In der Theorie ist es ganz einfach: Ein Spiel landet im Abo-Service, und schon rollt die Erfolgslawine los. Sichtbarkeit? Check. Downloads? Check. Hype? Doppelt-Check. Xbox Game Pass oder PS Plus – Hauptsache Flatrate. Doch „Clair Obscur: Expedition 33“ tanzt aus der Reihe wie ein eigensinniger Protagonist, der sich weigert, ins Menü der Massenverwertung einsortiert zu werden. Trotz prominenter Platzierung im Game Pass greifen auffallend viele Spieler lieber zur Bezahlversion auf der PS5 – und verbringen dort auch deutlich mehr Zeit im Spiel.
Spielzeit schlägt Verfügbarkeit – Warum PS5-Spieler länger dabeibleiben
Die Zahlen sprechen eine überraschend deutliche Sprache: Laut Ampere Analysis spielen rund 30 % der RPG-Fans „Clair Obscur: Expedition 33“ auf Sonys Konsole, 45 % auf Xbox und 25 % auf dem PC. Eigentlich ein ausgeglichener Dreikampf – wäre da nicht ein kleines, aber feines Detail: PS5-Spieler verbringen durchschnittlich 4,4 Stunden im Spiel, Xbox-User gerade mal die Hälfte. Und das, obwohl sie keinen Cent dafür zahlen müssen. Oder vielleicht genau deswegen?
Was sich hier abzeichnet, ist keine statistische Fußnote, sondern ein stiller Kommentar zum Zustand moderner Spiele-Ökonomie: Wer bezahlt, bleibt. Wer klickt, flüchtet. Der Vollpreis wird zur Eintrittskarte in eine persönlichere Spielerfahrung – während im Game Pass selbst ein kunstvoll inszeniertes RPG schnell zur durchgeskippten Episode zwischen zwei Snack-Titeln verkommt.
Game Pass im Schatten – Wenn Abos nicht mehr genügen
Diese Beobachtung fügt sich nahtlos in ein größeres Bild ein: Der Glanz des Game Pass beginnt zu verblassen. Wie kürzlich berichtet, stagnieren die Ausgaben für Gaming-Abos in den USA seit 2021. Analyst Mat Piscatella von Circana sieht sogar das Ende dieser Modelle am Horizont: Die Nutzer sind übersättigt, und die Versprechungen der Anbieter wirken zunehmend kraftlos. Microsoft selbst liefert seit über einem Jahr keine neuen Abonnentenzahlen – ein schlechtes Zeichen für einen angeblich wachsenden Dienst.
Besonders deutlich wird das bei einem weiteren Beispiel: „The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered“. Mit 47 % Anteil ist Xbox zwar führend, aber auch hier ist auffällig, wie viele Spieler auf Steam (33 %) und PS5 (19 %) lieber kaufen als streamen.
Der Game Pass war einst Microsofts großer Hoffnungsträger, doch inzwischen mutiert er zur Fußnote. Klar: Für den schnellen Konsum funktioniert das Modell. Doch wenn es um echte Spielerbindung geht – gerade bei atmosphärisch dichten RPGs wie „Clair Obscur: Expedition 33″– scheint das klassische Kaufmodell deutlich nachhaltiger zu sein.
Am Ende spricht die Statistik eine klare Sprache: Es sind nicht die Masse und die Reichweite, die über den Erfolg eines Spiels entscheiden – sondern Engagement, Spielzeit und echte Wertschätzung. Und diese findet man aktuell überraschenderweise eher bei jenen, die ihr Geld nicht monatlich für hunderte Spiele ausgeben, sondern gezielt für eines.



Der Xbox Gamepass ist eigentlich eine dufte Sache, aber der Immense Fokus der Xbox Führung ist ein Problem
Die Schlussfolgerung und auch schon die Grundlage für diesen Artikel ist einfach nur falsch. Klar ist der Anteil an Spielern über den Gamepass größer. Die Aussage, dass Gamepass-Spieler sich nur halb so lange mit dem Spiel beschäftigen ist falsch. Es wird die durchschnittliche Spieldauer berechnet. Man muss aber berücksichtigen, dass viele Spieler mit GP das Spiel geladen oder nur angetestet haben, obwohl sie damit nichts anfangen können. Wenn nun jeder Zweite es nur angetestet hat, dann halbiert sich das Ergebnis der Betrachtung schon. Anzunehmen, dass die Spieler das Spiel weniger spielen, weil es „kostenlos“ war ist also grundlegend falsch.
