Code Violet war einer der am schlechtesten bewerteten PS5-Titel des letzten Monats, und bekommt jetzt tatsächlich einen Nachfolger. Teamkill Media hat mit Code UltraViolet offiziell das nächste Projekt angekündigt und spricht in einem Social-Media-Post von „overwhelming success“ und „incredible support“.
Die harten Zahlen erzählen allerdings eine andere Geschichte: 2.9 Punkte im Metacritic-Kritikerschnitt, 2,6 User-Score und eine PlayStation Store-Wertung von 2,88 Sternen bei fast 3.900 Bewertungen. In meinem Review kam das Spiel mit 4.5 von 10 weg, wobei schon beide Augen fest zugedrückt wurden.
Technische Mängel, schwaches Gunplay, monotone Areale und ein seltsam sexualisiertes Inszenierungskonzept, das weder zur Figur noch zur Story passte. Kurz gesagt: viel Reibung, wenig Substanz.
„Overwhelming success“ – was bedeutet das wirklich?
Hier muss man sauber trennen. Die Aussagen stammen direkt vom Entwickler. Konkrete Verkaufszahlen oder Spielerstatistiken wurden nicht veröffentlicht. Möglich ist also, dass sich Code Violet wirtschaftlich besser verkauft hat als die Wertungen vermuten lassen. Schlechte Reviews verhindern nicht automatisch solide Verkäufe, gerade bei Genre-Nischen wie Dino-Shootern.
Aber, der Erfolg im Marketing-Sprech ist nicht automatisch Qualität im Spieleralltag. Wer das Original gespielt hat, erinnert sich vor allem an technische Probleme und repetitives Missionsdesign. Wenn Code UltraViolet mehr sein soll als ein schneller Nachschlag, braucht es vor allem eines: ein funktionierendes Fundament.
We’re actively progressing on several exciting projects, with more announcements and reveals coming your way very soon.
— TeamKill Media (@TeamKillMedia) February 10, 2026
Today, however, we’re especially thrilled to share some big news with the entire TeamKill community.
Thanks to the overwhelming success of Code Violet and the… pic.twitter.com/CUCJ3RiSL5
Rebellisch oder realitätsfern?
Es wirkt fast trotzig: Ein Studio mit nachweislich durchwachsener Historie feiert einen Titel, den große Teile der Community abgestraft haben, und kündigt direkt das nächste Projekt an. Man kann das als Mut lesen oder als fehlende Selbstreflexion.
Der Realitäts-Check wird entscheidend sein. Wird das Kampfsystem überarbeitet? Gibt es abwechslungsreichere Level? Läuft das Spiel stabil? Oder bleibt alles beim Alten und der Name wird einfach neonfarbener?
Ein Sequel ist nicht automatisch eine schlechte Idee. Viele Studios haben nach holprigen Erstlingen spürbar nachgelegt – vorausgesetzt, sie waren bereit, aus Fehlern zu lernen. TeamKill Media setzt dagegen seit Jahren vor allem auf Durchhalteparolen. Vielleicht ist genau das ihr geheimes Erfolgsrezept. Lernen optional, Optimismus obligatorisch.
Was meint ihr: Gebt ihr Code UltraViolet eine Chance oder ist euer Vertrauen bereits verspielt?
Haben wahrscheinlich genug Leute gekauft, die Lust hatten, sich den Bobbes anzuschauen. Dann dann gerade genug abgeworfen, um noch einmal KI-Slop rauszuhauen.
Ultra kacke würde ich sagen………………………………………………………