Das polnische Analysehaus Erste Brokerage spekuliert auf neue Erweiterungen für „Cyberpunk 2077“, während der offizielle Kanal von CD Projekt Red die Entwicklung weiterer Story-Inhalte explizit verneint.
Die Analysten stützen ihre These auf die gestiegenen Support-Kosten für das Sci-Fi-Rollenspiel, die seit der Veröffentlichung von Phantom Liberty das höchste Niveau erreicht haben. CD Projekt Red hielt zuletzt dagegen: Über das offizielle X-Profil der Marke wurde klargestellt, dass derzeit keine DLCs oder Add-ons für das Spiel produziert werden.
Triebfeder Support-Kosten
Die Berechnungen von Erste Brokerage basieren auf reinen Finanzdaten aus der Investoren-Zone. Höhere Wartungs- und Support-Budgets deuten im klassischen Software-Lebenszyklus auf zwei Szenarien hin. Entweder eine unangekündigte Produktion neuer Assets oder eine massive Umstrukturierung der technischen Infrastruktur. Die Analysten vermuten eine externe Vergabe kleinerer Content-Häppchen an Studios wie Virtuos, die zuletzt bereits für Patch-Arbeiten und neue Dialogaufnahmen herangezogen wurden.
Der Code von „Cyberpunk 2077“ basiert auf der veralteten, hauseigenen REDengine. Das Studio hat den Wechsel auf die Unreal Engine 5 für zukünftige Großprojekte wie „The Witcher 4“ und „Cyberpunk 2“ längst vollzogen. Eine Reaktivierung der REDengine für signifikante Story-Inhalte ist aus rein operativer Sicht unwirtschaftlich. Auf der anderen Seite war ursprünglich eine zweite Erweiterung geplant, die dann einfach gestrichen wurde.
Die Parallele zu Witcher 3
Dass Finanzanalysten die Pläne von CD Projekt Red korrekt antizipieren können, zeigte sich erst kürzlich bei der Ankündigung von „The Witcher 3: Songs of the Past“. Auch hier prognostizierte Erste Brokerage die späte Erweiterung des über elf Jahre alten RPGs korrekt für das Jahr 2027.
Das Studio gab im Rahmen des aktuellen Quartalsberichts zudem bekannt, dass zwei noch unbenannte Spiele-Projekte die finale Entwicklungsphase erreicht haben und in den kommenden Quartalen erscheinen sollen. Die Annahme, dass es sich dabei um Cyberpunk-Inhalte handelt, kollidiert jedoch frontal mit den offiziellen Social-Media-Statements der Entwickler.
Finanzstatistiken lügen selten, aber sie interpretieren keine kreativen Entscheidungen. Die erhöhten Ausgaben bei CD Projekt Red fließen mit hoher Wahrscheinlichkeit in Next-Gen-Kompatibilität, Lokalisierungs-Updates oder Lizenzkosten – nicht in neue Story-Stunden in Night City. Spieler sollten keine neuen Inhalte für das aktuelle Cyberpunk 2077 erwarten. Die REDengine ist intern Geschichte.

Befinde mich derzeit in meinem ersten Durchlauf in Night City auf meiner PS5 Pro und es übertrifft alle Erwartungen, die ich in den vergangenen Jahren des Hinauszögerns an den Titel gestellt habe!
Da darf sehr gerne noch ein weiteres Häppchen kommen.