Kojima Productions erweitert das Death-Stranding-Universum. 2027 startet auf Disney+ die handgezeichnete Animationsserie Death Stranding Isolations. Anders als das zuvor angekündigte animierte Filmprojekt Death Stranding: Mosquito, erzählt die Serie eine eigenständige Geschichte.
Neue Perspektiven jenseits von Sam Bridges
Im Zentrum stehen zwei bislang namenlose Protagonisten – ein junger Mann und eine junge Frau – die sich ihren eigenen Herausforderungen stellen. Laut offizieller Beschreibung kämpfen sie mit Isolation, Verlust und der Suche nach einem Sinn in einer Welt, die am Rand des Untergangs steht. Parallel zu Sams Mission, den Kontinent zu überqueren, navigieren diese Figuren auf individuelle Weise durch ihre Einsamkeit.
Weitere Charaktere sind ein alter Mann, der nach Erlösung außerhalb von Bridges’ Philosophie sucht, eine Kämpferin, die eine Welt des permanenten Konflikts anstoßen will, ein Junge, der Groll gegen Bridges hegt, sowie ein Mädchen, das Einsamkeit bewusst annimmt. Die Serie verspricht damit neue Perspektiven und erweitert das Death Stranding-Universum ohne die bekannten Handlungslinien zu wiederholen.
Kreatives Team und Stil
Die Produktion übernimmt Hideo Kojima als Executive Producer, Regie führt Takayuki Sano, bekannt aus Attack on Titan: The Final Season und Jujutsu Kaisen 0. Für das Charakterdesign ist Ilya Kuvshinov verantwortlich, der bereits an Ghost in the Shell: SAC 2045 mitarbeitete. Die Serie setzt auf klassischen 2D-Handzeichnungsstil, was im Zeitalter von CGI eine bewusste ästhetische Entscheidung darstellt.
Kojima betont, dass Death Stranding Isolations bewusst unabhängig von anderen Projekten bleibt. Neben der Serie entstehen derzeit noch der animierte Film Death Stranding: Mosquito unter Leitung von Aaron Guzikowski sowie ein Live-Action-Film bei A24, der von Michael Sarnoski inszeniert wird. Kojima selbst tritt hier nicht als Regisseur auf, sondern wirkt beratend am Plot mit, um die Qualität der Story zu sichern.
Was bedeutet das für Fans?
Für Spieler bedeutet Death Stranding Isolations eine neue Möglichkeit, das Death-Stranding-Universum zu erkunden, ohne direkt das Spiel spielen zu müssen. Die Serie könnte narrative Lücken füllen, neue Themen anreißen und vielleicht auch erste Hinweise auf zukünftige Projekte von Kojima Productions geben. Besonders interessant bleibt, wie die emotionalen und isolierten Geschichten der neuen Figuren mit der Philosophie des Spiels zusammenpassen werden.
Ob die Serie die gleiche emotionale Tiefe erreichen kann wie das Originalspiel, bleibt abzuwarten. Fest steht: Kojima zeigt erneut, dass er bereit ist, sein Universum auf verschiedenen Medienebenen zu erkunden – von Spiel zu Film zu Serie.

