Hideo Kojima hat in einem Interview mit IndieWire klargestellt, dass Death Stranding 2: On the Beach nach Release keine Story-DLCs bekommen wird. Für ihn steht fest, dass die Geschichte so bleiben soll, wie sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gedacht war.
„Manche Dinge sollte man nicht ändern“
Kojima verglich seine Haltung mit den umstrittenen Änderungen, die George Lucas an der Original-Star Wars-Trilogie vornahm. Damals wurden Szenen nachträglich digital überarbeitet – für viele Fans ein Bruch mit der ursprünglichen Atmosphäre. Ähnlich sieht es Kojima: Eine Story sei immer ein Produkt ihrer Zeit und solle nicht aus ihrem Kontext gerissen werden.
Stattdessen will er sich auf kleine Anpassungen konzentrieren, etwa an der Benutzeroberfläche, der Zugänglichkeit oder am Balancing. Große inhaltliche Eingriffe, die die Narrative verändern, hält er für unnötig und sogar schädlich.
Kein Trend zu DLCs und bewusst kein Fokus darauf
Aus seiner Sicht sind umfangreiche DLCs ohnehin kein Selbstläufer mehr. Sie binden Ressourcen, verhindern einen klaren Projektabschluss und verlängern Entwicklungszyklen oft unnötig. Für Death Stranding 2 bedeutet das: Wer auf nachträgliche Story-Kapitel gehofft hat, wird enttäuscht, stattdessen können Spieler mit punktuellen Verbesserungen rechnen, die den Spielfluss optimieren.
Kojima verriet außerdem, dass er aktiv die Spielerdaten analysiert. Welche Routen werden bevorzugt? Welche Waffen kommen am meisten zum Einsatz? Diese Erkenntnisse fließen direkt in kleinere Updates ein, die etwa unpraktische Menüs oder unklare Spielmechaniken anpassen sollen.
Neben den Feinarbeiten an Death Stranding 2 arbeitet Kojima bereits an zwei weiteren Projekten. OD entsteht weiterhin mit einem Team, während Physint noch in einer sehr frühen Konzeptphase steckt und größtenteils von ihm allein entwickelt wird.
Für Spieler ist diese klare Prioritätensetzung ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bleibt Death Stranding 2 so erhalten, wie es ursprünglich veröffentlicht wird, was für viele Fans die künstlerische Integrität wahrt. Andererseits entfällt die Chance auf umfangreiche Zusatzinhalte, die die Welt erweitern könnten.
Was meint ihr: Ist Kojimas Ansatz, lieber am Ursprung festzuhalten, ein Zeichen von Respekt vor dem Werk – oder verschenktes Potenzial?
Finde ich super, denn diese grossartige Geschichte braucht das gar nicht. Ausserdem kann man auch wenn die Story beendet ist, noch wunderbar weiter bauen und liefern. Ich liebe es ❤️