Blizzard setzt am 28. April 2026 die Geschichte von „Diablo 4“ mit der zweiten Erweiterung „Lord of Hatred“ fort und führt Spieler auf die Skovos-Inseln.
Das nächste Kapitel von „Diablo 4“ fokussiert sich auf Mephisto, den Herrn des Hasses, der laut Associate Game Director Zaven Haroutunian und Lead Narrative Designer Matt Burns nicht auf rohe Gewalt, sondern auf intellektuelle Korruption setzt. Schauplatz ist das antike, mediterran angehauchte Skovos-Archipel, das erstmals seit „Diablo 2“ wieder betreten werden kann. Die Erweiterung fungiert dabei als Abschluss einer
Trilogie, die lose Fäden seit dem Start von Diablo 4 verknüpft – inklusive einer notwendigen Reconnection mit Lilith.
Mephisto: Der Puppenspieler statt Endboss-Klischee
In „Lord of Hatred“ bricht Blizzard mit dem typischen Schema des „großen Endkampfs“. Mephisto wird als ein Wesen porträtiert, das die Menschheit als bloße Insekten betrachtet. Sein Ziel ist nicht die direkte Konfrontation, sondern die Zersetzung von Institutionen und Religionen von innen heraus.
- Psychologische Kriegsführung: Mephisto nutzt die Skovos-Inseln als Bühne, um zu beweisen, dass selbst die stabilsten Gesellschaften unter dem Einfluss von Hass zerbrechen.
- Liliths Rolle: Trotz ihrer Niederlage bleibt Lilith durch die „Blütenblätter“, die der Spieler zu Beginn der Hauptkampagne konsumierte, ein Teil des Protagonisten. Um Mephisto zu stoppen, müssen Spieler einen Weg finden, sich erneut mit ihr zu verbinden.
Mit den Skovos-Inseln integriert Blizzard eine Region, die bisher nur aus der Lore und kurzen Auftritten in „Diablo 2“ bekannt war. Geografisch und kulturell orientiert sich das Gebiet an der griechischen Antike.
- Die Gesellschaft: Skovos wird von zwei Königinnen regiert – der Amazonen-Königin Adriana und einer namentlich noch nicht näher spezifizierten Orakel-Königin.
- Militärische Macht: Die Amazonen bilden die primäre Verteidigungskraft und gelten als eine der letzten intakten Militärorganisationen in Sanktuario.
- Der Kontrast: Die Entwickler beschreiben Skovos als einen Ort, an dem „die Straßen repariert und Steuern gezahlt werden“ – ein funktionierender Staat, der Mephisto als ideales Ziel für seine Korruption dient.
Neue Klassen und technischer Rahmen
Neben der narrativen Vertiefung liefert das Add-on substanzielle spielerische Neuerungen. Der Paladin kehrt als spielbare Klasse zurück, der für Vorbesteller bereits jetzt spielbar ist, ergänzt durch den neu angekündigten Hexenmeister (Warlock).
Für Fans bedeutet „Lord of Hatred“ vor allem eine Rückkehr zu den Wurzeln der Serie. Die Skovos-Inseln und der Paladin bedienen gezielt die Nostalgie der Diablo 2-Ära, während das neue Crafting-System und das Talisman-System die Langzeitmotivation im Endgame erhöhen sollen. Technisch bleibt abzuwarten, wie Blizzard die weitläufige Inselwelt ohne übermäßige Ladezeiten in die bestehende Map integriert – hier versprechen die Entwickler jedoch eine nahtlose Einbindung südlich von Nahantu.