Das polnische Studio Bloober Team stellt seine Führungsebene neu auf, um zeitgleich zwei große Eigenproduktionen sowie fünf Co-Produktionen zu realisieren, ohne dabei auf riskantes Massenwachstum zu setzen.
Bloober Team entwickelt aktuell sieben Horror-Projekte parallel, wobei der Fokus auf zwei internen First-Party-Titeln liegt, um finanzielle Klumpenrisiken einzelner Releases zu minimieren. Mit der Ernennung von Thaine Lyman (Studio Head), Katya Baukova (Business Development) und Michał Gembicki (Publishing) holt sich das Studio Veteranen von Activision, CD Projekt und Techland ins Haus, um die Transformation vom Nischen-Entwickler zum stabilen Genre-Schwergewicht abzuschließen.
Risiko-Management statt Hype
Nach dem Erfolg des „Silent Hill 2 Remakes“ verlässt Bloober Team das Modell der sequenziellen Entwicklung. Laut CEO Piotr Babieno ist die Arbeit an mindestens zwei großen Projekten eine notwendige Absicherung im volatilen Spielemarkt. Mehr als zwei große Eigenproduktionen schließt er jedoch aus, um die Qualitätskontrolle und die kreative Aufsicht nicht zu gefährden.
- Interne Projekte: Zwei Teams arbeiten an Singleplayer-Horror-Erfahrungen mit Fokus auf „Premium Execution“ – darunter ein Titel für Nintendo-Plattformen und ein Projekt der Cronos: New Dawn-Macher.
- Co-Produktionen: Unter dem Label Broken Mirror Games befinden sich fünf weitere Titel in Arbeit, darunter das bereits bestätigte Layers of Fear 3.
Während die Spieleindustrie seit 2023 von massiven Entlassungswellen geprägt ist, positioniert sich Bloober Team explizit gegen rücksichtslose Expansion. Mit fast 270 Mitarbeitern setzt das Studio auf personelle Stabilität und finanzielle Disziplin. Babieno betont gegenüber GamesIndusty, dass man Probleme nicht durch Entlassungen lösen wolle, die aus einem zu schnellen Wachstum resultieren. Dieser Fokus auf Seniorität und langjährige Zusammenarbeit soll die kreative Identität des polnischen Standorts sichern.
Vom „Walking Sim“ zum Action-Horror
Die personelle Verstärkung durch Lyman (Wargaming/Activision) und Gembicki deutet darauf hin, dass Bloober Team seine Publishing-Kompetenz massiv ausbauen will. Technisch und spielmechanisch markiert diese Phase den endgültigen Bruch mit den reinen „Walking Simulators“ der Anfangstage (Layers of Fear 2016). Die Neuausrichtung zielt auf komplexe Gameplay-Systeme ab, wie sie bereits im „Silent Hill 2 Remake“ angedeutet wurden.
finde ich gut. sollen sich zeit nehmen und beim gewohnten qualitäts-niveau bleiben. bisher fand ich alle bloober spiele gut bis super und das kann ich nicht über viele entwickler sagen.
sie steigern sich halt auch permanent und wagen sich an neues…. meiner meinung nach einige der vielversprechendsten entwickler in der momentanen gaming-landschaft.
trotz dem ganzen h8te haben sie gezeigt, dass sie die richtigen für das silent hill 2 remake waren und auch cronos fand ich super.
the medium liebe ich ebenso und layers of fear ist mit jedem teil besser geworden.
blair witch war richtige stimmungsvoll und wie ein blair witch (indie) film
observer war der hammer und eins der schönsten cyberpunk spiele
bloober sind super <3