Sony Pictures bringt den PlayStation-Klassiker „Bloodborne“ als Animationsfilm für Erwachsene auf die Leinwand und setzt dabei auf die düstere Brutalität der Vorlage. Durch die Zusammenarbeit mit PlayStation Productions und Lyrical Animation soll der Kern des „Soulsborne“-Gefühls ohne Kompromisse bei der Altersfreigabe erhalten bleiben.
Diese Entscheidung markiert einen strategischen Wendepunkt: Statt einer potenziell weichgespülten Live-Action-Adaption nutzt man die Freiheiten der Animation, um die albtraumhaften Kreaturen von FromSoftware ohne Budget-Einschränkungen bei den Effekten zum Leben zu erwecken.
Warum Animation die richtige Wahl ist
Die Ankündigung von Sanford Panitch (Sony Pictures) auf der CinemaCon, dass der Film dem „blutigen Geist“ von Bloodborne treu bleiben wird, ist ein direktes Signal an die Fans. In der Vergangenheit scheiterten Videospielverfilmungen oft daran, die Ästhetik und das Worldbuilding in die Realität zu übertragen. Animation erlaubt es, das groteske Artdesign der Bosse und die viktorianisch-gotische Architektur Yharnams eins zu eins aus dem Spiel zu übernehmen, ohne dass Schauspieler vor Greenscreens deplatziert wirken.
Besonders spannend ist die Beteiligung von Seán McLoughlin, bekannt als Jacksepticeye, als Co-Produzent. Dass Sony einen profilierten Creator und bekennenden Fan des Spiels ins Boot holt, deutet darauf hin, dass man die „Lore-Community“ ernst nimmt. McLoughlin kennt die mechanische Frustration und den narrativen Tiefgang von „Bloodborne“ besser als klassische Hollywood-Produzenten. Das könnte sicherstellen, dass der Film nicht nur eine oberflächliche Monsterjagd wird, sondern die kryptische Erzählweise des Spiels respektiert.
Sony baut das Gaming-Universum aus
Nach dem Erfolg von Projekten wie „The Last of Us“ und den Ankündigungen zu Zelda und Helldivers ist Bloodborne der nächste logische Schritt. Dass man sich hier für ein R-Rating entscheidet, zeigt, dass Sony verstanden hat: Ein massentaugliches „PG-13“-Bloodborne würde die Kernzielgruppe sofort entfremden.
Die Wahl des Mediums und die explizite Einstufung für Erwachsene sind die besten Voraussetzungen, die ein Fan sich wünschen kann. Trotzdem bleibt die Herausforderung groß, die einsame, mechanikgetriebene Erfahrung eines FromSoftware-Spiels in eine lineare Filmhandlung zu übersetzen. Die Beteiligung eines echten Fans in der Produktion ist jedoch ein starkes Argument für die Qualität.
Glaubst du, dass eine lineare Filmhandlung der kryptischen Lore von Bloodborne gerecht werden kann, oder geht das „Souls-Gefühl“ ohne das eigene Entdecken verloren?
Also langsam trollt sonys die bloodborn fans