Chipkrise könnte bis 2026 anhalten, sagen Zulieferer

Schon mehrfach haben Chiphersteller wie Intel oder AMD davor gewarnt, dass die anhaltende Krise in dem Sektor noch bis 2023 andauern wird. Zulieferer sind da noch weniger optimistisch, die eher von 2026 ausgehen.

Das geht aus einer Analyse von Zulieferern hervor, wonach benötigte Materialen und Ressourcen bis dahin kaum die Nachfrage decken können. Hintergrund ist der, dass die aktuellen Bestrebungen, die Krise zu überwinden, erst 2023 an Fahrt gewinnen. Bereits im kommenden Jahr geht man von einer Unterversorgung von 20 Prozent aus. Und das sind laut Digitimes Asia schon positive Einschätzungen, die sich anhand der Marktlage jederzeit ändern können.

Spezieller geht es in dieser Einschätzung um Träger-Substrate, die als Isolator dienen, und die unerlässlich bei der Produktion von Chips sind. Hersteller wie Unimicron und AT&S in dem Bereich sind daher wenig optimistisch, dass die Krise schon allzu bald beendet sein wird.

„Das Angebot an ABF-Substraten wird 2022 weiterhin mindestens 20 % hinter der Nachfrage zurückbleiben, und die Krise könnte sich erst abschwächen, wenn die meisten neuen Kapazitäten bei den Lieferanten im Jahr 2023 online gehen, so Tzyy-Jang Tseng.

Betroffen davon wären sämtliche Branchen – von Unterhaltungselektronik, Automobil, Medizin, Telekommunikation usw. In Folge dessen dürften die Preise in den Bereichen erneut anziehen. Schon in diesem Jahr waren insbesondere in der Unterhaltungselektronikbranche erhebliche Steigerungen zu beobachten.

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Auch Spielkonsolen könnten wieder teurer werden, wie einst schon vermutet. Das gilt auch für die aktuelle Version der PS5 und Xbox Series. Die Nintendo Switch hat es bereits vorgemacht und damit einen Präzedenzfall geschaffen, dem Sony und Microsoft folgen könnten.

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