Clair Obscur: Expedition 33 räumt ab – Alle Game of the Year-Gewinner im Überblick

Clair Obscur: Expedition 33 gewinnt Game of the Year bei den The Game Awards 2025. Alle Gewinner, Highlights und Branchen-Einordnung im Überblick.

Niklas Bender
Niklas Bender ist Editor-in-Chief bei PlayFront.de und Spezialist für kritische Spieleanalysen und Meinungsformate. Seit 2023 prägt er die redaktionelle Kante des Magazins mit pointierten Kommentaren und...

Die The Game Awards 2025 haben entschieden und Clair Obscur: Expedition 33 räumt ab. Das RPG von Sandfall Interactive wurde als Game of the Year ausgezeichnet und sicherte sich zudem Preise in den Kategorien Best Game Direction, Best Narrative, Best Art Direction, Best Score & Music, Best Independent Game und weitere.

Für viele Beobachter mag das Ergebnis vorhersehbar gewesen sein, doch die Jury hob die narrative Kraft und die visuelle Gestaltung als herausragend hervor – Elemente, die das Spiel zu einem echten Generationen-Titel machen.

Dominanz der Indie-Titel: Clair Obscur räumt ab

Neben Clair Obscur: Expedition 33 gab es einige Überraschungen. The Last of Us: Season 2 gewann Best Adaptation, obwohl die zweite Season in der Community eher gemischte Reaktionen erhielt. Hades II sicherte sich Best Action Game, während Hollow Knight: Silksong als Best Action Adventure Game triumphierte. Bei den Indie-Titeln dominierte Clair Obscur: Expedition 33 bereits früh und ließ damit Konkurrenz wie Hades II und Silksong hinter sich.

Weitere Auszeichnungen zeigen die Breite des Spiele-Jahres: No Man’s Sky wurde als Best Ongoing Game geehrt, ein bemerkenswerter Wandel für ein Spiel, das einst als Sinnbild für überhöhte Erwartungen galt. Baldur’s Gate 3 gewann Best Community Support, während Arc Raiders überraschend den Best Multiplayer-Award abräumte. Im mobilen Segment setzte sich Umamusume: Pretty Derby durch, und im VR/AR-Bereich überzeugte The Midnight Walk.

Auch die Spielebranche als Wettbewerbskultur erhielt ihren Raum: Counter-Strike 2 wurde Best Esports Game, Chovy wurde als Best Esports Athlete ausgezeichnet und Team Vitality holte den Titel als Best Esports Team. Für Content-Creator-Fans gewann MoistCr1TiKaL den Preis Content Creator of the Year.

Game of the Year Gewinner im Überblick

Game of the Year
• Clair Obscur: Expedition 33

Best Narrative
• Clair Obscur: Expedition 33

Best Multiplayer
• Arc Raiders

Best Performance
• Jennifer English (Clair Obscur: Expedition 33)

Best Action Adventure Game
• Hollow Knight: Silksong

Best Esports Game
• Counter-Strike 2

Best Family Game
• Donkey Kong Bananza

Best Score & Music
• Clair Obscur: Expedition 33

Best Independent Game
• Clair Obscur: Expedition 33

Best Debut Indie Game
• Clair Obscur: Expedition 33

Best Community Support
• Baldur’s Gate 3

Best RPG
• Clair Obscur: Expedition 33

Most Anticipated Game
• Grand Theft Auto VI

Best Action Game
• Hades II

Games for Impact
• South of Midnight

Best Art Direction
• Clair Obscur: Expedition 33

Best Audio Design
• Battlefield 6

Best Game Direction
• Clair Obscur: Expedition 33

Best Fighting Game
• Fatal Fury: City of the Wolves

Best VR/AR Game
• The Midnight Walk

Innovation in Accessibility
• Doom: The Dark Ages

Best Sports/Racing
• Mario Kart World

Best Mobile Game
• Umamusume: Pretty Derby

Best Esports Athlete
• Chovy

Best Esports Team
• Team Vitality

Überraschungen und Highlights der TGA 2025

Clair Obscur: Expedition 33 als Game of the Year markiert eine klare Verschiebung hin zu narrativ starken, visuell ambitionierten Indie-Spielen, die sich in der Preisvergabe gegen große Marken behaupten können. Es zeigt, dass Storytelling, künstlerische Umsetzung und musikalische Untermalung weiterhin zentrale Qualitätsmerkmale sind. Gleichzeitig signalisiert der Erfolg von Langzeitprojekten wie No Man’s Sky, dass kontinuierliche Updates und Community-Bindung die Wahrnehmung eines Spiels nachhaltig verändern können.

Mit dem Rückenwind der TGA-Auszeichnungen dürfte Clair Obscur: Expedition 33 in den kommenden Monaten weiter Aufmerksamkeit erhalten, sei es durch den jetzt erhältlichen DLC, Merchandise oder potenzielle Portierungen. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie kommende Titel auf die hohen Standards reagieren, die dieses Jahr gesetzt wurden.

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Jan Vollenbröker
1 Monat zuvor

Ganz klar: zu Recht verdient. Wunderschönes Spiel mit franz. Flair und einer echt krassen Story. Aber sollte da nicht noch ein DLC erscheinen?

Crydog
1 Monat zuvor

Verdient punkt und ganz vieleb punkte…………….

N7Dan
1 Monat zuvor

Dass The Last of Us Season 2 die beste Adaption gewinnen konnte steht stellvertretend dafür, wie ein Titel wie Expedition 33, der in exakt zwei Kategorien gerade so über dem Durchschnitt liegt, in angeblich sämtlichen Disziplinen überlegen zu sein scheint.

Völlig absurd, was heutzutage vom gemeinen Pöbel als Kunst oder Meisterwerk deklariert werden darf.

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