Auch wenn Days Gone längst seinen Weg ins Remaster-Zeitalter gefunden hat, bleibt Sony Bend Studio überraschend aktiv. Mit dem jüngsten Update 1.025.809 polieren die Entwickler nicht nur erneut ein paar Texturen, sondern bringen das Spiel auf ein neues technisches Level – vor allem für Besitzer der PS5 Pro. Der Patch verbessert die Unterstützung von PSSR (PlayStation Spectral Super Resolution) in der Remaster-Version und holt damit mehr Schärfe, bessere Kantenglättung und saubere Bildübergänge aus der Konsole heraus.
Besonders spannend: Der sogenannte „Balanced-Modus“ wurde noch einmal gezielt überarbeitet, um das Versprechen zwischen Optik und Performance besser einzuhalten. In der Praxis bedeutet das flüssigere Bildraten bei gleichzeitig schickeren Grafiken. Kein Meilenstein, aber spürbar, gerade in Szenen mit viel Bewegung – etwa beim Hordenangriff oder auf der Flucht mit dem Bike durch Oregon.
Vom wilden Ritt zur feinjustierten Fahrt
Nicht weniger interessant ist die Arbeit am haptischen Feedback: Die adaptive Trigger-Intensität des DualSense-Controllers ließ bislang manchen Spieler die Finger verkrampfen. Sony Bend hat das Problem erkannt – und die Widerstandskraft beim Motorradfahren kurzerhand halbiert. Ein kleines Detail mit großer Wirkung, denn auf langen Touren durch das postapokalyptische Amerika will man Deacon eher begleiten als bekämpfen.
Nebenbei wurde der Audio-Mix verfeinert – Freaker klingen jetzt wieder dort, wo sie tatsächlich sind. Und wer sich über UI-Kommentare in Endlosschleife beschwert hat, kann sich nun auf eine angenehmere Barrierefreiheitsumgebung freuen. Die Patchnotes listen außerdem diverse Bugfixes auf – darunter ein besonders kurioser: Ein Fehler, bei dem Deacon ohne Vorwarnung meterweit in die Luft geschleudert wurde, ist nun Geschichte. Kein unfreiwilliger Raketenstart mehr auf dem Highway zur Hölle.
Kleines Update, große Wirkung
Update 1.025.809 ist kein Gamechanger, aber ein klares Zeichen: Days Gone Remastered wird ernst genommen – selbst Jahre nach dem ursprünglichen Release. Wer sich noch einmal ins verfallene Oregon stürzen möchte, bekommt jetzt das geschmeidigste Erlebnis, das die PS5 bieten kann – ganz gleich, ob man sich für Permadeath, Speedruns oder einfach nur gepflegtes Freaker-Gemetzel interessiert.
Mit technischen Optimierungen, sinnvollen Controller-Anpassungen und einem besseren Gesamteindruck schleicht sich dieses Update leise, aber wirkungsvoll in die Herzen der Fans zurück. Schade, dass dies nicht gleich zum Release der Fall war und nicht wenige Spieler somit die bestmögliche Version verpasst haben.

