuche ist zuverlässiger und Ladezeiten wurden sichtbar reduziert. Sony kommuniziert über 2.800 unterstützte Spiele, wobei viele große Blockbuster derzeit noch fehlen – realistisch, aber weniger spektakulär als die Marketingzahl vermuten lässt.

Kleine Verbesserungen, große Wirkung

Neben Cloud-Gaming lieferte das Update 6.0.0 eine Reihe praktischer Ergänzungen:

  • 3D-Audio für Pulse Elite und Explorer Earbuds
  • Passcode-Lock, damit das Gerät unterwegs geschützt bleibt
  • Verbesserte Accessibility-Optionen wie Textskalierung und Screen Reader

Für ein Gerät, das lange wie ein halbfertiges Experiment wirkte, ist das eine spürbare Reifeprüfung.

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Echter Black Friday-Tipp, weil PlayStation Portal endlich „fertig“ wirkt

In Kombination aus besserem Streaming, schlankerem Interface und der Möglichkeit, PS5-Spiele ohne eingeschaltete Konsole zu nutzen, rückt PlayStation Portal näher an das, was Sony ursprünglich beworben hat: ein unkomplizierter Handheld für die eigene PlayStation-Bibliothek.

Natürlich bleiben Einschränkungen bestehen: kein Bluetooth, weiterhin nur PlayStation-Link-Kopfhörer, kein Offline-Modus. Doch wer primär Story-Spiele spielt und ein gutes WLAN besitzt, bekommt jetzt ein Gerät, das seinen Preis deutlich besser rechtfertigt als noch vor einem Jahr.

Der leichte Black-Friday-Rabatt macht PlayStation Portal zwar günstiger, aber erst zusammen mit dem neuen Cloud-Gaming-Update entsteht ein echtes Argument, um in diesem Jahr zuzugreifen. Der Handheld ist damit ein durchdachtes Gesamtpaket: weniger Nischenprodukt, mehr flexibles Streaming-Gerät, das endlich liefert, was Sony zum Start in Aussicht gestellt hatte.

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ttplatti
1 Monat zuvor

Das so viele Titel fehlen liegt nur daran das die Spiele Entwickler zu faul sind das Spiel dafür anzubieten. Das gleiche wie mit denn Trophy Game Heloer was auch nicht jeder nutzt. Ist leider ziemlich schade wenn man so ein tolles Gimmick dich hat.

Crydog
2 Monate zuvor

Ja ich finde das ding muss Bluetooth haben und habe gemerkt das ich persönlich mindestes 2 rücktasten brauche nicht weil ich sie in jedem spiel einsetzten würde aber ich habe mich daran so gewöhnt das es mit negativ auffällt wenn keine vorhanden sind besonders wenn ich von meinen umgebauten dualsense oder von ally zu portal wechsele,würde sogar behaupten das es die Ergonomie besser macht. Was das streaming angeht da könnte man auch noch einiges verbessern (preise lasse ich jetzt mal aussen vor) z.b erstellen von play Listen,ist zwar schön das man seine eigene (fast alle) gekauften spiele spielen kann aber warum kann man es nicht nach eigenen Wünschen eine Liste von spiele erstellen die man auch wirklich spielen will? Erschließt sich einem nicht das kriegen auch andere Apps hin z.b musik. Und wenn das gerät schon als eigenständiges gerät vermarktet werden soll dann muss die psn konto Abwicklung auch über das gerät selbst möglich sein und keine Weiterleitung zu ps app auf den Smartphone. Es geht nicht darum das heutzutage jeder ein Smartphone hat,sondern das gerät sich wirklich wie ein eigenständiges gerät einfühlen soll und nicht wie ein Zubehör

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