Was für eine Logik des Autors. Jedes Spiel das erfolgreich ist macht das also nur um dem Gamepass zu zeigen was Sache ist??? Und expedition 33 wird gekauft weil es außerdem BILLIG ist kein teures 100€ Spiel wie das von den gleichen Journalisten geliebtes AC Shadows obwohl es von EX Ubisoft Mitarbeitern gemacht wurde. Playstation Plus ist die einzige Enttäuschung auf ganzer Linie. Während Gamepass gerade die meisten gewinne bei Microsoft gaming macht und mit day 1 Releases in Massen kommt macht Playstation Plus eine Preiserhöhung nach der anderen ohne guten Inhalt zu liefern. Ebenso sind gerade alle Gamepass Spiele Chart Stürmer mit Spitzenplätzen wie Forza, Indiana Jones und Expedition 33 auch irgendwie komisch nicht wahr?? Was für ein Schwachsinn mit Spielerbildung bei RPG??? Story und Kontent durch, dann erstmal 2 Jahre weglegen und dann vielleicht nochmal durchspielen. Und wer bitte ist Ampere Analytics?? Gibt viele die erstmal Oblivion remastered neu durchspielen bevor Sie in Expedition 33 eintauchen. Und natürlich hat es eine „Starke PS5 Performance“ es gibt hier keinen Gamepass und Sony hat es nicht für PSplus bekommen also müssen PS Spieler zur Bezahlversion greifen logisch oder etwa nicht lieber Author??
Sehr gutes Game. Eingängiges Combat-System, ähnlich Final Fantasy, wirklich hübsche Grafik und ne echt krasse Story. Französisches Flair. Leider sehr linear und keine deutsche Sprachausgabe. Aber trotzdem klare Kaufempfehlung!
Es ist ein Segen, dass der Game Pass nicht der Game Changer ist, als der er erdacht war.
Der Wertverlust von Waren, wenn wir nicht für sie bezahlen müssen, existiert und hat gar gravierende Konsequenzen für der Produkt selbst. Wir sehen es bereits wunderbar im Musik und Film/Serienstreaming.
Songs und Filme, wie Serien, werden auf Streamern nur noch für den Algorithmus produziert. Zahlen und Daten bereiten die Schablone, aus der der neue Content gedrückt wird, den wir laufend und zu jederzeit konsumieren sollen. Das Ergebnis: was einst künstlerischer Ausdruck von Kreativen war, ist heute nur noch Ware ohne künstlerische Integrität und verfällt somit im Wert. Netflix propagiert stumpfe Drehbücher, deren Dialoge uns alle paar Minuten auf die Nase binden sollen, was gerade passiert, damit wir, wenn wir kurz vom Handy aufschauen, nicht versehentlich verpassen, was gerade vor sich geht. Popmusik wird immer gleichförmiger und einfacher im Aufbau, um im Kampf für Teile von Centbeträgen möglichst viele Hörer abzugreifen. Wir sollten die Erde küssen, auf der es die Spieleindustrie bisher geschafft hat, nicht noch mehr in diese dystopischen Mechanismen zu verfallen als sie es durch den 100sten AC Aufguss ohnehin schon Tut.
Es wird vermutlich irgendwie auf einen Mittelweg hinauslaufen.
Ich nenne als Beispiel Blue Prince: Habe hier schon 40+ Stunden reingesteckt. Ein richtig geniales Spiel, das mich in den Bann gezogen hat. Raum 46 wurde längst betreten, aber mittlerweile wirkte der – trotzdem anspruchsvolle und enigmatische – Weg dahin eher wie ein Tutorial oder Prolog
Ich hatte nach dem Trailer vor, Blue Prince zu kaufen und war natürlich sehr erfreut, dass das Spiel auch bei PS Plus war. Im Freundeskreis haben sich zwei aufgrund meiner Empfehlung das Spiel geladen und suchten es auch. Gekauft hätten sie es sich allerdings nicht.