Activision zieht beim Battle-Royale-Dauerbrenner „Call of Duty: Warzone“ endgültig den Stecker für die Last-Gen-Konsole von Sony. Mit dem Start der ersten Season von „Call of Duty: Modern Warfare 4“ wird die PS4-Version von Warzone komplett abgeschaltet und unspielbar.
Der überfällige Schnitt zur Current-Gen
Die Ära der Cross-Gen-Titel im Call of Duty-Franchise ist vorbei. „Call of Duty: Modern Warfare 4“ erscheint am 23. Oktober 2026 ausschließlich für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC. Da die jährlichen Premium-Ableger und der Free-to-Play-Modus Warzone technisch sowie inhaltlich eng miteinander verzahnt sind, bedeutet der Verzicht auf eine PS4-Version von Modern Warfare 4 gleichzeitig das Ende von Warzone auf dieser Hardware.
Um den technischen Ballast der alten Konsolengeneration abzuwerfen, stellen die Entwicklungsstudios die Unterstützung ein. Ein genauer Abschalttermin für die Server steht zwar noch nicht fest, er wird aber parallel zum Start von Season 1 erfolgen. Erfahrungsgemäß geht diese wenige Wochen nach dem Hauptspiel im Spätherbst live.
Der Zeitplan für das Ende auf Raten ist dagegen strikt fixiert. Am 4. Juni 2026 fliegt Warzone aus dem PlayStation Store. Wer den Titel noch auf der PS4 nutzen möchte, muss ihn bis zu diesem Tag der eigenen Bibliothek hinzugefügt haben. Am 25. Juni 2026 folgt der nächste Schritt: Der In-Game-Shop wird auf der PS4 komplett deaktiviert. Käufe sind ab diesem Zeitpunkt auf der alten Konsole nicht mehr möglich. Alle bisher erworbenen Inhalte und kosmetischen Items gehen jedoch nicht verloren. Da die Käufe an das Activision-Konto gebunden sind, erfolgt beim Wechsel auf eine PlayStation 5 eine vollständige Datenübernahme.
Ein überfälliger Markttrend
Der Schritt von Activision kommt weder überraschend noch unvorbereitet. Die PlayStation 4 kam 2013 auf den Markt und limitiert die technische Weiterentwicklung von Live-Service-Spielen im Jahr 2026 erheblich. Große Datenmengen, komplexe Zerstörungsphysik und stabile Bildraten lassen sich auf der alten Hardware-Architektur nicht mehr mit modernen Qualitätsstandards vereinbaren.
Activision folgt hier nur einer Dynamik, die die Branche längst erfasst hat. In den vergangenen Monaten haben bereits andere Schwergewichte wie „Genshin Impact“, „The First Descendant“ oder „The Finals“ ihre PS4-Unterstützung eingestellt oder den Store-Ausschluss verkündet. Live-Service-Games finanzieren sich durch konstante Updates. Veraltete Hardware bremst diesen Prozess aus. Der Schnitt ist radikal, wirtschaftlich aber die einzig logische Konsequenz.
Für PS4-Spieler ist diese Nachricht das unmissverständliche Signal zum Plattformwechsel. Wer Warzone über den Herbst 2026 hinaus weiterspielen will, muss Geld für neue Hardware in die Hand nehmen. Das Gratisticket auf der Last-Gen ist abgelaufen. Activision sichert sich so die technologische Basis für die kommenden Jahre, lässt aber Millionen von PS4-Besitzern ohne Upgrade-Willen eiskalt zurück. Ein normaler Vorgang in diesem Geschäft.

Wenn mittlerweile etwas verschmerzbar ist, dann ist es Call of Duty. 😉