Bloodborne-Remake abgelehnt: Warum Sony Bluepoint trotz Pitch dichtmachte

Bluepoint schlug Sony vor der Schließung ein Bloodborne-Remake vor. Warum FromSoftware blockte – und weshalb das Studio trotzdem dichtmacht.

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Mark Tomson
Als Inhaber und Managing Director von PlayFront.de prägt Mark Tomson die Vision einer unabhängigen Berichterstattung über die Welt von PlayStation. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt auf technischen...

Sony macht Bluepoint Games dicht – und ein aktueller Bloomberg-Bericht von Jason Schreier legt jetzt offen, wie viel Potenzial das Management dabei verheizt hat. Laut Insidern lag vor der Schließung ein fertiger Pitch für ein Bloodborne-Remake auf dem Tisch. Doch statt dem Remake-König grünes Licht zu geben, ließ Sony das Studio lieber gegen die Wand fahren. 70 Entwickler stehen jetzt auf der Straße.

Technisch ist dieses Veto ein Schlag ins Gesicht für jeden PlayStation-Fan. Bluepoint hat mit dem Demon’s Souls-Remake 2020 die Messlatte für die PS5-Hardware gelegt. Wer das Original von Bloodborne auf der PS4 kennt, weiß: Die 30-FPS-Ruckelpartie und das miserable Frame-Pacing schreien seit Jahren nach einer technischen Heilung. In einem Spiel, bei dem Millisekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden, sind stabile 60 FPS kein Bonus, sondern eine Notwendigkeit.

FromSoftware blockte die Neuauflage

Obwohl Sony die Markenrechte besitzt, respektierte man Miyazaki-sans Weigerung, die IP in fremde Hände zu geben. Das Ergebnis? Die technisch sinnvollste Option für Bluepoint wurde begraben, um den Haussegen mit FromSoftware nicht zu gefährden. Sony ist somit nicht allein schuld.

Stattdessen verheizten sie das Team in der Live-Service-Hölle. Der Bericht macht klar: Bluepoint sollte ein Multiplayer-Projekt im God of War-Universum stemmen. Ein Team aus Grafik-Göttern und Engine-Spezialisten wurde gezwungen, Netcode und Monetarisierung zu lernen. Das Projekt scheiterte Anfang 2025 krachend. Es war ein strategischer Pfusch, bei dem eine Präzisionsfräse benutzt wurde, um einen Garten umzugraben.

Nach dem Live-Service-Aus gab es für Bluepoint kein Zurück mehr. Weder ein neues Shadow of the Colossus-Update noch andere Pitches bekamen das Go. Sony zog am 19. Februar den Stecker, weil man keine Verwendung mehr für ein Studio hatte, das „nur“ perfekte Remakes bauen kann.

Das Ende von Bluepoint ist ein Armutszeugnis für Sonys Studio-Management. Man hat technisches Weltklasse-Know-how geopfert, weil man sich bei Live-Service-Wetten verzockt hat. Für uns heißt das: Bloodborne bleibt auf der PS4 gefangen, während Sony seine technische Speerspitze einfach wegwirft.

Ein technisches Desaster mit Ansage.

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Crydog
1. März 2026 02:50

Ich finde es lustig das Jason immer mit seinen Informationen rausrückt wenn sony Gefahr steht im schlechten Licht dazustehen. Wenn er das virher gewusst hat wie es abgelaufen ist warum macht er den artikel nicht vorher veröffentlichet? Es ist auch interessant woher er auf einmal diese Infos hat. Eigentlich hatte ich für eine guten Journalisten aber weis nicht mir ist halt aufgefallen das es öfters sowas macht. Er wirkt wie eine Marionette

Mythos
2. März 2026 05:48
Reply to  Crydog

Ist mir jetzt schon sehr, sehr oft aufgefallen, dass deine Kommentare ein paar Satzzeichen (vor allem Kommasetzung) benötigen und das/dass im Grunde immer falsch geschrieben wird.

Sei doch so gut und jage deine Kommentare vorher mal durch eine Rechtschreibprüfung. Denn so, sind deine Kommentare einfach unglaublich anstrengend zu lesen und strotzen vor falscher Rechtschreibung.

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