Seit Sony angekündigt hat, ab Januar 2028 keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc zu produzieren, kommt Kritik aus vielen Richtungen. Spieler haben Petitionen gestartet, Händler warnen vor den Folgen für den Einzelhandel und Verbraucherorganisationen sprechen von einem Verlust der Wahlfreiheit. Doch ausgerechnet diejenigen, die es am stärksten betreffen müsste, sagen nichts: die Publisher.
Kein großer Spielehersteller hat sich öffentlich gegen Sonys Entscheidung gestellt. Weder die großen westlichen Publisher noch die japanischen Konzerne fordern einen Kurswechsel. Dieses Schweigen ist bemerkenswert. Schließlich verlieren auch sie einen etablierten Vertriebsweg, der die Branche über Jahrzehnte geprägt hat.
Warum also bleibt die Industrie still?
Der wichtigste Grund dürfte sein, dass sich die Interessen der Publisher längst verändert haben. Eine digitale Zukunft bringt ihnen erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Digitale Spiele verursachen keine Produktions-, Verpackungs- oder Logistikkosten. Preisaktionen lassen sich zentral steuern, und Verkäufe laufen direkt über den PlayStation Store statt über den stationären Handel.
Noch wichtiger ist jedoch ein anderer Punkt: Der Gebrauchtmarkt verliert an Bedeutung. Eine Disc kann beliebig weiterverkauft oder verliehen werden. An jedem Weiterverkauf verdient der Publisher nichts. Eine digitale Lizenz bleibt dagegen an ein Benutzerkonto gebunden. Jeder neue Spieler muss das Spiel erneut kaufen – ein Modell, das aus Sicht der Unternehmen deutlich attraktiver ist.
Konflikte mit Sony werden gemieden
Hinzu kommt die Abhängigkeit von Sony. Für viele Publisher ist PlayStation die wichtigste oder zweitwichtigste Plattform. Marketingpartnerschaften, exklusive Inhalte oder prominente Platzierungen im PlayStation Store sind wirtschaftlich wertvoll. Ein öffentlicher Konflikt mit dem Plattformbetreiber dürfte deshalb kaum jemand riskieren – zumal die Entscheidung ohnehin gefallen scheint.
Auch strategisch hätte ein Protest wenig Aussicht auf Erfolg. Sony hat einen konkreten Zeitplan veröffentlicht, investiert bereits in den Umbau seiner Produktionskapazitäten und richtet seine Hardware-Strategie zunehmend auf eine digitale Zukunft aus. Selbst wenn einzelne Publisher intern Zweifel haben sollten, gäbe es kaum einen realistischen Hebel, diese Entwicklung noch aufzuhalten.
Bemerkenswert ist deshalb nicht nur, dass die Publisher schweigen, sondern wer stattdessen die Debatte führt. Verbraucherorganisationen warnen vor dem Verlust von Eigentumsrechten. Händler kritisieren die Auswirkungen auf den Einzelhandel. Spieler sorgen sich um den Erhalt physischer Sammlungen und die langfristige Archivierung von Videospielen. Die eigentlichen Produzenten der Spiele halten sich dagegen vollständig zurück.
Das dürfte kein Zufall sein. Die Nachteile eines Disc-Aus treffen in erster Linie Verbraucher und Handel. Die Vorteile liegen überwiegend bei den Plattformbetreibern und den Publishern selbst. Warum also gegen eine Entwicklung kämpfen, die das eigene Geschäftsmodell effizienter und kontrollierbarer macht?
Gerade dieses Schweigen erzählt deshalb vielleicht mehr über die Zukunft der Spielebranche als Sonys Ankündigung selbst. Es zeigt, dass sich die wirtschaftlichen Interessen der Industrie längst von den Erwartungen vieler Spieler entfernt haben.
Solange digitale Verkäufe höhere Margen, mehr Kontrolle und weniger Konkurrenz durch den Gebrauchtmarkt versprechen, gibt es für Publisher kaum einen Anreiz, sich öffentlich gegen Sonys Kurs zu stellen – selbst wenn damit ein Stück Spielekultur verschwindet.

