Das tschechische Entwicklerstudio Warhorse Studios arbeitet definitiv an einem neuen Open-World-Rollenspiel im Kingdom Come-Universum, das vor wenigen Tagen angekündigt wurde.
Der PR-Chef Tobias Stolz-Zwilling räumte in einem Community-Stream alle Zweifel an der Natur des kommenden Projekts aus dem Weg, da bislang nur von einem Projekt im selben Universum die Rede gewesen war.
Die Verwirrung war dementsprechend groß, als die Embracer-Tochter Warhorse vor ein paar Tagen ein neues Kingdom Come-„Abenteuer“ ankündigte. Viele Fans rechneten nach dem Release von „Kingdom Come: Deliverance 2“ im Februar letzten Jahres bereits mit einem Brettspiel, einer Serie oder einem seichten Comic-Ableger.
Das Studio fährt jedoch zweigleisig und zieht zwei gewaltige Videospiel-Projekte gleichzeitig hoch. Neben dem heiß diskutierten Open-World-Rollenspiel in Tolkiens Mittelerde wird das nächste Kingdom Come ein vollwertiges Open-World-RPG.
Neue Führung und ein radikaler Namenswechsel?
Hinter den Kulissen sortiert sich das Studio indes komplett neu. Prokop Jirsa, bisher Designer bei „Kingdom Come: Deliverance 2“, übernimmt ab sofort den Posten des Creative Leads für die historische RPG-Marke. Studio-Mitbegründer Daniel Vávra verlässt die Spiele-Entwicklung vorerst und widmet sich komplett der geplanten Film- oder Serien-Adaption. Das Herr der Ringe-Team wird parallel von Design-Veteran Viktor Bocan angeführt.
Besonders auffällig ist das Streichen des Beiworts „Deliverance“ in der offiziellen Ankündigung. Das ist kein Marketingfehler. Das Studio deutet damit unmissverständlich an, dass uns kein direkter Nachfolger zu Teil 2 erwartet. Heinrichs Geschichte ist auserzählt, was die Wahrscheinlichkeit für ein Spin-off mit einem komplett neuen Protagonisten steigen lässt.
Embracer könnte den Release des neuen Kingdom Come-RPGs bereits für das nächste Geschäftsjahr ansetzen, wenn sich jüngste Hinweise als korrekt erweisen. Wenn alles glattläuft, erscheint das Spiel zwischen April 2027 und März 2028. Das ist verdammt nah dran.
Zwei riesige Open-World-Rollenspiele von einem vergleichsweise kleinen Studio im Abstand von nur wenigen Jahren klingen nach einer brutalen Crunch-Falle. Dass Heinrichs Story vorbei ist, tut weh, gibt der Marke aber die nötige frische Luft für neue Regionen und Epochen. Wenn Warhorse die gewohnte Hardcore-RPG-Formel beibehält, wird das Ding ein Brett.
Was haltet ihr vom Abschied von Heinrich? Würdet ihr lieber im selben Jahrhundert bleiben oder soll Warhorse das Setting komplett wechseln? Schreibt es mir direkt in die Kommentare!

Egal was kommt, wenn es auf dem selben Niveau ist, freue ich mich jetzt schon. Ich habe so viel Spaß mit KCD 1 und 2 gehabt und bin in freudiger Erwartung – egal was kommt.