Nach einem Jahrzehnt voller DLCs für den Vorgänger erhält die Xenoverse-Reihe endlich eine echte Fortsetzung als „Dragon Ball Xenoverse 3“. Der Wechsel in die Ära „Age 1000“ markiert dabei einen deutlichen Bruch mit der bekannten Zeitreise-Struktur der ersten beiden Teile.
Bandai Namco hat im Rahmen des Dragon Ball Games Battle Hour 2026 Events offiziell Dragon Ball Xenoverse 3 für PlayStation 5 und Xbox Series X|S angekündigt. Während viele Fans damit rechneten, dass der Dauerbrenner „Dragon Ball Xenoverse 2“ ewig weiterläuft, sorgt die Enthüllung des Projekts – das zuvor unter dem Codenamen „Age 1000“ firmierte – nun für Fakten.
Neuanfang in der fernen Zukunft
Der erste Trailer macht sofort klar, dass wir uns von der nostalgischen Dauerschleife der Z-Saga lösen. Das Spiel ist im Jahr Age 1000 angesiedelt, einer Ära, die in der Lore bisher vor allem durch das (nie im Westen erschienene) Dragon Ball Online bekannt war.
- West City als Hub: Der Fokus liegt auf einer lebendigen, neuen Version von West City.
- The Great Saiyan Squad: Spieler treten dieser neuen Fraktion bei, was auf eine organisiertere Team-Struktur im Gameplay hindeutet als das lose Patrouillen-System der Vorgänger.
- Abkehr von Altlasten: Durch den Sprung in die Zukunft entgeht das Spiel der Gefahr, zum dritten Mal exakt dieselben Kämpfe gegen Radditz oder Freezer nachzuerzählen.
Die Entscheidung, „Dragon Ball Xenoverse 2“ nach fast zehn Jahren abzulösen, ist ein längst überfälliger technischer Befreiungsschlag. Der Vorgänger schleppte bis zuletzt die Limitationen der PlayStation-3-Ära mit sich.
„Dragon Ball Xenoverse 3“ auf PC, PS5 und Xbox Series lässt hoffen, dass wir endlich eine Physik-Engine und Zerstörungsgrade sehen, die dem Namen Dragon Ball gerecht werden. Das gezeigte Material deutet auf eine deutlich höhere Dichte an NPCs und Details in der Spielwelt hin, die auf alter Hardware schlicht nicht möglich gewesen wäre.
Fokus auf RPG-Elemente
Die offizielle Beschreibung legt einen überraschend starken Fokus auf die „Story-driven RPG experience“. Das lässt darauf schließen, dass Bandai Namco die Kritik am eher repetitiven Brawler-Kern der Vorgänger ernst nimmt. Wenn die Charakterentwicklung und die Interaktion in West City an Tiefe gewinnen, könnte „Dragon Ball Xenoverse 3“ die Lücke zwischen einem reinen Fighting-Game und einem immersiven World-Building-Spiel füllen, die Fans seit Jahren fordern.
Der Name Xenoverse steht für Grind und Loot. Auch wenn das Setting „Age 1000“ frisch wirkt, muss das Gameplay zeigen, ob das Treffer-Feedback und die Kameraführung die „Rough Edges“ der Vergangenheit hinter sich lassen. Es ist eine große Ankündigung mit Potenzial zum Genre-Standard, sofern das RPG-System mehr ist als nur ein hübsches Menü für Statuswerte.
Werdet ihr eurem alten Charakter aus Xenoverse 2 treu bleiben wollen, oder seid ihr bereit für einen kompletten erzählerischen Reset im Jahr 1000?