Detroit: Become Human überrascht 8 Jahre später mit neuem Update

Detroit: Become Human überrascht auf Steam mit fast einer Million Verkäufen in zwei Wochen. Ein Meilenstein, der zeigt, warum Story-Games bleiben.

Lukas Neumann
Als leidenschaftlicher Gamer und Analyst begleitet Lukas Neumann die Entwicklung der PlayStation-Ökosystems bei PlayFront.de. Sein journalistischer Fokus liegt auf der Aufbereitung komplexer Branchenthemen und dem Testen...

[Update] Quantic Dream hat inzwischen einen weiteren Meilenstein bestätigt: Detroit: Become Human hat weltweit die Marke von 15 Millionen verkauften Einheiten überschritten. Damit ist das 2018 erschienene Adventure offiziell das erfolgreichste Spiel des Studios.

Der Erfolg kommt nicht aus dem Nichts. Seit dem Release gilt Detroit als Referenz für verzweigtes Storytelling, konsequente Spielerentscheidungen und Themen, die bewusst unbequem sind. Dass das Spiel nun – Jahre später – erneut stark auf Steam performt, unterstreicht seine ungewöhnliche Langzeitwirkung.

Quantic Dream bedankt sich bei der Community und den Partnern für die anhaltende Unterstützung. Für Spieler ist das vor allem ein Signal: Gute Geschichten haben kein Verfallsdatum.

[Originalmeldung] Detroit: Become Human von Quantic Dream ist in den vergangenen zwei Wochen zu einem der meistverkauften Spiele auf Steam geworden. Laut Schätzungen wurden zwischen dem 21. Dezember und dem 5. Januar knapp eine Million Kopien verkauft, Platz zwei hinter ARC Raiders. Gleichzeitig erreichte das Spiel einen neuen Höchstwert bei den aktiven Spielern.

Ein Comeback, das niemand auf dem Zettel hatte

Fast acht Jahre nach dem ursprünglichen Release erlebt Detroit: Become Human ein bemerkenswertes Comeback. Das narrative Abenteuer von Quantic Dream, das 2018 erschien und 2020 auf Steam folgte, tauchte plötzlich ganz oben in den Verkaufscharts auf. Mit einem geschätzten Peak von 25.615 gleichzeitigen Spielern beweist es, dass es nicht nur um Neugierkäufe geht, sondern um echtes Interesse.

Die Zahlen stammen aus einer Auswertung von Alinea Analytics, die für den Dezember 2025 ein starkes Wachstum auf Steam insgesamt verzeichneten. Rund 1,6 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Plus von über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, getragen von Neuerscheinungen, aber eben auch von unerwarteten Dauerbrennern wie Detroit: Become Human.

Der Preis als Auslöser, aber nicht als einzige Erklärung

Der offensichtlichste Treiber war ein massiver Rabatt. Detroit: Become Human fiel zeitweise von rund 40 Euro auf etwa 4 EUR – der niedrigste Preis seit Veröffentlichung auf Steam. Für viele Spieler war das die perfekte Gelegenheit, einen lange aufgeschobenen Titel endlich nachzuholen.

Doch der Preis allein erklärt den Erfolg nicht vollständig. Narrative Spiele altern anders als technikgetriebene Blockbuster. Themen wie künstliche Intelligenz, Selbstbestimmung und moralische Verantwortung sind heute mindestens genauso relevant wie 2018. Detroit: Become Human profitiert davon, dass seine Fragen zeitlos wirken – vielleicht sogar aktueller denn je.

Spieler schätzen vor allem die Konsequenz des Designs. Jede Entscheidung hat Gewicht, jede Szene kann kippen. Anders als viele moderne Games zwingt Detroit: Become Human niemanden in ein festes Korsett, sondern lädt zum Experimentieren ein, zum zweiten Durchlauf und zum Vergleichen von Entscheidungen.

Dass ein storylastiges Singleplayer-Spiel Jahre später solche Zahlen schreibt, ist auch ein Hinweis an die Branche. Nicht jeder Erfolg benötigt ein Live-Service-Modell, denn manchmal reicht ein starkes Konzept, das zur richtigen Zeit wieder sichtbar wird.

Am Ende bleibt die Frage: Wenn ein Spiel wie Detroit: Become Human heute noch Millionen erreicht, unterschätzen Publisher dann weiterhin das langfristige Potenzial guter Geschichten? Der Entwickler arbeitet derweil an Star Wars: Eclipse, dessen Release allerdings noch weit in den Sternen steht.

