Wer dachte, der erste Teil von Hideo Kojimas Postboten-Epos war schon episch in seiner Länge, der sollte jetzt besser seine Thermoskanne auffüllen und die Powerbank aufladen: Death Stranding 2: On the Beach steht in den Startlöchern – und es wird lang. Richtig lang.
Mehr als nur ein Spaziergang: Death Stranding 2 wird zur epischen Reise
In einer jüngst veröffentlichten Vorschau zu Death Stranding 2 berichtet u.a. Eurogamer von satten 30 Stunden Spielzeit – und das sei laut Entwickler Kojima Productions gerade einmal 40 Prozent der Hauptgeschichte. Wer die Prozentrechnung im Kopf hat (oder einen Taschenrechner), kommt also auf eine Gesamtspielzeit von rund 75 Stunden für die Story. Und das ist wohlgemerkt nur die lineare Geschichte – ohne Abstecher, Sammelwahnsinn oder stundenlange Paketkuriertouren durch postapokalyptisches Niemandsland.
Schon der erste Teil spaltete bekanntlich die Gaming-Welt: Für die einen ein meditatives Meisterwerk, für andere der „FedEx-Simulator 2020“. Doch egal, wie man zum Spielprinzip steht – Death Stranding war ambitioniert. Und Death Stranding 2 scheint das Ganze jetzt auf Steroiden fortzusetzen: größere Welt, neue Gegenden wie Mexiko und Australien, verbesserte Tarnmechaniken, frische Waffen, und ja – auch noch mehr emotionale Monologe von Norman Reedus, vermutlich im Regen.
Von Mexiko bis Australien: Eine Weltreise voller Pakete, Pathos und Postapokalypse
Natürlich bleibt abzuwarten, wie viel dieser angekündigten Spielzeit tatsächlich mit Substanz gefüllt ist. Kojima wäre nicht Kojima, wenn nicht ein paar surreale Zwischensequenzen und fragwürdige Gameplay-Elemente eingebaut wären, bei denen man sich fragt: „Ist das noch Storytelling oder schon Performancekunst?“ Trotzdem: Wer in Death Stranding 2 einsteigen will, sollte besser den Kalender freiräumen. 75 Stunden sind kein Sprint – das ist eine Pilgerreise mit Baby in der Flasche und multiplen metaphysischen Krisen inklusive.
Death Stranding 2: On the Beach erscheint am 26. Juni exklusiv für die PlayStation 5 – und wenn die ersten Spieler dann Wochen später wieder auftauchen, wissen wir: Sie haben das Ende gefunden. Oder sich unterwegs verlaufen.



Ich kann es kaum erwarten. Death Stranding war damals mein persönliches GotY!