Blizzard hat die nächste große Diablo IV-Saison vorgestellt: Die Saison des Höllenchaos startet am 23. September und bringt nicht weniger als die Rückkehr von Bartuc, dem Herrn des Chaos. Begleitet wird das Update von neuen Mechaniken, einer frischen Questreihe und langfristigen Systemänderungen, die auch über Saison 10 hinaus erhalten bleiben.
Der Grausame Rat erhebt sich, und Bartuc gleich mit
Mephistos Präsenz schwächt erneut die Grenzen zwischen Sanktuario und den Brennenden Höllen. Heraus tritt der Grausame Rat, der über Chaosportale überall im Land Verderben verbreitet. Im Zentrum der Handlung steht jedoch Bartuc selbst, einst Kriegsherr der Vizjerei, nun als dämonischer Chaosfürst zurück im Rampenlicht. Spieler können sich im Rahmen der Höllenhorden für ein Duell gegen den Rat oder Bartuc entscheiden. Letzteres verspricht härtere Kämpfe, dafür aber garantierte Chaosrüstung auf Qualstufen III und IV.
Chaosrüstung und Chaosvorteile – neue Build-Möglichkeiten
Das wohl spannendste Feature ist die Chaosrüstung: mächtigere Varianten bestehender Unique-Items, die auf völlig neuen Item-Slots auftauchen können. So wird etwa aus den Fäusten des Schicksals ein Helm, der neue Kombinationen erlaubt. Die Items sind farblich hervorgehoben, rollen auf Maximalwerten und bieten mindestens ein großes Affix, klarer Powercreep, aber mit Build-Tiefe.
Parallel dazu gibt es Chaosvorteile, also Build-verändernde Perks mit vier Seltenheitsstufen. Neben allgemeinen Boni erhalten Klassen wie Druide, Barbar oder Zauberer ihre eigenen exklusiven Vorteile, die tief in Spielstile eingreifen. Legendäre und einzigartige Chaosvorteile können ganze Builds auf den Kopf stellen, etwa mit permanent aktiven Rufen für Barbaren oder veränderten Gestaltwandlungen bei Druiden.
Chaosportale, Wellen und neue Monster
Spieler treffen künftig in Höllenfluten und Alptraumdungeons auf Chaosportale, die Gegnerhorden ausspucken. Wer sie versiegelt, verdient Fortschritt auf der saisonalen Ansehenstafel, Höllenkrümmung zur Verstärkung von Vorteilen und Loot mit Chaos-Bezug.
Neu sind außerdem Chaoswellen in den Höllenhorden: zufällige Begegnungen, die Standardwellen ersetzen und mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, aber auch deutlich besseren Belohnungen locken. Dazu gesellen sich Chaosmonster, die beim Besiegen temporäre Buffs gewähren.
Neben der saisonalen Questreihe rund um Shyan und die Viz-Jaq’taar, die die Ursprünge der Chaosportale untersucht, gibt es auch permanente Systemanpassungen: schnellere Zugänge zu den Höllenhorden, überarbeitete Höllische Gaben und die neuen „Vergänglichen Horden“ als abgespeckte Version. Blizzard betont in diesem Zusammenhang, dass viele dieser Features direkt aus dem PTR-Feedback stammen. Zusätzliche Anpassungen wurden nachträglich eingepflegt und sind im offiziellen Blog blau hervorgehoben.
Mehr als nur eine Saison
Die Saison des Höllenchaos liest sich wie ein Mix aus frischem Content und Systempflege. Bartuc als Boss, Chaosrüstung und Chaosvorteile könnten gerade für Build-Tüftler spannend werden. Gleichzeitig versucht Blizzard, den Höllenhorden mehr Abwechslung einzuhauchen und das Endgame langfristig zu stabilisieren. Ob die Änderungen das Spielgefühl wirklich auffrischen, zeigt sich ab dem 23. September, dann heißt es: Chaos umarmen oder darin untergehen.