Der Shooter COR3 hat seinen ersten Trailer erhalten, der von COR3CORP entwickelt wird und lose mit Battlestate-Games-Chef Nikita Buyanov verknüpft ist. Das Projekt zeigt einen düsteren Sci-Fi-Shooter in einer postapokalyptischen Mars-Kulisse. Vieles bleibt offen, und genau das scheint Teil der Strategie zu sein.
Der Trailer ist kaum länger als 90 Sekunden, liefert aber ausreichend Ansatzpunkte für eine erste Einordnung. Zu sehen ist eine Ego-Perspektive, ein schweres, realistisch animiertes Waffenhandling und eine zerstörte Stadt namens „Mariner City“. Das Setting: Mars, verwüstet, verlassen, und mit klaren Anleihen an Hard-Sci-Fi statt bunter Space-Fantasy.
Was ist COR3 – und warum sorgt es für Aufmerksamkeit?
COR3 ist das erste Projekt seit vielen Jahren, das Nikita Buyanov öffentlich bewirbt, ohne direkt Escape from Tarkov zu sein. Das allein reicht in der Branche bereits für Schlagzeilen. Buyanov gilt als prägende Figur des Extraction-Shooter-Genres, was allerdings nicht automatisch bedeutet, dass COR3 denselben Weg geht.
Begleitet wurde die Enthüllung von einer interaktiven Website, die Nutzer in die Rolle eines Ermittlers versetzt. Dort werden einfache Rätsel gelöst, Terminals untersucht und Fragmente einer Hintergrundgeschichte freigeschaltet. Das ist atmosphärisch, aber aus Sicht des Gameplays noch vollkommen unverbindlich. Ob COR3 ein klassischer FPS, ein Extraction-Ableger oder etwas ganz anderes wird, bleibt offen.
Was zeigt der Trailer wirklich?
Auffällig ist die Nähe zu Tarkov in Details: Waffenbewegungen, Animationen und Kameraführung. Die im Trailer gezeigte Waffe trägt das Label „Kalash Corp“ – subtil, aber kaum zufällig. Später zoomt die Kamera aus der Marsoberfläche hinaus ins All, vorbei an Raumstationen, Wracks und einer Gruppe toter Kosmonauten mit klar russischer Symbolik.
Das wirkt absichtlich kryptisch. Auch der Dateiname des Videos – PRJRPNT_BLUEMARS_FO – nährt Spekulationen über einen möglichen Arbeitstitel wie „Project Repent: Blue Mars“. Bestätigt ist davon nichts. Offiziell heißt das Projekt bislang schlicht COR3.
Was COR3 derzeit auszeichnet, ist weniger das Gezeigte als das Weggelassene. Es gibt keinen Gameplay-Loop, keine bestätigten Features, ebenso keinen Release-Zeitraum oder angestrebte Plattformen. In Zeiten überladener Reveal-Trailer ist das fast schon altmodisch – oder kalkuliert.
Realistisch betrachtet dürfte als Nächstes eine präzisere Genre-Einordnung folgen. Alles andere wäre Marketing-Nebel. Ob COR3 mehr wird als ein stilvoll inszeniertes Mysterium, muss sich erst zeigen. Der Trailer liefert Neugier, aber noch keine Belege.


Das Spiel muss irgendwie Horrormäßig sein. Man weiß ja nie was beim Mars rumlauert.