EA Sports UFC 6 beendet den dreijährigen Trott der Serie und liefert im Octagon ab, obwohl EA abseits des Käfigs alte Fehler wiederholt. Die ersten Tests von Metacritic und OpenCritic zeigen einen klaren Aufwärtstrend mit Wertungen zwischen 80 und 90 Punkten.
Das Flow-State-System beendet die Klon-Kriege
Das neue Flow-State-System rettet das Kampfsystem vor der totalen Monotonie. EA koppelt die Mechanik direkt an die realen Taktiken der Profis, wodurch sich Fighter wie Max Holloway endlich komplett anders spielen und anfühlen als ein Standard-Fighter.
Zusammen mit dem Signature Movement greift die Physik-Engine spürbar härter durch. Treffer wirken durch den Real-Time Contact brutal und unverfälscht, die visuelle Inszenierung auf der PS5 nutzt die aktuelle Hardware voll aus.
Magazine wie KonsoliFIN und GameSpew bestätigen, dass sich die Klopperei so authentisch und unterhaltsam anfühlt wie nie zuvor in der Seriengeschichte. Für Einsteiger liefert EA mit den Time Dilation Assists ein starkes Werkzeug, das die brutale Komplexität der Steuerung bremst, ohne Veteranen den spielerischen Tiefgang oder die nötige Härte zu rauben. Wer im richtigen Moment den Konter setzt, spürt den Impact sofort.
Karriere und Menüs bremsen den Vorwärtsdrang
Die eigentlichen Baustellen lauern außerhalb der Ringseile auf dem Weg zum Champion. Die Menüs laden auf den Konsolen quälend langsam, der umstrittene Fighter Pass drängt sich unschön in den Vordergrund und erinnert an typische EA-Monetarisierung.
EvelonGames kritisiert zudem den Bodenkampf, der im Vergleich zum packenden Stand-Up-Striking spielerisch weit hinterherhinkt. Der Karrieremodus spaltet die internationale Fachpresse komplett: Während Analog Stick Gaming spürbare Fortschritte bei der Langzeitmotivation sieht, bemängeln Cloud Dosage und COGconnected zähe Wiederholungen im Ablauf sowie verpasste Chancen bei den Anpassungswerkzeugen für eigene Fighter. Der neue, museumsartig aufgebaute Hall of Legends-Modus rettet als virtuelles Geschichtsbuch zwar etwas Atmosphäre, täuscht aber nicht über das angestaubte Fundament der Karriere hinweg.
EA Sports UFC 6 ist im Octagon eine absolute Wucht
„EA Sports UFC 6“ ist trotz bekannter EA-Krankheiten ein klarer Pflichtkauf für MMA-Fans. Die spielerischen Neuerungen im Kampfsystem wiegen deutlich schwerer als die zähen Menüs, der repetitive Karrieremodus und der nervige Fighter Pass.
Wer aktuell eine knallharte, optisch spektakuläre Simulation im Stand-Up sucht und wem der Bodenkampf nicht das Wichtigste ist, greift ohne Zögern zu. Der König des Octagons sitzt vorerst fest auf seinem Thron.
