Bungie am Abgrund? Branchen-Veteran sieht schwarz für die Destiny-Macher

Destiny 2 endet am 9. Juni 2026. Valve-Veteran Chet Faliszek prognostiziert Bungie eine düstere Zukunft unter Sony. Eine Einschätzung zur Krise!

Niklas Author 2026
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Niklas Bender
Editor-in-Chief bei PlayFront und Spezialist für kritische Analysen. Niklas Bender steht für eine klare redaktionelle Kante und furchtlosen Journalismus. Sein Fokus: die Dekonstruktion von PR‑Floskeln. Er...

Bungie stellt den Live-Service-Support für „Destiny 2“ endgültig ein, woraufhin Branchen-Veteran Chet Faliszek eine düstere Prognose für das Studio abgibt. Sony habe das Interesse verloren, weil die gigantische Wette auf den hauseigenen Multiplayer-Shooter Marathon schlicht nicht aufgegangen sei.

Ein „Destiny 3“ befindet sich laut Berichten nicht in Entwicklung, was die Zukunft des Entwicklers komplett in der Luft hängen lässt. Eine These, die wir schon zuvor aufgestellt haben.

Der endgültige Abschied vom Sol-System

Das finale Content-Update mit dem Titel „Monument of Triumph“ erscheint am 9. Juni 2026. Danach wandert der MMO-Shooter nach neun Jahren Laufzeit dauerhaft in den Wartungsmodus. Die Server bleiben zwar online und alle Inhalte werden in einer Sammleredition gebündelt, aber frischer Content ist ab diesem Tag Geschichte. Das reißt eine gewaltige Lücke in das Studio, das fast ausschließlich für dieses eine Universum gelebt hat.

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Für Chet Faliszek, der als Autor an Meilensteinen wie „Portal“ und „Left 4 Dead“ gearbeitet hat, ist dieser Schritt brandgefährlich. Wenn das Flaggschiff wegbricht und kein Nachfolger in den Startlöchern steht, fallen zwangsläufig Arbeitsplätze weg.

Die blockierte Sackgasse

Sony kaufte Bungie im Jahr 2022 für 3,6 Milliarden Dollar, primär wegen ihrer Expertise im Live-Service-Bereich. Doch dieser Plan wackelt gewaltig. Marathon kämpft seit dem Release mit durchwachsenen Kritiken und stagnierenden Spielerzahlen auf dem Niveau des schwächelnden „Destiny 2“. Sony musste bereits Abschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe auf Bungie vornehmen. Die Geduld in Tokio dürfte am Ende sein.

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Ein schnelles „Destiny 3“ als Rettungsanker scheidet ebenfalls aus. Große Publisher suchen heute Spiele, die über Jahrzehnte laufen und verlässliche Milliarden generieren, so wie Counter-Strike. Ein komplett neues Sequel zu finanzieren, verschlingt Hunderte Millionen Dollar an Entwicklungs- und Marketingkosten. Dieses Risiko will Sony bei der aktuellen Performance von Bungie offenbar nicht eingehen. Kleinere, kreative Spin-offs funktionieren in Konzernen dieser Größenordnung laut Faliszek schlicht nicht, weil die Marketingkosten ein kleineres Projekt sofort erdrücken.

Der harte Schnitt bei „Destiny 2“ kommt nicht überraschend, aber das Fehlen einer klaren Perspektive schmerzt. Bungie hat sich mit der Neuausrichtung vollkommen verzockt. Wenn „Marathon“ das Ruder in den kommenden Monaten nicht extrem herumreißt, droht dem einstigen Vorzeigestudio die komplette Bedeutungslosigkeit im Sony-Imperium. Die glorreichen Halo-Tage sind endgültig vorbei.

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6 Comments
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pray
31. Mai 2026 10:53

bungie sind geizige *******

damals noch alle rumgejammert, dass sie so ein geiles spiel abliefern werden, wenn sie endlich von activion weg sind.

dann waren sie weg von denen und es ist noch schlimmer geworden, noch durchmonetarisierter und spielerunfreundlicher

bungie zocken die leute einfach nur heftigst ab und lassen sich von den paar fans dafür abfeiern

das gunplay etc ist super, aber das drum herum ist wie in einem glücksspielcasino

entweder einen guten story shooter machen oder weg mit dem studio

Crydog
30. Mai 2026 16:33

Den Laden dicht machen und die Entwickler auf andere Projekte verteilen wer nicht mit macht soll gehen. Den Rest als Verlust abschreiben lassen

Gamerlemming
30. Mai 2026 20:15
Reply to  Crydog

Hey das könnten sie doch mit deinem Arbeitgeber auch machen 🙂
Anscheind erfreut es dich wenn Leute ihren geliebten Job verlieren

Crydog
30. Mai 2026 23:36
Reply to  Gamerlemming

Nein es erfreut mich nicht aber wer nichts leistet sollte auch für nichts tun bezahlt werden (und nein ich meine damit nicht transfer Leistung Empfänger) sondern westliche Entwickler die dekadent geworden sind mit ihren Laktose freien vegan latte machiatto,4 Tage teilzeit und zartbeseitete Persönlichkeiten die sich als was auch immer identifizieren. Sollen einfach spiele entwickeln die leute auch spielen wollen und nicht rum chillen. Oder meinst du der erfolg von asiatischen firmen aus Süd Korea oder China kommt aus den nichts? Selbst japaner können da nicht mehr mithalten (ausser capcom)

Crydog
30. Mai 2026 23:41
Reply to  Gamerlemming

Ist auch interessant man verteidigt bungie obwohl sie nicht ganz unschuldig sind wie ps in moment da steht plus natürlich paar CEOs bzw. Das alles teuer oder schlechter geworden ist und das müssen am ende wir kunden ausbaden aber hey gaslighting und what abouthisim gehört in die ps community wie das amen in der Kirche

Leogeo
2. Juni 2026 01:09
Reply to  Gamerlemming

Hey maybe if your employer isn’t making something competitive or wanted it shouldn’t exist? I wouldn’t work for a place that makes crap