Der Entwickler That’s No Moon nutzt die Marke „Crossfire“ für das eigene Debütprojekt. Die offizielle Ankündigung erfolgte im Rahmen des Summer Game Fest über einen ersten Trailer. Das Spiel wird als Third-Person-Tactical-Action-Adventure für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S entwickelt. Ein Release-Zeitraum steht bisher nicht fest.
Hinter dem Projekt steht ein Team aus ehemaligen Entwicklern von „Call of Duty“ und „God of War“. Im Mittelpunkt stehen die beiden feindlichen Operatoren Layla und Cross, verkörpert durch die Schauspieler Claudia Doumit und Ricky Whittle. Die Handlung zwingt beide Fraktionen zu einer Zweckgemeinschaft gegen eine unbekannte Bedrohung.
Das spielerische Gerüst und die Parallelen zu Ghost Recon
Spielerisch orientiert sich der Titel an Taktik-Shootern wie Tom Clancy’s Ghost Recon. Der Fokus liegt laut Studio-Statement auf Stealth-Mechaniken und einer sogenannten adaptiven Deckungsfunktion, bei der die Spielfigur ihre Haltung automatisch an das Gelände anpasst. Das Ziel ist ein bodenständiges Kampfsystem. Ob dieses System die versprochene spielerische Tiefe erreicht, bleibt abzuwarten. Die Konkurrenz im taktischen Segment ist groß.
Die Entscheidung für ein reines Singleplayer-Erlebnis ist im Kontext der Marke „Crossfire“ bemerkenswert. Der Name stand bisher primär für kompetitive Free-to-Play-Shooter im asiatischen Raum. Ein Versuch, die IP mit CrossfireX im Singleplayer-Segment zu etablieren, scheiterte vor wenigen Jahren qualitativ und kommerziell.
Das Studio verzichtet zudem auf den aktuellen Trend zu Live-Service-Games. Während die Branche weiterhin versucht, dauerhafte Monetarisierungsmodelle zu etablieren, investiert That’s No Moon in eine klassische Kampagne. Das Risiko ist hoch. Einzig die namhafte Besetzung und die Erfahrung des Teams dienen als Absicherung für den Publisher.
Bekannte Gesichter aus TV-Serien und Motion-Capturing machen noch kein gutes Taktikspiel. Für Spieler bedeutet diese Ankündigung vorerst nur das Versprechen einer cinematic-lastigen Kampagne im Stile moderner AAA-Produktionen. Der spielerische Mehrwert gegenüber etablierten Marken wie Ghost Recon muss sich erst im echten Gameplay beweisen. Bis dahin bleibt das Projekt nur eine weitere Ankündigung auf einem vollen Terminkalender.
