Der PlayStation Store wickelt laut dem ehemaligen Sony-Manager Gordon Thornton bereits 80 bis 85 Prozent aller Spielekäufe auf der Plattform digital ab. Das beschlossene Disc-Aus ab 2028 sei daher die logische Konsequenz dieser Entwicklung.
Digitale Dominanz bricht den physischen Handel
Der klassische Spieleladen verliert den Anschluss. Gordon Thornton, der 18 Jahre lang bei Sony Interactive Entertainment tätig war, legt gegenüber Insider-Gaming Zahlen offen, die den schleichenden Tod der Blu-ray untermauern.
Der physische Handel existiert demnach fast nur noch als reines Launch-Geschäft für Blockbuster in den ersten Verkaufswochen. Ältere Titel, der sogenannte Backkatalog, wandern mittlerweile fast ausnahmslos als Download über die Server von Sony. Der Bequemlichkeitsfaktor wiegt für die Masse der Spieler schwerer als das Sammelobjekt im Regal. Rabattaktionen im PlayStation Store tun ihr Übriges. Physische Datenträger sind zum Nischenprodukt degradiert.
Die UVP-Finte im Monopol-Streit
Kritiker werfen Sony seit Jahren vor, durch das geschlossene Ökosystem der PlayStation die Preise im Store diktieren zu können. Thornton hält dagegen und verweist auf die Publisher. Diese würden den empfohlenen Verkaufspreis (UVP) für ihre Spiele selbst festlegen, nicht der Plattformbetreiber Sony.
Das Argument greift dennoch zu kurz. Thornton verschweigt die entscheidenden Variablen der Gleichung. Die Plattform-Provision von geschätzten 30 Prozent bleibt unerwähnt. Auch der erzwungene Mangel an echten Konkurrenzshops auf der Konsole wird ausgeblendet. Ein freier Markt sieht anders aus.
Umsatzmaximierung verhindert günstigere Downloads
Der Wegfall von Presswerk, Logistik und Plastikhülle senkt die Vertriebskosten digitaler Spiele drastisch. Billiger wird der Download für den Endkunden deshalb trotzdem nicht. Publisher kalkulieren Preise nicht auf Basis der Herstellungskosten, sondern richten sie an der maximalen Zahlungsbereitschaft des Marktes bzw. des Kunden aus, wie bereits in unserem Artikel zum Code-in-a-Box als Mogelpackung erklärt. Die zusätzliche Marge dient der Refinanzierung explodierender Entwicklungskosten für AAA-Projekte. Wer auf sinkende Einstiegspreise durch den Digital-Umschwung gehofft hat, wird enttäuscht. Das passiert nicht.
Thorntons Analyse ist trotzdem keine neutrale Bestandsaufnahme, sondern die Perspektive der Industrie. Als heutiger Chief Commercial Officer beim Payment-Dienstleister ZBD profitiert er direkt von der Digitalisierung. Wichtige Verbraucherthemen wie der Verlust des Gebrauchtmarktes, das fehlende echte Eigentumsrecht an Downloads und laufende Kartellrechtsklagen gegen Sonys Store-Monopol spart das Interview komplett aus.
Für Spieler bedeutet diese Entwicklung eine fortlaufende Entmachtung. Ohne Preiswettbewerb durch den Einzelhandel bleibt der PlayStation-Nutzer der Preisgestaltung der Publisher und Sonys Store-Richtlinien schutzlos ausgeliefert.

Wie viel Provision bekommt denn Steam zum Beispiel, Ach auch 30% ?welch zufall. Hat sich irgendjemand wegen Gebrauchtmarkt geschert als Steam und Epic online ging? Auch nicht ? Hmmmm.
„Ohne Wettbewerb durch den Einzelhandel“ ist einfach straight up eine Falschaussage, da in Sonys statement klar genannt wird dass Einzelhändler und Drittanbieter mit beliefert werden.
Außerdem sind zeit geraumer zeit auf Steam die Games genauso teuer wie im psn store. Silent Hill f, auf beiden 80€. 007 First light bei beiden 70€. Aber das wird natürlich schon weggelassen. Selektives Interview anprangern aber dann selber selektive Berichterstattung und Informationsquellen nutzen … richtig geil.
Bin ja nicht für die Digitalisierung von videospielen aber man sollte wenigstens Wahrheiten nennen.
