Bungie beendet die aktive Entwicklung von „Destiny 2“ und flüchtet sich in neue Projekte. Das finale Inhalts-Update soll die verbliebenen Spieler mit einer Flut an Nostalgie-Inhalten und lang geforderten Features besänftigen.
Der Live-Support für den MMO-Shooter wird am 9. Juni 2026 eingestellt. Gleichzeitig erscheint mit „Monument of Triumph“ das letzte inhaltliche Update für das Spiel. Danach wechselt der Titel in einen reinen Wartungsmodus und legt die Ressourcen vermutlich auf „Marathon„. Das Studio zieht zudem die Entwickler ab, um neue, noch unangekündigte Spiele zu konzipieren. Die Server bleiben online, frische Seasons oder Erweiterungen wird es jedoch nicht mehr geben.
„Seit fast zwölf Jahren haben wir das große Vergnügen und die Ehre, gemeinsam mit euch das „Destiny“-Universum zu erkunden. Trotz aller Höhen und Tiefen, Überraschungen und Erfolge war es für uns ein ungeheures Privileg, „Destiny“ gemeinsam mit unseren Spielern zu gestalten. Auch wenn unsere Liebe zu „Destiny 2“ ungebrochen ist, ist uns klar geworden, dass nach „The Final Shape“ die Zeit gekommen ist, in der unsere gemeinsamen Welten und „Destiny“ über „Destiny 2“ hinaus weiterleben werden.“
Die Fakten zum Abschied
Das finale Update am 9. Juni 2026 bringt eine massive Umstrukturierung der bestehenden Systeme auf PC, PlayStation und Xbox. Die Entwickler reaktivieren die ursprüngliche Navigation über den „Director“ und bringen die Boss-Parade „Pantheon 2.0“ als permanente Aktivität zurück.
Sämtliche Raid- und Dungeon-Waffen erhalten Updates auf aktuelle Werte-Tiers. Das kosmetische Transmog-System wird gelockert, sodass legendäre Rüstungs-Skins im PvE auf exotische Rüstungsteile projiziert werden können. Die saisonalen Events verschwinden komplett. Deren Belohnungen wandern in einen neuen Ingame-Kiosk.
Gleichzeitig kehrt das von Fans lang geforderte „Sparrow Racing League“ als dauerhafter Modus zurück. Sämtliche bisherigen DLCs, Kampagnen und Dungeon-Pässe werden ab dem Stichtag in einem einzigen Kaufpaket namens „Destiny 2: The Collection“ zusammengefasst. Die Preise für einzelne Erweiterungen sinken dauerhaft.
Die Reaktivierung des Sparrow-Rennens ist das klassische Abschiedsgeschenk eines überforderten Studios, das die Marke jahrelang an die Wand gefahren hat und nun Schadensbegrenzung betreibt. Vielleicht nicht heroisch, aber der notwendige Schritt.