Ein offizielles Memo der neuen Xbox-Führung rund um Asha Sharma erschüttert heute die Gaming-Welt. Microsoft-Verantwortliche erklären die bisherige Xbox-Strategie für gescheitert und kündigen einen radikalen Neustart der gesamten Marke an – den großen Xbox-Reset.
Die bittere Diagnose aus Redmond
Microsoft redet intern nicht mehr um den heißen Brei herum. Die Chefetage flüchtet sich nicht in PR-Phrasen über Transformation oder Marktbeobachtung, sondern geht mit sich selbst so hart ins Gericht wie noch nie. „Our business today is not healthy“, heißt es unmissverständlich in dem Memo. Das sitzt und ist der endgültige Beweis dafür, dass die Fassade der letzten Jahre Risse bekommen hat.
Der Grund für den Alarmzustand liegt beim Geld. Xbox wirft schlicht zu wenig ab. Das Memo beziffert das Problem konkret: „We are operating at margins that are 3-10x lower than comparable platform and publishing businesses.“ Die Gewinnmargen hinken der Konkurrenz also meilenweit hinterher. Das ist auch für einen Billionen-Konzern wie Microsoft auf Dauer untragbar.
Das Eingeständnis: Game Pass und Studio-Käufe am Limit
Jahrelang galt der Xbox Game Pass als das Nonplusultra der Branche. Dazu kamen milliardenschwere Übernahmen. Jetzt folgt das dicke Erwachen. Microsoft gibt offen zu, dass dieser Expansionskurs eine Sackgasse war. „We bet on Game Pass, multi-platform, and a broader portfolio of content. While those businesses have created meaningful value, they did not grow at the pace we expected.“
Die Rechnung ging nicht auf. Die Abonnentenzahlen stagnierten offenbar, während die Produktionskosten explodierten. Schlimmer noch: Die Einkaufstour hat die Marke ausgehöhlt. „Our core business weakened“, stellt das Papier trocken fest. Statt die Plattform zu stärken, hat die massive Expansion das Fundament geschwächt.
Besonders die Rentabilität der eigenen Entwicklerteams war ein einziges Verlustgeschäft. „In a typical year, we lost 64 cents for every dollar we invested.“ Bei so einer Ausbeute schlägt jeder Controller im Finanzamt Alarm. Die logische Konsequenz folgt sofort: „It is neither possible nor desirable to own every great independent studio.“ Die Zeit der großen Einkäufe ist endgültig vorbei. Xbox stößt bereits erste Studios wieder ab.
Die Hardware-Krise und der große Reset
Das Problem betrifft aber nicht nur die Software. Die klassische Konsole an sich steckt in der Sackgasse. Laut Memo steht die Branche vor einer Zeitenwende: „The industry is facing the most severe hardware crisis in its history.“ Die Verkaufszahlen der Konsolen schwächeln weltweit.
Deshalb zieht Microsoft jetzt die Reißleine. Es geht nicht mehr um kleine Sparmaßnahmen oder das Streichen von 3.200 Stellen im Xbox-Geschäft, davon 1.600 mit sofortiger Wirkung. Das ist nur das Symptom. Die echte Ansage lautet: „We must reset XBOX.“ Ein totaler Neustart auf drei Ebenen. Das Content-Portfolio wird zusammengestrichen, die Plattform-Struktur durch weniger Management verflacht und die Unternehmensführung komplett neu organisiert. Xbox baut sich von Grund auf neu.
Das ist kein normaler Umbau, das ist der kontrollierte Abriss einer jahrelangen Strategie, die unter Phil Spencer maßlos ausuferte. Der Traum vom unendlichen, billigen Game-Pass-Wachstum ist für die Spieler damit vorbei. Microsoft wird messerscharf kalkulieren müssen, welche Spiele noch finanziert werden. Der Fokus liegt ab jetzt auf reinen Zahlen, nicht mehr auf dem Sammeln von Studios. Xbox muss erwachsen werden und profitabel liefern. Die Party ist vorbei.
Wie seht ihr das Eingeständnis aus dem Memo: Glaubt ihr, Xbox kann sich durch diesen radikalen Reset neu erfinden, oder verliert die Marke damit endgültig ihr Gesicht gegenüber Sony und Nintendo?

Also ich habe keine Glaskugel und weiß jetzt auch nicht genau ob das funktionieren wird. Aber da das Thema Xbox als Hardware mit über 100 Milliarden Investitionen schon nicht funktioniert hat, wird es ohne diese Investition erst recht nicht funktionieren, weil es liegt ja nicht nur daran, dass die Studios zu viel Geld ausgegeben haben, sondern auch daran, dass das Interesse an der Xbox einfach gar nicht vorhanden ist in dem ausmaß, deswegen auch zu wenig abos und verkaufte hardware.
Ich denke mir nach wie vor wäre es das Beste für Xbox, wenn sie die Hardware bis auf Controller und Headsets komplett abstoßen und als großer Publisher fungieren.
Wen das stimmt werden Spiele wie Gears doch auf PlayStation erscheinen da man dort Geld verdienen kann siehe Forza 5 oder Gears Reloaded.
Marko Schultze Das Remake von Gears of War gibt’s ja schon mal🤷
Ja aber nicht das neue was noch erscheint
Karma 🤣
Verzockt, Verkalkuliert, Übernommen – Missmanagement par excellence. Es ist unglaublich was aus Xbox geworden ist. Phil Spencer der gefeierte Retter von Xbox damals hat anscheinend einen Scherbenhaufen hinterlassen der größer kaum sein könnte und so langsam wird das Choas erst publik. Es ist mir unbegreiflich wie man die Hardware so in den Schatten gestellt hat, obwohl man ein geiles Studio nach dem anderen und Content daraus übernommen hat, müsste man meinen die User rennen denen die Tür ein. Aber es ist das Gegenteil eingetreten trotz GamePass usw. was wieder Kunden binden sollte. Ich bin gespannt wie viel Zeit man Asha gibt für den Wandel um schwarze Zahlen zu schreiben. Die Öffnung der Tore und weg vom Exklusiven Content zeigt die Verzweiflung von Xbox um noch irgendwie Umsatz zu erwirtschaften.
Es bleibt spannend aber viel Zeit hat Xbox nicht mehr und wenn Helix floppt wird Xbox endgültig zum Softwareverkäufer.
Was da in der Branche gerade abgeht…
Krasse Zeiten 🙁
Schon Ende 2017 dachte ich das größere Produktionen, sprich AAA Spiele nichts in einem Abo zum Pauschalpreis zu suchen haben. Da wäre zum Beispiel ein Indy Pass für A/AA Spiele und AAA zum vollpreis sinnvoller gewesen. Wobei ich generell Spielesoftware in einem Abo Modell als unpassend empfinde….war zumindest mein erstes Bauchgefühl.