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Lukas Przybylek
1 Monat zuvor

Ist ja auch ein gutes Story Spiel .

Leon Rieck
1 Monat zuvor

War ja auch für 3,99 euro im Angebot

pray
1 Monat zuvor

Bei Detroit hat man wegen einer Szene im Vorfeld einen aufrüsten gemacht und zum boykottieren aufgerufen, dann kam der last of us Trailer mit der Folterung und dem Gemetzel und es war alles ok.

Diese scheinheiligkeit hat damals schon gezeigt wie lächerlich viele Debatten sind und wie flexibel viele sind, wenn es „ihr“ Studio ist z.b. die guten tollen naughty dogs…

Bei detroit hat das ganze einen Erwachsenen Reifen Kontext und ist nicht explizit.

Bei einem the last of us wird man mit Gewalt überschüttet, schwangere Frauen werden zusammen geschlagen, bekommen die Nase gebrochen, Leute werden totgeschlagen und bespuckt und vieles mehr

Jetzt darf jeder mal raten welches Spiel untergegangen ist und welches Spiel massig verkauft hat, gehyped wurde und sich schön geredet wurde…

traurig

Last edited 1 Monat zuvor by pray
Weedyconzales
1 Monat zuvor
Reply to  pray

Kritik am System ist eben nicht gerne gesehen. Pöbel der sich gegenseitig anschlachtet schon.

DerWahreHansWurst
1 Monat zuvor
Reply to  Weedyconzales

da hast du recht. ist überhaupt ein trend heutzutage.

menschen die menschen böses antun ist absoluter standard geworden.

bei uncharted gibt es keine zombies/mumien, keine shambala supermenschen oder dschinns mehr, nurnoch andere leuten killen, en masse

bei last of us waren die clicker immer im hintergrund und bei teil 2 hat man das ganze auf die spitze getrieben, wo einfach nur alle brutal, rücksichtslos und grausam sind

bei god of war lässt man einfach mal eine neue frau die man nie kennen gelernt hat offscreen sterben, alles dreht sich um konfklikte, streit etc… dazu wieder leiden, drama und so weiter

ghost ot tsuhima und yotei… tod der familie, folter, mord etc… rache und ein kaputter charakter. beim zweiten teil natürlich auch immer drama flashbacks in die kindheit…

das sind so die großen AAA sony spiele… kein resistance mehr, kein killzone, kein infamous. spiele wo man vl den charakter mochte es aber um MEHR ging und man nicht jedes gejammer und jeden traurigen gedanken erfahren musste. spiele die wirklich etwas erzählt und einen herausgerissen haben. wo man gestaunt hat und durch kreative gegner, coole settings und manchmal auch überraschungen im gameplay oder der story eine positive abwechslung hatte.

DerWahreHansWurst
1 Monat zuvor

das selbe bei wolfenstein, halo, gears of war wo man direkt mal das war wegradiert hat und eine teenie drama ´´ich weiß nicht wer ich sein möchte´´ story drauß gemacht hat.

gameplay technisch treten diese spiele meist auf der stelle, storytechnisch sind sie flach und vorhersehbar.

bethesda bekommt seit über 10 jahren kein neues elder scrolls auf die kette, fallout ebenfalls nicht.

doom dark ages ist der einzige ´´erwachsene´´ nicht drama titel aus den letzten jahren zumindest aus dem AAA bereich, wo eine marke mal nicht komplett versaut wurde

klar resident evil ist auch grandios aber leider auch da drama… siehe ethan winters bei resident evil 8 (total unnötig) und mir graut es vor resident evil 9, was sie mit leon treiben können…

s.t.a.l.k.e.r 2 ist halt super, aber hat technisch noch einiges vor sich…
silent hill f ist super, aber leider auch hier nicht auf typischem silent hill niveau. sehr speziell, sehr ´´simpel´´ und eher auf school girl horror niveau als auf silent hill niveau

es gibt keine spiele mehr wie:

condemned
F.E.A.R
Call of Jericho
Tenchu
Silent Hill (richtiges Silent Hill)
Metal Gear Solid
Singularity
Timeshift
Bioshock
Cryostasis
Enslaved
Devil May Cry
God of War (die alten RICHTIGEN God of War spiele)
Metro
Dino Crisis
Elder Scrolls
Fallout
Mass Effect
Red Steel 1+2
ZombiU
The last guardian
Ico
Shadow of the Colossus
Mirros Edge
shadow warrior
evil within
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