Kaufen seit zich Jahren eh schon only digital, mir völlig Wurst ob das jetzt nur noch so geht 😅
Digitales Zeitalter halt. ☝️
Das Problem sind die hohen Kosten in der Herstellung im Gegensatz zum digitalen, da sind Entwicklungskosten und Marketing noch gar nicht enthalten, ich kaufe an sich auch lieber die disc , aber das ist nun mal der Fortschritt, die Leute sind auch selbst dran schuld, haben genug Leute die digitale Version der ps5 gekauft, digital im Store gekauft und bei Xbox nutzen mehr als genug den Gamepass , nen kleiner Prozentsatz holt sich vllt dort auch nochmal extra das Game auf Ner disc , hinzu kommt die disc wurde nicht weiter entwickelt, da passt nur noch ein Bruchteil des ganzen rauf ,der Rest muss runter geladen werden, die Lizenz kann auch im Besitz einer CD entzogen werden oder die Server werden abgeschalten ,wie bei anthem ,the Crew etc , irgendein Spiderman Game findet man auch nicht mehr im Store , nicht weil Sony es nicht will, sondern weil Activision der Publisher die Lizenz nicht verlängert hat, also ist man als Anbieter gezwungen das Game zu entfernen etc , und einige sind aktuell einfach beschränkt, quatschen was von boykottieren und PS plus kündigen aber der Großteil bestellt schön GTA 6 vor und kaufen black ops 1 und 2 in absolut billigen Ports und geben Unmengen dafür aus nur für Nostalgie, was auch digital ist, somit tun sie genau das Gegenteil was sie eigentlich erreichen wollen, bei den streaming Diensten genau dieselbe Thematik , um richtig zu schaden hätten die Leute black ops 1 und 2 und GTA 6 im digitalen Kauf boykottieren müssen,dass hätte eine viel größere Wirkung gehabt, aber das Thema ist sowieso durch , die EU Kommission funkt nicht dazwischen da eine Firma genau solche Sachen machen kann , auch hinterher, jetzt krähen alle und in ein paar Jahren redet keiner mehr drüber
Ganz ehrlich: Ich verstehe nicht, warum manche Leute jetzt so tun, als wäre Sonys Entscheidung das Ende der Welt. Wir leben seit Jahren in einer Zeit, in der alles digital wird — Musik, Filme, Software, Games. Jeder hat das gesehen, jeder wusste, wohin die Entwicklung geht. Und trotzdem reagieren einige, als hätte Sony ihnen persönlich etwas weggenommen.Physische Discs sind kein Grundrecht. Sie sind ein Produkt, das schon lange auf dem Rückzug ist. Game‑Shops kämpfen seit über einem Jahrzehnt mit sinkenden Verkäufen, und das liegt nicht an Sony, sondern daran, dass die meisten Menschen längst digital kaufen. Wer jetzt überrascht ist, hat die letzten zehn Jahre einfach nicht aufgepasst.Was mich wirklich irritiert: Viele klammern sich an Discs, als wären sie ein Symbol für „echtes Gaming“. Dabei geht es oft weniger um die Sache selbst, sondern darum, dass manche Menschen Veränderungen grundsätzlich nicht akzeptieren wollen. Digitalisierung lässt sich aber nicht aufhalten, nur weil ein paar Leute laut werden.Sony trifft eine Entscheidung, die zu ihrer Zukunft passt. Das ist ihr gutes Recht. Wer das nicht mag, muss die Produkte nicht kaufen — aber zu erwarten, dass ein globales Unternehmen seine Strategie an die persönlichen Vorlieben einer kleinen Gruppe anpasst, ist einfach unrealistisch.Man kann nostalgisch sein, das ist völlig okay. Aber man sollte nicht so tun, als wäre Fortschritt eine Beleidigung. Die Welt verändert sich, und irgendwann muss man das auch akzeptieren.
Ich hab lange nicht mehr so viele asoziale Kommentare gelesen wie in diesen Beitrag. Die Leute werden hier beschimpft das sie leiser heulen sollen, wie am Ende am sein muss um sich an physische Spiele festzuhalten, oder ob man ein Taschentuch braucht. Ich kann nicht nachvollziehen wie man so wenig Empathie haben kann. Soll doch jeder das kaufen was er möchte, kein physischer Sammler hat den digitalen Leuten vorgeschrieben was sie zu kaufen haben. Statt einfach zu schreiben, das man verstehen das für viele ein wichtiger Teil ihres Hobby verloren geht, aber sich vielleicht anpassen sollte, stattdessen wird sich über die Leute lustig gemacht sie dumm doch diese Leute sind. Alle großen Titel werden heutzutage immer noch mindestens über die Hälfte physisch verkauft. Über 80 % der PlayStation sind mit Laufwerk verkauft wurden. Nur knapp 17 % sind rein digital. Wieso sollten die Leute 100 € mehr für ein Laufwerk aufgegeben, was sie anscheinend nach Sonys Meinung nicht benutzen.
Auch das 85 % aller Spielekäufe heute digital stattfinden, ist komplett verzerrt. Jede Mikrotransaktion, jeder Download, jeder DLC wird alles mit reingerechnet. Deshalb kann man dieser Statistik kein bisschen glauben schenken.
Auch Argumente, dass man Spotify oder Netflix kündigen sollte, halte ich für komplett falsch. Warum kann ich immer noch CDs, Bücher oder Filme physisch kaufen obwohl es diese doch digital gibt?
Warum sollten sich third Partys auf die seite der spieler setzten die lassen sony schön den shitstorm abkriegen
Ich habe sicher schon über 10 Jahre keine Disc mehr gekauft, warum auch?
Nur wer glaubt das dieser Schritt nicht nur den Disc Fans schadet, checkt nicht wie die Industrie tickt und vor allem die Suits die sich in den Top Positionen bequem machen…
Denkt mal nach lest mal was, macht euch schlau anstatt zu brüllen wie dumm die anderen sind. Vor allem der ständige Vergleich mit streaming Diensten… Es geht genau um diese kleinen rechtlichen Details die z.B. auch den Unterschied zu deinem streaming account aus machen. Wie ist es denn da wenn Filme verschwinden?
Oft ist es schlauer kleine Schritte zu gehen als sofort die Karten auf den Tisch zu legen und den Widerstand einer community langsam zu erodieren.
Ich finde die Option eine Digitale Console mit einem Laufwerke aufrüsten zu können, hätte man ruhig beibehalten können, für diejenigen die Physische Spiele kaufen wollen. Und Physische Spiele könnte man nur als vorbestellung anbieten, damit die Publescher ihre verkäufe besser planen können.
Klar wirft digital mehr ab als Physisch trotz der 30% die Sony sich bei Digital pro Verkauf abzwackt!
Die CD ist 44 Jahre alt.
Selbst die Blu Ray hat schon 20 Jahre auf dem Buckel.
Wie am Ende muss man sein, sich daran festzukrallen?
Dann seid konsequent und kündigt auch Netflix und Spotify ihr Heuchler.
ᛈᛖᛏᛖᚱ ᛊᛟᛗᛗᛖᚱ Spotify hatte ich eh nie fand ich Blödsinn Netflix hab ich nur noch weil es leider nicht alles auf disc gibt sonst hätte ich das längst gekündigt
ᛈᛖᛏᛖᚱ ᛊᛟᛗᛗᛖᚱ Du bist am Ende, weil Du Nichts, Begriffen hast.