Game Science hat kürzlich ein massives Update für Black Myth: Wukong veröffentlicht, rund 93 GB groß, mit dem Ziel, die Performance auf der PS5 zu verbessern. Das Ergebnis sind stabilere Bildraten, aber auch ein klar sichtbarer Grafik-Downgrade. Laut Digital Foundry wurde die Lumen-Beleuchtung im neuen Performance-Modus abgeschwächt oder komplett entfernt, genau das Feature, das dem Spiel ursprünglich seinen einzigartigen Look verliehen hat.
Das Update trägt die Versionsnummer 1.0.20.21756 und soll laut Entwickler die Eingabeverzögerung reduzieren und die Stabilität erhöhen. In der Praxis wirkt das aber wie ein Tauschgeschäft: mehr Reaktionsgeschwindigkeit gegen weniger Atmosphäre.
PS5-Version jetzt auf Xbox-Niveau
Digital Foundry beschreibt, dass die PS5-Version nach dem Patch „nahezu identisch“ mit der Xbox-Fassung aussieht. Das betrifft vor allem indirektes Licht, Schatten und die allgemeine Bildtiefe. Der Verlust der globalen Lumen-Beleuchtung führt dazu, dass die Spielwelt flacher und weniger lebendig wirkt, ein herber Rückschritt für ein Spiel, das gerade durch seine visuelle Pracht auffiel.
Immerhin bietet Game Science auf der PS5 weiterhin den Legacy Performance Mode an, der das alte Beleuchtungssystem beibehält, aber auf Kosten von etwas mehr Input-Lag und geringerer interner Auflösung. Damit können Spieler immerhin wählen, ob sie lieber flüssiger oder schöner spielen möchten.
Auf der Xbox Series X bleibt dagegen alles beim Alten. Die Konsole bietet keinen alternativen Modus, sondern läuft weiterhin mit der abgespeckten Beleuchtung.
Verbesserte Technik, kaum messbare Gewinne
Die versprochenen Performance-Verbesserungen halten sich in Grenzen. Digital Foundry misst gerade einmal ein bis zwei FPS mehr in bestimmten Szenen. Die Ladezeiten sind minimal kürzer, also kaum der Rede wert. Technisch wirkt der Patch daher weniger wie ein großer Sprung nach vorn, eher wie ein Kompromiss, um die Engine stabiler und gleichmäßiger über alle Plattformen hinweg zu bekommen.
Der 100-GB-Patch für Black Myth: Wukong zeigt exemplarisch, wie schwierig es ist, Performance und Grafikqualität unter einen Hut zu bringen. Die PS5-Fassung läuft jetzt zwar runder, verliert aber das, was sie visuell besonders machte. Für Spieler, die Wert auf die ursprüngliche Ästhetik legen, bleibt nur der Griff zum Legacy-Modus.
Technisch nachvollziehbar, ästhetisch schade. Wenn Stabilität bedeutet, die Seele des Spiels einzubüßen, ist das kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt mit Patchnotes.

