Dragon Age: Origins – Warum ein Remaster wohl ein Traum bleiben wird

Dragon Age: Origins – Warum EA kein Remaster plant und welche technischen Hürden dahinterstecken. Mark Darrah spricht offen über verpasste Chancen.

Lukas Neumann
Als leidenschaftlicher Gamer und Analyst begleitet Lukas Neumann die Entwicklung der PlayStation-Ökosystems bei PlayFront.de. Sein journalistischer Fokus liegt auf der Aufbereitung komplexer Branchenthemen und dem Testen...

Es gibt Spiele, die bleiben einem einfach im Gedächtnis, nicht nur wegen ihrer Geschichte, sondern auch wegen der Zeit, in der man sie gespielt hat. Dragon Age: Origins gehört für viele Rollenspiel-Fans genau in diese Kategorie. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn man erfährt, dass Electronic Arts wohl mehrfach Vorschläge für ein Remake oder Remaster der ersten drei Teile abgelehnt hat. Das verriet nun Mark Darrah, einer der prägenden Köpfe hinter der Reihe, in einem Interview.

EA und die verpasste Chance

Darrah, der als Executive Producer maßgeblich an Dragon Age: Origins, Dragon Age II und Inquisition beteiligt war, sieht in einem Remaster der Trilogie nicht nur Fanservice, sondern auch eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung. Sein Gedanke: Die Spiele optisch und technisch aufpolieren, als „Champions-Trilogie“ neu vermarkten und so frischen Schwung für die Marke schaffen. Das Problem: EA war laut Darrah schon immer zögerlich, wenn es um Neuauflagen ging, auch wenn diese potenziell lukrativ wären.

Während die Mass Effect Legendary Edition erfolgreich war, profitierte sie von der einheitlichen Unreal Engine. Dragon Age hingegen nutzt drei verschiedene technische Grundlagen, von der hauseigenen Eclipse Engine über Lycium bis hin zu Frostbite. Das würde ein Remaster deutlich komplexer und teurer machen.

Technische Hürden statt klarer Vision

Interessant ist, dass es sogar konkrete Ideen gab. Für das verworfene Projekt „Joplin“ war geplant, ein externes, talentiertes Studio mit einem Remake von Origins zu beauftragen. Doch die Pläne versandeten. Für Fans bedeutet dies, wer die Anfänge der Reihe erleben möchte, muss weiter mit den Originalversionen vorliebnehmen, und die sind technisch inzwischen spürbar in die Jahre gekommen.

Die Absage ist ein weiterer Hinweis darauf, dass EA aktuell keine Ressourcen in die Aufarbeitung älterer Dragon Age-Titel investieren will. Mit Dragon Age Veilguard ist ein brandneuer Ableger verfügbar, der allerdings viel Kritik einstecken musste. Für Nostalgiker bleibt damit die Frage: Wird es jemals eine Neuauflage geben oder bleibt Origins ein Klassiker, den man nur noch durch Mods und Fanprojekte in moderner Form erleben kann?

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pray
5 Monate zuvor

Bestes remaster heißt pc version xD bester preis, beste Optik, beste Performance 🙂

Chanjo
5 Monate zuvor

Ich habe dieses Bunte Kinderspiel leider tatsächlich nie zu Ende gespielt. War einfach kein Dragon Age mehr for mich. Ein Remastered vom Vorgänger wäre schon geil.

pray
5 Monate zuvor
Reply to  Chanjo

Entweder verstehe ich etwas falsch oder du bist etwas verwirrt xD

Es geht doch um dragon age origins…. Donnerstag teil?! XD

DAVOR gab es kein anderes dragon age

Chanjo
5 Monate zuvor
Reply to  pray

Es geht um den aktuellen Woken Teil. Dieser ist bunt und sieht aus wie ein Kinderspiel, mit leeren Figuren die nicht wissen ob sie männlich oder weiblich sind. Gefällt mir nicht. Ist nicht mehr so wie der Vorgänger. Deshalb wünsche ich mir einen remastered Teil wie den Vorgänger.

pray
5 Monate zuvor
Reply to  Chanjo

Das ergibt durchaus Sinn 🙂

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