Am 19. Juli ist es so weit: Der Raid The Desert Perpetual öffnet seine Tore und Destiny 2: The Edge of Fate tritt erneut in den Ring um das, was Bungie am besten kann, und gleichzeitig am meisten kritisiert wird. Doch diesmal geht es nicht nur um Mechaniken, Bosse und Builds. Es geht um ein Ritual, ein Event, vielleicht das letzte große Gemeinschaftserlebnis im Destiny-Kosmos, bevor alles erneut neu geordnet wird.
World First als Livestream-Spektakel
Ab 6:45 Uhr PDT startet der offizielle World First Pre-Show-Stream, begleitet von der Community mit bekannten Namen wie Evanf1997 und CBGray. Wer mindestens eine Stunde zwischen 6:00 und 18:00 Uhr PDT bei einem teilnehmenden Destiny-Streamer auf Twitch einschaltet, erhält das Emblem Power Hues als Drop – kosmetisch, aber rar genug, um Status zu signalisieren.
Für Bungie ist das eine Gelegenheit, Spieler nicht nur zum Mitspielen, sondern zum Zuschauen zu motivieren. Ein smarter Schachzug, der zeigt, wie sehr das Spiel mittlerweile auch vom Drumherum lebt. Weitere Details liefert der aktuelle This Week in Destiny-Blogeintrag – gewohnt vollgepackt, gewohnt PR-lastig.
Merch, Pins und Prestige
Wer den Raid The Desert Perpetual bis zum 29. August abschließt, darf sich nicht nur auf Ingame-Loot freuen, sondern auch auf Merchandise im Bungie Store, darunter eine Raid-Jacke und eine Sling Bag in Zusammenarbeit mit Chrome Industries. Für Sammler gibt es darüber hinaus Pins zum Atemporal-Titel oder für das Abschließen der Kampagne. Der einzige Haken: Man muss sich die Teile nicht nur erspielen, sondern auch selbst kaufen, reine Freischaltungen sind sie nicht.
Ähnliches gilt für die weiteren Belohnungen im Rahmen des Bungie Rewards-Programms, darunter ein Metallposter (Somnium Trek) und der Fated Weapon-Pin. Eine kluge Strategie, die Hardcore-Fans gezielt anspricht, aber auch ein kommerzieller Aspekt, der nicht jedem schmecken wird.
Ausblick: Renegades und das neue Content-Modell
Mit dem Year of Prophecy setzt Bungie auf ein klares Format. Zwei kostenpflichtige Erweiterungen und zwei große kostenlose Updates pro Jahr. Die nächste Etappe: Ash & Iron am 9. September, gefolgt von Destiny 2: Renegades am 2. Dezember, die laut Bungie inspiriert von Star Wars sind. Ob das atmosphärisch gelingt, bleibt offen. Allzu oft verhebt sich Bungie an seinen Referenzen.
Die Ultimate Edition des Jahrespakets umfasst neben den Story-Inhalten auch ein Exotisches Scharfschützengewehr, vier Reward-Pässe, ein Sparrowskin, diverse Materialien und mehr – alles gebündelt für Fans, die ohnehin dabeibleiben wollen.
Bungie bleibt sich bei Destiny 2 treu. Mit kosmetischen Belohnungen, exklusiven Store-Artikeln und einem spektakulären Raid-Event wird Destiny 2 nicht neu erfunden, aber lebendig gehalten. Wer sich in der Welt noch heimisch fühlt, bekommt genug Gründe, weiterzuziehen – auch wenn man sich gelegentlich fragt, wie lange der Trick noch funktioniert.
Werdet ihr euch am Raid-Rennen beteiligen – oder ist der Zauber des „World First“ für euch längst verflogen?