Der Anteil der mit Fakten vor den Kopf gestoßenen Gamer auf Social Media ist durch verständliche & nachvollziehbare emotionale Eingebundenheit in einen Bereich, der sie seit Jahrzehnten innerhalb ihres Lieblingshobbys begleitet hat, noch gar nicht zu logischer Auffassung imstande und wird zunächst weiterhin zum Mouthbreather vor der Tastatur beim Lesen dieser Nachrichten. Ein nicht unerheblich großer bzw. kleiner Anteil wird durch vorherrschende Frustration die Fronten wechseln nur um dann festzustellen, dass anderorts auch unternehmerisch & wirtschaftlich gedacht & gehandelt wird und das Karussell dreht sich erneut von vorn.
Auch wenn ich diese Entwicklung nicht ausschließlich gut heiße, so stellt sie die logische Konsequenz aus Betriebswirtschaft & unternehmerischer Denkweise in Zeiten dar, in denen Politik & Wirtschaft so dermaßen am Menschen vorbei sind, dass man am besten nicht weiter drüber nachdenkt, um seelisch langfristig gesund zu bleiben, dennoch sollte man seinen Standpunkt vertreten, und das bitte auf konstruktive & positive Art & Weise.
In jedem Fall bin ich gespannt darauf, wie Sony’s weitere Argumentation & Herangehensweise an den digitalen Wandel sein wird.
Wenn sie von 85% sprechen, hätte ich da gerne mal eine Aufschlüsselung gesehen. Sind da DLCs, Mikrotransaktionen, etc. mit drin? Für einen Vergleich müsste man nur die Spiele selbst vergleichen, die es digital und physisch gibt, denn nur so sieht man, wie gut sich physische Medien noch verkaufen. Alles andere verwässert die Statistik. Denn dass z.B. rein digitale Spiele sich nur digital verkaufen, sollte klar sein. Ich streite nicht mal ab, dass selbst dann digitale Verkäufe einen größeren Anteil haben, aber der liegt sicherlich bei weitem nicht bei 85%. Aber einen echten Vergleich werden wir von Sony nicht bekommen, denn dann wäre ihr Hauptargument für die Öffentlichkeit mit einem Schlag verpufft.
Das betrachte ich als konstruktiv! 💪
Ich persönlich benötige keine exakte Aufschlüsselung, da ich diesen Bereich als ganzheitlich betrachte & unternehmerisches Rechnungsgequatsche mich nicht interessiert, selbstverständlich sind innerhalb der veräußerten Zahlen AddOn’s, DLC’s & Mikrotransaktionen mit eingerechnet, diese gibt es ja auch ausschließlich digital, oder täusche ich mich da? Wenn ich von ganzheitlich spreche, meine ich natürlich auch das Schöngerede & den typischen Konzern Wisch-Wasch, um seinen Standpunkt der manipulierten Öffentlichkeit gegenüber zu gaslighten, man kennt es von überall her und ich heiße das nicht gut. Sony sind derzeit diejenigen, die sich als erster an die Front gewagt & in nächster Zeit den obligatorischen Shitstorm, der zweifelsfrei gerechtfertigt ist, ausbaden (besser gesagt totschweigen) & schließlich aushandeln müssen und ich erwarte, dass da künftig eine adäquate Lösung bei rum kommt, denn als Digital Only Gamer habe selbstverständlich auch ich die Wahl, künftig auf ein offenes digitales System wie den PC zu wechseln, sollten Sony dahingehend nicht drastisch von ihrer gegenwärtigen Denke & Führung ihres geschlossenen digitalen Systems abweichen, es nicht optimieren & sich nicht adaptieren zu wollen.
Die geben dir eine Aufschlüsselung, weil du so wichtig bist… oder auch nicht. Meinst du, Sony interessiert es, wenn du keine Spiele mehr kaufst? Ganz sicher nicht. Die meisten Leute kaufen digital, und wer das ab 2028 nicht will, hat eben Pech. So einfach ist das. GTA6 zeigt es gerade ziemlich deutlich: Wenn die Leute keine Wahl haben, greifen sie eben zur digitalen Version, statt zu verzichten. Das beweisen schon die unglaublichen Vorbestellungszahlen.
Umsatzmaximierung verhindert günstigere Downloads hahaha🤣 ein attraktives Monopol Geschäft für Sony und seine Drittanbietern. So für mich ist PS Geschichte veräppeln kann ich mich selber. Wer genug Geld hat nur zu greift zu ab 2028. Ich wechsle zum PC ist sowieso besser. Ja alles Digital aber dafür transparente Anbieter und dadurch transparente Preise😜
Wollte mal letztens Silent Hill F spielen wie teuer ist das in den ganzen stores?
007 First Light interessiert mich auch.
Silent Hill f kostet im PSN momentan 79.99€ und bei Amazon 37,47€
Achsooo ich bin aber von Playstation auf PC gewechselt und habe mir nur Steam account gemacht Epic hab ich noch nicht.
Gab 007 First Light bei einigen Steam Key Sellern für circa 50 Euro