Rückblickend war die Xbox Series X|S technisch ambitioniert, strategisch aber nicht frei von Fehlentscheidungen. Eine davon sticht heute klar heraus, und sie hat weniger mit GPU-Leistung der Series S oder SSD-Geschwindigkeit zu tun als mit einem Fundament, das jede Konsole prägt: der Speicherarchitektur.
Genau darüber wurde zuletzt im Hardware-Podcast Moore’s Law Is Dead offen und deutlich gesprochen. Und die Erkenntnisse daraus sind vor allem für die nächste Xbox-Generation relevant, und sollten unbedingt berücksichtigt werden.
Geteilter Speicher war eine dumme Management-Entscheidung
Der größte strukturelle Fehler der Xbox Series X|S war nicht die Existenz zweier unterschiedlich starker Konsolen, sondern die Art, wie Microsoft den Arbeitsspeicher aufgeteilt hat. Die Xbox Series X und Series S nutzen jeweils einen gesplitteten RAM-Pool mit unterschiedlich schnellen Bereichen für GPU und CPU. Was auf dem Papier nach effizienter Ressourcennutzung klingt, entpuppte sich in der Praxis als unnötige Komplexität für Entwickler.
Laut Moore’s Law Is Dead war diese Speicheraufteilung keine technische Ideal-Lösung, sondern das Ergebnis einer späten Management-Entscheidung. Ursprünglich waren deutlich klarere Designs vorgesehen: eine Series X mit breiterem Speicherinterface und mehr RAM, und eine Series S mit klar abgespeckter, aber konsistenter Architektur. Stattdessen entschied man sich kurzfristig für einen Kompromiss, um pro Konsole einige Dollar zu sparen.
Entwickler zahlen den Preis – bis heute
Die Folgen dieser Entscheidung sind bis heute spürbar. Entwickler müssen:
- Speicherbudgets feiner aufteilen
- Assets doppelt optimieren
- Sonderfälle für CPU- und GPU-lastige Szenen berücksichtigen
Gerade Multiplattform-Studios berichten immer wieder, dass die Xbox Series S-Optimierung unverhältnismäßig viel Aufwand kostet, nicht wegen mangelnder Rechenleistung allein, sondern wegen der fragmentierten Speicherstruktur.
Ein verbauter Speicher ist kein variables Feature, das man später „patcht“. Er definiert, wie Engines aufgebaut werden, wie Assets gestreamt werden und wie gut Spiele über Jahre skalieren.
Xbox Next (Magnus) darf keine Experimente wagen
Für die nächste Xbox-Generation – intern als Xbox Magnus bezeichnet – ist die Lehre eindeutig: kein geteilter Speicher, keine Mischlösungen und keine Sonderwege für unterschiedliche Revisionen oder Marktstandards.
Der Insider macht klar, dass moderne Konsolen-APUs technisch gar keinen Raum mehr für kreative RAM-Experimente lassen. Memory Controller, GPU und große Teile der IO-Logik sitzen heute auf einem gemeinsamen Die. Dies bedeutet einen Speicherstandard, einen Pool und klare Verhältnisse.
Realistisch diskutiert werden aktuell Konfigurationen zwischen 36 und 48 GB GDDR7, angebunden über ein 192-Bit-Interface. Das wäre nicht spektakulär, aber genau das ist der Punkt, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet, oder einfach ausgedrückt: Entwicklerfreundlichkeit schlägt Marketingzahlen.
Warum Microsoft diesmal unter besonderem Druck steht
Im Unterschied zur letzten Generation kann sich Microsoft dieses Mal keinen strukturellen Fehlgriff leisten. Raytracing, KI-Features, größere Open Worlds und längere Konsolenzyklen erhöhen den Speicherbedarf massiv. Gleichzeitig wird der Vergleich mit leistungsstarken PCs und einer kommenden PlayStation-Generation noch härter ausfallen. Eine unklare oder zu knapp kalkulierte Speicherarchitektur würde die Xbox Next von Tag eins an ausbremsen, nicht technisch, sondern praktisch.
Der größte Fehler der Xbox Series X|S war kein Hardware-Defizit, wie anfangs immer geglaubt, sondern eine kurzfristige Management-Entscheidung mit langfristigen Folgen. Moore’s Law Is Dead legt nahe, dass die Ingenieure es besser wussten, aber sie wurden überstimmt.
Für die Xbox Next muss Microsoft daraus lernen. Nicht mehr Flexibilität, nicht mehr Sonderlösungen, sondern klare, großzügige und einheitliche Speicherarchitektur ist der Schlüssel. Wenn das gelingt, könnte die nächste Xbox technisch vielleicht unspektakulärer, aber genau deshalb erfolgreich sein.


Naja war doch schon bei der ps3 eine dumme Idee da hat doch Microsoft damals mit der x360 eingetlich gezeigt wie das geht. Ich finde es auch besser wenn gpu und cpu sich den ram teilen klar im ersten Moment hört sich das wie ein Nachteil an aber an pc handhelds sie man es ja das man je nach Anwendung anforderung flexibel den ram von einer Komponente zu anderen hinweisen kann. Was aber die nächste xbox angeht wenn sie wirklich wie ein pc aufgebaut sein sollte und der ram nicht definiert sein sollte dann müsste man sehr viel ram nehmen wenn man es nicht doch splittet aber dafür einen die möglichkeit gibt den ram selbständig aufzurüsten
Diese behämmerte Speicherteilung gab es auch bei der One, bei der One X gab es einen gemeinsamen, keine ahnung was Microsoft da fabriziert, die nächste PCBox wird teuer und dazu das miese vertrauen der kaum noch vorhandenen Kunden, man hat sich maximal unbeliebt und unsicher beim Kunden seinen ruf erarbeitet. Für was eine PCBox wo der Vorteil Playstation Steam Versionen sind, es gibt dann nur noch eine Fassung für die Nextbox, nämlich die PC Fassung was laut Microsoft ja alles vereinfachen soll, reine Konsolenfassungen von MS Spielen wird es dann nur noch für Playstation geben, so absurd das klingt xD
Okay, rein vom technischen Standpunkt aus betrachtet kann ich nachvollziehen, was hier hinsichtlich des RAM’s versucht wird darzustellen und gehe da mit.
Rein subjektiv betrachtet empfinde ich persönlich jedoch ganz andere Faktoren, die für das beispiellose Mahnmal des Scheiterns einer Marke verantwortlich sind.
Zum einen ist da das völlig orientierungslose Amateur-Kasperletheater, das durch katastrophale Fehlentscheidungen, permanentes Geschwurbel & andauerndes Hinhalten der Community dafür gesorgt hat, dass das Vertrauen in den Keller gerutscht ist und zum anderen, und das ist meiner Einsicht nach noch viel ausgeprägter dafür verantwortlich, dass das Schiff mit Höchstgeschwindigkeit gegen den Eisberg gekracht ist, und das ist die Aufgabe der Identität der eigenen Marke & die Prostitution derer auf dem restlichen Markt, den man zum Teil aufgekauft hat, anstelle eigens kreierte Ideen umzusetzen und diese mit kreativen Köpfen zu fördern & nachhaltig zu etablieren.
Und das, Ladies & Gentlemen, wird in der kommenden Generation auch keine Speicherlösung optimieren geschwiege denn wieder auf Kurs bringen, zumindest die XBox Series X war rein technisch betrachtet ein solides Stück Hardware, doch das Ding ist durch, man hatte die Gelegenheit, man hat Frankenstein’s Monster erschaffen, das keiner will & jeder ablehnt und hat sich somit ganz bewusst für’s Scheitern entschlossen.