Dying Light 2 – Turbulenzen sollen Entwicklung ausbremsen, schwere Vorwürfe an das Management

So richtig scheint es mit Dying Light 2 von Techland nicht voran zu gehen, obwohl man das Projekt schon vor zwei Jahren mit spielbaren Demos vorgestellt hat. Schuld daran sollen Turbulenzen im Studio sein, die nicht nur die Entwicklung ausbremsen, sondern ein wenig auch an CD Projekt erinnern.

Schuld soll auch in diesem Fall das Management sein, das sich negativ auf die Mitarbeiter und den Workflow auswirkt. Dieses sei praktisch Beratungsresistenz, obwohl man aktiv nach Wegen suchte, den Entwicklungsprozess wieder in die Spur zu bekommen. Infolge dessen sollen zahlreiche Mitarbeiter das Studio in kürzester Zeit verlassen haben.

Im Fokus steht dabei CEO Pawel Marchewka, der Feedback von Experten offenbar ignoriert und eine zweifelhafte Linie fährt, bei der man sich Ideen aus anderen Spielen leiht, anstatt eigene Dinge zu entwickeln. Dies soll sogar eine „strenge Design-Linie“ bei der Entwicklung von Dying Light 2 sein, die Referenzen aus anderen Spielen einfordert. Sei man mit dieser Linie nicht einverstanden, droht einem die Kündigung, heißt es.

Noch schlimmer, innovative oder kostspielige Ideen sollen sofort abgelehnt werden, und zwar in einer Form, die als beleidigend oder homophob wahrgenommen wird. Dass man sich überhaupt an anderen Ideen bedient, rechtfertigt man damit, dass man natürlich nach hochwertigen Lösungen greift, die andere in der Branche tun. Als Vorbild soll dabei auch CD Projekt dienen, auch wenn diese gerade wohl nicht die beste Referenz in Sachen Qualität sind.

„Um bei Techland Karriere zu machen, muss man unterwürfig sein,“ so der Eindruck anonymer Quellen.

Dabei gab es mehrere Versuche, erfolgreiche Entwicklungsprozesse von Branchenveteranen zu übernehmen, die das Management jedoch ablehnte. Ebenso wollte man den Workflow vereinfachen, was derart zum Streit geführt haben soll, dass der Initiator dahinter das Studio verließ.

Offenbar wurde auch die Story schon mehrfach umgeschrieben, an der ständig wechselnde Autoren mitgewirkt haben. Diese beschreibt man aktuell als Flickenteppich zusammengenähter Ideen, die an Frankensteins-Monster erinnern. Niemand weiß derzeit wohl so recht, was genau die Story mal sein wird am Ende.

In Bezug auf die hohe Fluktuation der Mitarbeiter, findet Marchewka dies wohl völlig normal in der Branche, was er zwar schade finden würde, aber er wünscht allen nur das Beste. Seiner Ansicht nach suchen diese Mitarbeiter nur nach größeren Herausforderungen.

Unklar ist weiterhin, wann Dying Light 2 erscheinen wird. Bleibt zu hoffen, es endet nicht im gleichen Desaster wie Cyberpunk 2077.