Hideo Kojima ist kein gewöhnlicher Entwickler. Seine Spiele sind keine Spiele im klassischen Sinne – sie sind abstrakte Gedankenexperimente, inszeniert mit Hollywood-Besetzung, bizarren Mechaniken und einer Prise Größenwahn. Death Stranding war genau das: ein meditatives Paketbotenspiel in der Apokalypse, bei dem man ein Baby im Glas trägt und durch unsichtbare Geister watet. Für viele war das faszinierend. Für andere war es schlicht unverständlich.
Doch keine Sorge: Wer beim ersten Teil irgendwo zwischen Death Stranding 2: The Beach und der fünften Erklärungsschleife über die Ereignisse ausgestiegen ist, darf aufatmen. Denn Death Stranding 2 scheint nicht nur eine Fortsetzung zu sein – es könnte tatsächlich ein Spiel für alle werden.
Reedus: „Diesmal weiß ich, was ich tue.“
In einem aktuellen Interview mit IGN teilte Reedus offen mit, dass er selbst beim ersten Teil nicht wirklich verstanden habe, worum es ging. „Es ist schwer, Kojimas Gedanken zu verstehen“, sagt er, nicht ohne ein gewisses Augenzwinkern. Der Mann mit dem Motorrad-Charme ist zurück in der Rolle des Sam Porter Bridges – und diesmal soll alles ein bisschen klarer werden.
Laut Reedus hat Death Stranding 2 mehr Action, mehr Struktur und ein greifbareres Ziel. Natürlich bleibt Kojima seiner Linie treu – was bedeutet, komplett normal wird es nie. Aber die Story soll nachvollziehbarer sein, das Gameplay zugänglicher. Ein wilder Trip sei es trotzdem, so Reedus. Und das ist vermutlich das beste Versprechen, das man von einem Kojima-Spiel bekommen kann.
Abschied auf Raten?
Interessant ist auch, dass Reedus den kommenden Death Stranding-Film gerne begleiten würde – auch wenn er selbst noch keine konkreten Infos hat. Es ist denkbar, dass der Film ganz neue Figuren in den Mittelpunkt stellt, losgelöst von Sams Geschichte. Ebenso steht die Zukunft der Spielereihe in den Sternen. Kojima selbst hat erklärt, Death Stranding 3 nicht persönlich übernehmen zu wollen – aber er hätte Ideen, falls jemand anderes die Vision fortsetzen will.
Ob Death Stranding 2 also der letzte Auftritt von Sam Bridges wird, ist ungewiss. Vorerst gilt, der 26. Juni könnte ein Feiertag für alle werden, die sich beim ersten Teil verloren fühlten – und diesmal trotzdem (oder gerade deshalb) neugierig sind, sich erneut auf den Wahnsinn einzulassen. Diesmal mit Karte, Kompass – und einer Ahnung, was Kojima eigentlich sagen will.



Also so kompliziert ist es nicht kojima erzählt halt zu sehr verschatelt einfache Dinge